Boden, Doris

Irritation als narratives Prinzip

Irritation als narratives Prinzip
  • Verlag: Olms
  • Erscheinungsdatum: 2006-06
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 356
  • ISBN: 3487130262
  • EAN: 9783487130262
  • Amazon.de Verkaufsrang: 1.432.732
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Beschreibung von buecher.de

Milan Kundera (1929*) ist in der westlichen Rezeption vor allem mit seinen epischen und essayistischen Texten bekannt geworden. Er gilt als einer der meistgelesenen tschechischen Autoren und ist der wohl bekannteste tschechische Exilant des 20. Jahrhunderts. Hinsichtlich der zahlreichen Studien, die seinem Prosawerk gewidmet wurden, fällt allerdings die Heterogenität der Ergebnisse ins Auge. Neben pauschaler Affirmation von Kunderas Texten finden sich kritisch-analytische Perspektiven, die evidente Diskrepanzen aufweisen.
Die Autorin nimmt dieses Bewertungsdilemma innerhalb der wissenschaftlichen Kundera-Rezeption zum Anlass, um die Voraussetzungen für diese scheinbar paradoxe Rezeptionssituation zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht dabei die Beschreibung der poetologischen Prämissen Kunderas und der damit korrelierenden Wirkmechanismen seiner Romane. Gezeigt wird, dass die im Text angelegte prinzipielle Ambivalenz aller Werkelemente, die auf der wechselseitigen Überlagerung illusionsbildender und -störender Elemente beruht, zu einer Rezeptionsstreuung führt, die im Rezeptionsprozess als Irritation wahrnehmbar wird.
Die Analysen konzentrieren sich auf den Abschiedswalzer (1971), die Unsterblichkeit (1988) und die Identität (1996).
Milan Kundera (b. 1929) is known in the west above all for his epic and essayistic texts. He is among the most widely read Czech authors and is the best-known Czech exile of the 20th century. Not least among the proofs of Kunderas popularity is the large number of studies which have been devoted to his prose work. It is noticeable that these present a heterogeneous range of conclusions. Alongside sweeping affirmations of Kunderas texts there are critical and analytical positions which show clear discrepancies.
The author uses the dilemma in evaluation as a basis from which to focus on the apparently paradoxical conditions of this situation in the reception of Kunderas works. At its heart are the descriptions of Kunderas poetological premises and the correlated affective mechanisms of his novels. We see how the primary ambivalence of all elements of the work, based on the combination of elements which create and destroy illusions, leads to a scattering of reception which is perceived in that reception as an irritant.
The analyses concentrate on The Farewell Party (1971), Immortality (1988) and Identity (1996).

Irritation als narratives Prinzip



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