Rieck, Christian

Spieltheorie

Spieltheorie
  • Verlag: Rieck
  • Erscheinungsdatum: 2008-08
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 402
  • ISBN: 3924043914
  • EAN: 9783924043919
  • Amazon.de Verkaufsrang: 23.778
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Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Andreas P. Rauch fanden 44 von 46 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Spannend, praktisch, verständlich

Spieltheorie hat nur am Rande mit Gesellschaftsspielen zu tun, dafür viel mehr mit menschlichen Entscheidungen im Alltag, in der Wirtschaft oder bei diplomatischen Verhandlungen. Sie erklärt auch, warum sich bestimmte Verhaltensweisen im Laufe der Evolution durchsetzen konnten: Warum es sich gerade für Egoisten lohnt, anderen zu helfen.Eine Theorie mit so breitem Anwendungsfeld ist notwendigerweise etwas abstrakt, und die meisten Einführungen sind dann auch eher für Mathematiker geschrieben. Christian Riecks Buch dagegen orientiert sich stark an den grundlegenden Ideen und Konzepten. Es wendet sich an den Einsteiger, besonders an interessierte Sozialwissenschaftler, aber auch angehende Biologen, Philosophen und interessierte Laien sind mit dem Buch gut bedient.Rieck behandelt Klassiker wie das Gefangenendilemma und vermittelt die zentralen Grundbegriffe. Welche Strategien erfolgreich sein können, wie man in Konflikten Lösungen erkennt, mit denen beide Seiten „zufrieden“ sind, warum sich kooperatives Verhalten in der Evolution oft durchgesetzt hat, was Verträge bringen und wann Leute sie einhalten – all das wird breit diskutiert. Rieck schließt mit einer Einführung in die experimentelle Wirtschaftsforschung.Was Riecks Einführung in die Spieltheorie unterscheidet, ist nicht nur ihre kompromisslose Verständlichkeit. Laufend wird die Anwendbarkeit der Theorie auf die Wirklichkeit diskutiert, finden sich Anregungen zum kritischen Weiterdenken und eingestreute philosophische Überlegungen. Ein Highlight ist das umfassende englisch-deutsche Verzeichnis spieltheoretischer und mathematischer Vokabeln – viele davon findet man in handelsüblichen Lexika nicht.Riecks „Spieltheorie“ ist inzwischen in der 6. Auflage. Umso mehr haben mich die relativ vielen Tippfehler gewundert – und auch einige Begriffe aus Nachbardisziplinen werden eher ungenau verwendet. Trotzdem kann man den wesentlichen Gedanken problemlos folgen, und der Autor bietet sogar an, auf Email-Nachfragen Unklarheiten zu klären.Kurzum: Eine ebenso brauch- wie lesbare Einführung in ein spannendes Gebiet, die sich sowohl für mathematisch eher wenig vorbelastete Leser eignet wie auch für angehende Fachleute, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen.

Diese Rezension von Holger Siering fanden 2 von 4 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Gut, aber nicht Weltklasse

Motiviert durch die Internetpräsenz des Herrn Riecks kaufte ich mir dieses Buch und gleich darauf noch den empfohlenen Zusatzband von Brandenburger.

Vorsicht! Dieses Buch ist NICHT auch nur annähernd das, was auf der Internetpräsenz dargestellt wird. Ein ganz, ganz klein wenig Mathematik, nur ganz wenige Formeln und etwas mehr Matrizen. Dafür keine fesselnden Praxisbeispiele. Das ist aber okay.

Nervig ist ab und an der Versuch der verbalen Umschreibung, statt alternativ auf die Mathematik auszuweichen. Dann wiederum werden einige Absätze unnötig aufgebläht, z.B. durch "Mathetipps", die einfach nicht plausibel eingearbeitet sind, wenn man das Buch "der Übersicht halber" liest. Nicht dass diese Informationen falsch wären, aber es ist eine halbherzige Vertiefung an einer Stelle, die es nicht bedarf (Äquivalenzrelationen? Tupel?).

Schön ist der zeitweilige Perspektivwechsel hin auf eine philosophische Ebene, die es ermöglicht Grundsätzliches zu reflektieren.

Herauszuheben ist die Rolle des Informationsbezirkes, dessen Bedeutung ich für höchst relevant halte (gemessen an der Tatsache, dass ich darauf erst in diesen Buch gestoßen bin).

Beste Antworten, Nash-Gleichgewicht, gemischte Strategien, Entscheidungen bei Unsicherheit usw. sind natürlich vertreten. Ebenso wie eine klare Differenzierung zwischen ähnlichen Begriffen, die in kurzen Definitionen beschrieben werden.

Insgesamt lesenswert.

Diese Rezension von Corinna Langlet fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eine wirklich gelungene Eiführung in die Spieltheorie

Seit einem Jahr wird bei uns am Gymnasium das Seminarfach in Klasse 12

und 13 unterrichtet. In diesem Seminarfach sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich Unterrichtsinhalte selber anzueignen und im zweiten Halbjahr sogar eine Facharbeit anfertigen.

Da ich Mathematiklehrerin bin habe ich bereits mehrfach das Seminarfach "Spieltheorie" angeboten. Es hat sich herausgestellt, dass die Schüler mit keinem Buch so gut arbeiten können, wie mit dem Buch von Christian Rieck. Herr Rieck wurde in jeder einzelnen Facharbeit zitiert und hat den Schülerinnen und Schülern mit seiner gut strukturierten und anschaulichen Einführung in die Spieltheorie dabei geholfen, die Ansätze der Spieltheorie zu verstehen.

Das Buch zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es die Spieltheorie für "Nichtmathematiker" darstellt. Ohne dieses Buch wäre es mir wesentlich schwerer gefallen, den Schülern die Inhalte der Spieltheorie zu vermitteln.

Die Kapitel sind in einer für Schüler (der Oberstufe) angemessenen Sprache verfasst und mit vielen Beispielen versehen, was für viele Schulbücher ein Vorbild sein sollte. Doch auch Mathematikstudenten kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, um einen guten Einstieg in das Thema "Spieltheorie" zu bekommen.

Alles in Allem bin ich sehr dankbar für dieses Buch und werde es meinen Schülerinnen und Schülern auch in den nächsten Jahrgängen als Grundlage für ihre Facharbeiten anbieten.

Diese Rezension von Albrecht Kreuzer fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Standardwerk, das man haben muss.

In Prof. Riecks Buch werden alle wichtigen, grundlegenden Prinzipien der Spieltheorie behandelt. Anhand einfacher, leicht nachzuvollziehender Beispiele wird der Leser in die Materie eingeführt und mit dem strategischen Denken vetraut gemacht. Es ist nicht trocken geschrieben, sondern lebhaft und anschaulich, sodass die Beschäftigung das ist, was Spiel eigentlich sein soll: es macht Spass!

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