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Die 'Sneakers' sind Computerfreaks, die im Auftrag von Banken mit Einbrüchen deren Sicherheitssysteme testen. Die Sicherheitsbehörde NSA, die Details über die Vergangenheit von 'Sneakers'-Chef Bishop zu veröffentlichen droht, überredet die Crew, eine geheime Dechiffriermaschine zu besorgen. Doch damit fangen die Schwierigkeiten erst richtig an... High-Tech-Thriller mit Robert Redford in der Titelrolle.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Wer heutzutage als Einbrecher erfolgreich sein will, muß etwas mehr bieten als Strumpfmaske und vorgehaltene Pistole. Das beweisen die Sneakers sehr eindrucksvoll mit Hilfe modernster Computertechnologien. Die Truppe um Boß Martin Bishop läßt sich von großen Firmen für Einbrüche anheuern, um Sicherheitssysteme auf undichte Stellen zu überprüfen. Ganz legal versteht sich. Das ändert sich allerdings, als zwei Beamte der Spionageabwehr die Sneakers zwingen, ihnen das geheime Dechiffrierungsprogramm SETEC zu beschaffen. Ein Abenteuer mit ungeahnten Dimensionen, denn SETEC entpuppt sich als brisante Waffe zur Gefährdung des Weltfriedens, an der eine Menge Leute brennend interessiert sind.
Dieser ansprechende Thriller, bei dem Phil Alden Robinson (der Drehbuchautor von Feld der Träume) Regie führte und das Drehbuch schrieb, handelt von einer Gruppe unternehmerischer Sicherheitsexperten. Ein Auftrag für die National Security Agency, für die sie "heiße" Hardware stehlen sollen, droht ihnen über den Kopf zu wachsen. Robert Redford spielt den Anführer der Gruppe, einen alternden Technologie-Anarchisten, der sich seit den frühen 70er-Jahren vor dem FBI versteckt hält. Zu Redfords illustrer Truppe von Außenseitern gehören Dan Aykroyd (Blues Brothers), David Strathairn, Mary McDonnel (Der mit dem Wolf tanzt), der späte River Phoenix (My Own Private Idaho) sowie Sidney Poitier (Paris Blues) als CIA-Veteran, der die Seiten gewechselt und sich den "Sneakers" angeschlossen hat. Die technologische Blackbox, hinter der alle her sind, eine Anordnung von Computerchips, die in der Lage ist, jede verschlüsselte Nachricht zu dekodieren, ist zwar keine besonders plausible Erfindung, aber ein brauchbarer McGuffin und der Größenwahn des geheimnisvollen Drahtziehers hinter den Kulissen (Ben Kingsley, Species) machen die Schwächen des Plots mehr als wett. Ein spannender Film, der Datenschutz, modernste Überwachungstechnologie und die damit verbundenen Missbrauchsszenarien thematisiert. --David Chute
.. Mit Flair, Witz und Niveau"Sneakers" gehört zu den weiteren Filmphänomenen.
Robert Redfort, River Phoenix oder Sydney Portier machen allesamt den Eindruck, bei den Dreharbeiten mehr als gehörig viel Spaß gehabt zu haben. Dies spiegelt sich auch in diesem, witzigen, nachdenklichen film wieder, der nicht in sinnlosen Slapstick verfällt, sondern mit jeder, wenn auch nur feinen Priese voll in schwarze trifft, dank der immer noch aktuellen sowie äußert Spannenden Hintergrundstory bis zum Ende fesselt. Der sich dezent im Hintergrund haltete, aber absolut faszinierende Soundtrack malt die kunstvoll inszenierten Szenen zu einem großen Ganzen.Sneakers - Nicht nur Popcornkino sondern ein Film mit Atmosphäre Stil - 5 Sterne
Immer noch frisch und aktuellEs ist unglaublich, selbst im Jahr 2004, also 11 Jahre nachdem Sneakers gedreht wurde, ist der Film (vom kalten Krieg einmal abgesehen) immer noch aktuell. Martin Bishop (Robert Redford) ist der Kopf einer Truppe von Computerexperten, Hackern und einem ehemaligen CIA-Agenten, die die technischen Sicherheitseinrichtungen von Firmen testen, d.h. in Unternehmen einbrechen, um somit die Schwachstellen auszuloten. Aber unsere Experten sind knapp bei Kasse und somit kommt ihnen ein Auftrag der Regierung gerade recht: Sie sollen einem Mathematiker einen kleinen schwarzen Kasten stehlen. Vor der Übergabe an die Regierung kommen die Experten aber hinter das Geheimnis der "Black Box". Mit Hilfe dieses Kastens lassen sich sämtliche Codes aller amerikanischen Einrichtungen knacken. Und mit dieser Erkenntnis geht das "Gerangel" um den geheimen Kasten los, denn eins ist sicher: Für diesen Kasten würde jede Regierung der Welt töten. Der Film lebt von dem Zusammenspiel der hochkarätigen Besetzung. Dan Akroyd, der den ehemaligen CIA-Veteran Sidney Portier immer wieder mit markigen Sprüchen hochnimmt, wie z.B. "Wusstest du, dass Kennedy gar nicht tot ist? Das wurde von der CIA alles nur so getarnt.", worauf Sidney Portier immer kurz vor'm Ausflippen ist ("Ich kann mit dem Typen einfach nicht arbeiten"). Oder David Strathairn, der blind ist und der mit seinem genialen Gehör immer wieder zu unglaublichen Schlussfolgerungen kommt. Sehr witzig auch die Szene, als Robert Redford nach seiner Entführung erklärt, was er auf der Fahrt gehört hat: "Am Ende der Fahrt muss da irgendwo eine Cocktailparty gewesen sein..." und wenn man dann sieht, wo die Gruppe dann tatsächlich steht, lacht man sich tot. Auch das Ende ist nett, als River Phoenix, der sich nun alles auf der Welt wünschen kann, nur eine Telefonnummer von einer Frau haben möchte, die er natürlich auch prompt bekommt. Als böser Gegenspieler agiert Ben Kinsley, dessen Rolle aber leider ein bischen schal und schwach rüber kommt.Der Film wirkt nicht so übertrieben wie Spionagefilme à la Mission Impossible. Er wirkt real, glaubwürdig und irgendwie hat jeder Einzelne im Team seinen festen Platz und dadurch ist es unschlagbar. Ein Film, der auch jetzt noch aktuell und spannend ist. Es lohnt sich wirklich, ihn zu sehen.
Ein KlassikerEs gibt wohl wenig Kinofilme, die auch Jahre nach dem Erscheinen noch sehenswert sind und für mich nach gehört "Sneakers" ohne Zweifel dazu.
Sicherlich, einige verbale Wortspiele stammen aus der Zeit kurz nach Ende des kalten Krieges und wer den Zusammenhang nicht kennt, dem geht einiges verloren.
Trotzdem ist die Thematik des Filmes (Datensicherheit, Verschlüsselung, ...) heute mindestens ebenso aktuell wie damals.
Die Problematik wird in eine nette Geschichte verpackt, mit einem Hollywood-typischen Ende versehen und so entsteht ein netter Film.
Die Besetzung ist erstklassig, die ganze Story wird sehr humorvoll und trotzdem mit Stil erzählt. Langeweile kommt mit Sicherheit nicht auf.
Langer Rede kurzer Sinn: Der Film lohnt sich.
Die lautlosen GerechtigkeitshackerMarty und Cosmo sind zwei lustige Gesellen. Sie hacken sich bereits 1969 in Nixons Konto ein und überweisen seine Knete zum Nationalen Komitee zur Legalisierung von Marihuana. Nach dieser tollen Aktion muss Marty hinaus in die Kälte und Pizza holen. Cosmo hat beim Ausknobeln dieser Aktion etwas nachgeholfen und darf im Warmen bleiben. Aber dann schlägt die höhere Gerechtigkeit zu. Er wird gleich darauf verhaftet. Marty hingegen kann eine neue Identität annehmen und sich mit Gleichgesinnten eine Firma aufbauen, die Banken und anderen Institutionen Sicherheitslücken aufzeigt.
Als ein mathematischer Wunderknabe eine tolle schwarze Kiste entwickelt, mit deren technischem Inhalt sämtliche amerikanischen Codes zu knacken sind, wird Marty von irgendwelchen Sicherheitsbehörden damit beauftragt, diesen Wunderkarton zu klauen. Die überaus cleveren Sneakers sind aber in diesem Fall so bescheuert, dass sie nicht merken, wie sie gelinkt werden. Kann ja mal vorkommen.
Auf diese Weise führt uns das märchenhafte Drehbuch zurück zu Cosmo, der ein großer Bösewicht geworden ist.
Wenn nicht eine Reihe großer Schauspieler in diesem aberwitzigen Geschehen mitspielen würden, wäre der Film wohl keine Erwähnung wert gewesen. Aber Redford kann spielen, was er will, er veredelt es immer.
Wenn man sich gerne spannende Märchenfilme für Große ansieht, dann ist man hier goldrichtig.
Geradezu abenteuerlich finde ich es, dass man in diesem Film das Einhacken in fremde Konten glorifiziert. Am Ende wird die Republikanische Partei um ihr Geld gebracht. Die hat das schließlich verdient. Die Kohle geht dann an die üblichen Verdächtigen wie Amnesty International oder Greenpeace. Vielleicht leeren sich demnächst auch unsere Konten ein wenig. Wie schön, dass es noch Leute gibt, die für Gerechtigkeit sorgen und genau wissen, was das ist.
Fazit.
Mittelmäßig spannender und witzig vorgetragener Film, dessen wenig überzeugendes Drehbuch durch die hochklassigen Schauspieler aufgewertet wird. Wenn man nicht weiter nachdenkt, wird man gut unterhalten.
Hollywood mit Hirn - Mahnmal für die Zukunft der MenschheitAls ich den Film das erste Mal gesehen hatte, ahnte ich noch nicht, wieviel von den im Film gezeigten Zukunftstechnologien heute bereits leider Realität geworden sind. Elektronische Netzwerke kontrollieren und steuern Menschen. Die totale Kontrolle ! Unweigerlich erinnert man sich an George Orwell's Zukunftsroman:"1984" - Big Brother is watching you. Herrlich in Szene gesetzt mit Hollywood - Oldstars wie Robert Redford ("Brubaker"), Ben Kingsley ("Ghandi"), Sidney Portier("In der Hitze der Nacht") und Dan Akroyd ("Die Glücksritter"). Ein Film der der cineastischen Extraklasse mit einem wahren Hintergund, anspruchsvollen Schauspielern garniert mit Pfiff und Witz. Eine "Gentlemen-Gauner-Komödie" der Neuzeit mit dem Charm der Vergangenheit. Zudem warnt der Film den Betrachter vor den Möglichkeiten und Gefahren der elektronischen Prozesse der computer-, internet- und videogenerierten Alltagswirklichkeit der Zukunft.Ein Film der auch in 20 Jahren noch so frisch wirken wird wie 1993, als er entstand !