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Alabama 1818: Als Spitze eines Scharfschützen-Regiments eskortiert John Breene die Kutsche der Tochter eines Generals in eine Siedlung, in der sich wohlhabende französische Flüchtlinge niedergelassen haben, und verliebt sich unterwegs in sie. Doch die Dame ist bereits einem reichen Geschäftsmann versprochen, weshalb zwischen den Nebenbuhlern ein erbitterter Kampf entbrennt, der bald das Schicksal der gesamten Gemeinde entscheiden soll.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Fighting Kentuckian, The
Gar nicht schlechtDieser Western ist wohl nicht der Beste von John Wayne, bietet aber dennoch gute Unterhaltung. John Wayne spielt hier den Scharfschützen John Breen, der mit seinem Regiment wohlhabende französische Flüchtlinge in ihre Siedlung geleitet. Hier verliebt er sich in die schöne Aristrokratentochter Fleurette, gespielt von Vera Ralston, die allerdings dem Geschäftsmann Randolph versprochen ist. Im laufe des Films kommt es dann zum Kampf, wobei sich dann auch das Schicksal der französichen Gemeinde entscheidet. Alles in allem ein Film mit Humor und etwas Action. In einer Nebenrolle sehen wir Oliver Hardy. Der Film liegt für sein alter in einer guten Bild und Tonqualität vor. Als Extras gibt es Starinfos zu John Wayne, sowie verschiedene Trailer.
Lachen Sie mit John und Ollie - wie das seltsamste Duo der Westerngeschichte einen Film aus dem Durchschnittssumpf rettetWenn man diesen Streifen heute sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass er erst 1949 entstanden ist - also nachdem Wayne bereits reife, komplexere Charaktere in anspruchsvollen Produktionen wie "Bis zum letzten Mann" und "Red River" dargestellt hatte. Am Maßstab dieser Filme gemessen, bedeutet "The Fighting Kentuckian" sicherlich einen Rückschritt. Der Streifen ähnelt mit seiner eher primitiven Machart (inklusive mäßiger Schwarz-Weiß-Bildqualität) aufs Haar den zahlreichen B-Western, die Wayne Anfang der Vierziger für Republic Pictures gedreht hatte; auffällig ist die Ähnlichkeit mit "Dakota" ("Blut am Fargo River") von 1945, mit teilweise identischer Besetzung (Vera Ralston in der weiblichen Hauptrolle, Hugo Haas als ihr Vater, Grant Withers und Paul Fix als zwei der Schurken). Nur sind es diesmal nicht Weizenfarmer, sondern französische Soldaten im amerikanischen Exil, die um ihr Land betrogen werden sollen. John Wayne darf auch hier seinen Vornamen behalten und ist John Breen, Soldat in einem Kentucky-Regiment auf dem Durchmarsch, der sich Hals über Kopf in die Tochter (Ralston) des Napoleonischen Generals De Marchand (Haas) verliebt, seinen Dienst quittiert und, nach Überwindung zahlreicher Gefahren, die Franzosen vor den skrupellosen Machenschaften der Landräuber rettet und, natürlich, das Mädchen bekommt. Das Ganze wird etwas kompliziert dadurch, dass es nicht weniger als vier Schurken gibt (außer Withers und Fix noch John Howard und Marie Windsor), die alle verschiedene Pläne verfolgen und sich gegenseitig übers Ohr hauen wollen, bis der skrupelloseste von Ihnen (Withers) die anderen drei ermordet (woraufhin er jedoch auch bald sein gerechtes Schicksal erfährt). Die sich kreuzenden Intrigen sind nicht gerade leicht zu verfolgen (zumal in der nicht immer präzisen deutschen Übersetzung) und verhindern, dass einer der Gegenspieler wirkliches Profil gewinnt - weniger wäre hier wohl mehr gewesen.
Ansonsten ist der Film durchaus unterhaltsam. John Wayne, blendend aussehend in Hirschlederanzug und Biberfellmütze, gibt noch einmal den jungen Draufgänger, und das durchaus überzeugend. Schauspielerisch wirklich gefordert wird er jedoch höchstens in den komischen Szenen mit - man staune - Oliver Hardy, der hier, bei einem seiner wenigen Filme ohne Stan Laurel (der zu dieser Zeit gesundheitliche Probleme hatte), als Waynes Regimentskamerad und treuer Freund Willie Paine durchaus überzeugt, ja geradezu brilliert. Die Partnerschaft Wayne-Hardy, zweifellos eine der seltsamsten der Filmgeschichte, funktioniert bestens und hebt den Film aus dem B-Movie-Einerlei heraus. Es sind die komischen Szenen, die im Gedächtnis bleiben, namentlich eine lustige Keilerei um einen Schnapskrug (bei der, en passant, der American Football erfunden wird) und ein unvergesslicher Auftritt der beiden als Fiedler, bei dem Wayne im komischen Zusammenspiel den Part übernimmt, den sonst Stan Laurel spielte - und das mit Bravour! Diese Komik "rettet" den Film, der sonst nur schnell vergessene Durchschnittsware wäre. (Die Actionsequenzen sind professionell gemacht, wie immer bei Republic, aber ohne besonderes Highlight, und wirklich bewegende Momente gibt es kaum; am ehesten, wenn der alte General und seine Frau (Odette Myrtil) die glanzvolle Vergangenheit des Napoleonischen Frankreichs beschwören.) Ein großer Film ist es auch so nicht geworden, aber ein unterhaltsamer, mit einem eigenen Charme.
Einfache, aber gute WesternkostJohn Wayne spielte 1949 eine seiner letzten jugendlichen Draufgängerrollen (he looks good - aber die dt. Synchronstimme ist gewöhnungsbedürftig). Als sein Freund und Partner agiert Oliver Hardy. Unterhaltend, weil manchmal richtig komisch und einer milden Spannung, die diesen Film zu einem für die ganze Familie machen.
Ein Extra sei erwähnt - es gibt als Bonus einen kurzen TV-Western, der ebenfalls von Regisseur George Waggner gedreht wurde. Dieser hat interessanterweise ein viel schäferes Bild als der Hauptfilm.
Für alle John-Wayne-Fans und für einen schönen Familiennachmittagsfernsehtermin bestens geeignet.