England im Jahre 1912. Als der kleine Ronnie Winslow aus der Navy-Schule ausgeschlossen wird, weil er angeblich fünf Schilling gestohlen haben soll, geht seine Familie auf die Barrikaden. Der Vater, ein angesehener Bankier-Privatier, und seine erwachsene Tochter, eine heißblütige Frauenrechtlerin, setzen alles daran, um die Unschuld ihres Winslow Boys zu beweisen und damit die Ehre der Sippe wiederherzustellen. Am Ende ist eine Vermählung gescheitert, sind die finanziellen Ressourcen erschöpft und alle mit den Nerven am Ende. Packendes Gerichtssaal-Drama, das der versierte US-Drehbuchautor ('The Untouchables') und Regisseur ('House of Games') David Mamet nach einer wahren Begebenheit inszenierte. Dabei gelingt es dem Filmemacher, den Spannungsbogen trotz der Kammerspiel-artigen Inszenierung auf höchstem Niveau zu halten. Herausragend in diesem sehr eindringlichen Film die von Mamet exzellent geführte Darsteller-Riege um Nigel Hawthorne. Der filmische Schrei nach Gerechtigkeit wird dennoch nur von der anspruchsvollen Klientel erhört werden.
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