Der russische Gegenwartsroman des 20. Jahrhunderts findet mit der vorliegenden Monographie die zu wünschende Einführung aus heutiger Sicht. Fünf Autoren werden jeweils mit ihrem Hauptwerk vorgestellt: Fjodor Sologub (Der kleine Dämon), Maxim Gorkij (Die Mutter), Andrej Belyj (Petersburg), Fjodor Gladkow (Zement) und Jewgenij Samjatin (Wir). Die Darstellung ist allgemeinverständlich ausgerichtet. Nietzsche und Dostojewskij, Sokrates und Christus, der Großinquisitor und Lenin sind die maßgebenden Beziehungsfelder - eingefaßt und durchdrungen von Staat und Revolution. Verschiedene Disziplinen werden direkt angesprochen: Historiker, Politologen, und Kulturwissenschaftler aufgrund der durchgängig zeitgeschichtlichen Orientierung der behandelten Romane. Unter den Literaturwissenschaftlern werden nicht nur Slawisten angesprochen, sondern die Studierenden sämtlicher Einzelphilologien. Leitend ist die Differenz zwischen der historischen Sicht und der poetologischen Sicht auf einen literari
schen Text. Beide Sehweisen bestimmen automatisch unsere Lektüre, lassen sich aber nicht miteinander vereinbaren. Zwei konkurrierende Sehweisen werden in der Aktion vorgeführt. Dominant bleibt die Frage'Was ist Kunst?'
Verlag: Mattes
Ausstattung: 2005. X, 261 S. m. 5 Abb.
ISBN: 3930978180
Preis: 19,80 €
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