Franz, Andreas

Unsichtbare Spuren

Unsichtbare Spuren
  • Verlag: Knaur
  • Erscheinungsdatum: 2006-03-21
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 461
  • ISBN: 3426662124
  • EAN: 9783426662120
  • Amazon.de Verkaufsrang: 245.669
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Beschreibung von buecher.de

1999 tiefster Winter in Norddeutschland. Am Straßenrand steht die siebzehnjährige Sabine, die darauf wartet, als Anhalterin mitgenommen zu werden. Ein Wagen hält an. Kurz darauf ist das Mädchen tot 5 Jahre später. Wieder wird ein junges Mädchen brutal ermordet aufgefunden. Und es mehren sich die Hinweise darauf, dass der Täter noch für weitere grausame Morde verantwortlich ist. Sören Henning, Hauptkommissar bei der Kripo Kiel, wird zum Leiter einer Sonderkommission ernannt. Im Mordfall Sabine hatte er einen Verdächtigen verhaftet, der jedoch unschuldig war und sich in seiner Zelle umgebracht hat. Seitdem quält sich Henning mit Schuldgefühlen und hofft, seinen Fehler wieder gutmachen zu können. Im Zuge seiner Ermittlungen macht er eine beklemmende Entdeckung: Offenbar greift sich der Mörder wahllos seine Opfer heraus und kann jederzeit wieder zuschlagen. Ein Täter, der nach dem Zufallsprinzip mordet? Da passiert ein neuer Mord und Henning erhält ein Gedicht und einen kurzen Brief, die offenbar vom Täter stammen. Dem Kommissar wird klar, dass er selbst ins Visier des Serienkillers geraten ist

Aus der Amazon.de-Redaktion

1999 in Norddeutschland. Eine junge Anhalterin wird ermordet aufgefunden. Vier Monate später wird Georg Nissen wegen dieser Tat zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Kurz nach der Urteilsverkündung erhängt er sich in seiner Zelle. In einem Abschiedsbrief beteuert er seine Unschuld. Fünf Jahre danach wird erneut die Leiche einer jungen Anhalterin aufgefunden. Mehrere Spuren am Fundort weisen auf denselben Täter hin. Hauptkommissar Sören Henning, der damals für die Ermittlungen und anschließende Verhaftung von Georg Nissen zuständig war, übernimmt zuerst widerstrebend die Leitung der Soko „Phantom“. Von Schuldgefühlen wegen der möglicherweise falschen Verurteilung Nissens geplagt, hatte er sich in den vergangenen Jahren in den Innendienst zurückgezogen. Von seinen Kollegen unbemerkt trug er die Daten sämtlicher ungelöster Mordfälle der letzten Jahrzehnte zusammen. Seiner Meinung nach gibt es zum aktuellen Mord täterrelevante Übereinstimmungen in mehr als 50 nicht aufgeklärten Fällen der jüngeren Vergangenheit. Bei Unsichtbare Spuren handelt es sich bereits um den vierzehnten Roman des Frankfurter Autors Andreas Franz. Auch in diesem Werk versucht er dem Leser die menschlichen Abgründe, diesmal in Gestalt eines Serienmörders noch nie gekannten Ausmaßes, näher zu bringen. In der gleichmäßig exakten aber auch feinfühligen Darstellung jeder Handlungsfigur, ob eines der zahllosen Opfer oder aber auch des Täters, liegt sicherlich das Auffällige dieses Romans. Mit der durch Polizeiermittlungen nicht erklärbaren Fähigkeit des Täters, seine Opfer unbemerkt von jeglichen Zeugen auszuwählen und auch zu töten, erzeugt Unsichtbare Spuren einen „Thrill“, der bis zum spektakulären Finale erhalten bleibt. Die Fans der bisherigen Romane von Andreas Franz werden begeistert sein. Kaum merklich fallen da die leichten Fragwürdigkeiten hinsichtlich polizeilicher Ermittlungsarbeit in die Waagschale. Unsichtbare Spuren wird beim Leser deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Und zwar in Form von dunklen Augenringen, die von einer durchgelesenen Nacht zeugen! --Robert Schmidt

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Belle R. fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Die Kripo Kiel auf der Jagd nach einem Phantom!

1999: Eine Anhalterin wird ermordet aufgefunden. Alle Indizien, die Kommissar Sören Henning und seine Kollegin Lisa Santos ermitteln, deuten eindeutig daraufhin, dass Georg Nissen der Mörder ist. Schnell ist das Verfahren abgeschlossen und der vermeintliche Mörder verurteilt. Schon kurz danach begeht Georg Nissen im Gefängnis Selbstmord und hinterlässt einen Abschiedsbrief, in dem er seine Unschuld beteuert. Sören Henning ist hierüber so betroffen, dass er sich immer mehr in sich selbst zurückzieht und seine Ehe daran in die Brüche geht. 2004: Wieder ist eine Anhalterin ermordet worden und alle Indizien deuten darauf hin, dass es sich um denselben Mörder wie 1999 handelt. Lisa Santos schafft es auf Umwegen, Sören Henning aus seiner Lethargie zu reißen und ihn soweit zu bringen, dass er den Fall übernimmt. Die Soko Phantom wird ins Leben gerufen. Schnell stellen sie fest, dass noch viel mehr Morde auf das Konto des Phantoms zu gehen scheinen. Ein spannendes "Katz-und-Maus-Spiel" beginnt.

Andreas Franz hat seinen Krimi auf zwei Erzählsträngen aufgebaut. Zum einen berichtet er über die Ermittlungen von Lisa und Sören, in einem Zweiten wird die Geschichte des Mörders erzählt, welcher von den Ermittlern schnell als das Phantom bezeichnet wird. Die beiden Geschichten sind sehr geschickt miteinander verwoben und enden meist so, dass der Leser neugierig weiterliest.

Die Charaktere von Lisa und Sören sind sehr detailgenau und lebendig beschrieben. Die Melancholie, Wut und Zerrissenheit von Sören Henning am Anfang des Buches ist fast greifbar und glaubwürdig beschrieben, wie auch seine spätere Besessenheit, den Fall unbedingt zu lösen. Lisa Santos wird als sehr sympathische, dickköpfige und selbstbewusste Frau dargestellt, mit der man sich sofort verbunden fühlt. Auch interessant ist, dass A. Franz dem Leser einen Einblick in das Privatleben der beiden Ermittler gibt, was in keiner Weise langatmig wird und geschickt in die Geschichte mit eingearbeitet ist. Der Charakter des Serienmörders ist sehr vielschichtig angelegt und absolut überzeugend beschrieben und auch alle anderen Personen des Buches sind gut charakterisiert, sodass der Wiedererkennungswert hoch ist.

Auch wenn die hier erzählte Geschichte an sich doch wenig glaubwürdig wirkt, ist sie schlüssig umgesetzt. Bei diesem Krimi weiß der Leser bereits nach wenigen Seiten, wer der Mörder ist, auch seine Beweggründe sind ihm schnell klar. Jedoch ist es spannend zu lesen, wie die Ermittlungen voranschreiten und sich Lisa und Sören immer mehr dem Umfeld des Mörders nähern. Die Spannung baut sich sehr schnell auf und das Ende ist rasant, sehr interessant und spannend beschrieben, sodass während des Lesens keine Längen entstehen. Durch seinen flüssigen, leichten Schreibstil macht es Andreas Franz dem Leser auch nicht schwer, dass Buch mehr oder weniger in einem Rutsch durchzulesen.

Diese Rezension von Bernhard Nowak fanden 17 von 20 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Spannend aber sehr klischéehaft

Der vorliegende Krimi von Andreas Franz ist unzweifelhaft sehr spannend. Ich habe ihn in einem Zug durchgelesen. Sören Henning und seine Kollegin Lisa Santos jagen in Norddeutschland - der Kriminalroman spielt in der Gegend von Flensburg - einen Serienmörder. Sören hat in diesem Fall jedoch einen zu Unrecht Verdächtigten in Haft gebracht. Dieser Verdächtige, gegen den zunächst zahlreiche Indizien sprechen, kann seine Unschuld nicht beweisen und begeht im Gefängnis Selbstmord. Gleichzeitig führen Eheprobleme zu Depressionen und Vereinsamung des Kommissars, der sich in sein Büro zurückzieht, um mit diesen Ereignissen fertig zu werden. Gleichzeitig entwickelt er eine Theorie über die Psyche und Persönlichkeit des wahren Täters, der - weiterhin - mordet. Lange Zeit scheint das Katz- und Mausspiel aussichtslos zu sein. Der Täter, aus dessen Perspektive ein Teil des Romans geschrieben ist, scheint der Polizei immer eine Spur voraus zu sein. Wird er einen Fehler begehen und der Polizei "ins Netz gehen?"

Franz gelingt hier ein spannendes Psychogramm eines Serienkillers und Massenmörders, der unter die Haut geht und Gänsehaut erzeugt. Auch anderen Charaktere - Kommissar Henning und sein Team - sind glaubwürdig gezeichnet. Allerdings arbeitet der Autor mit erheblichen Klischées und Vorurteilen, die massiv stören. So wird mehrfach suggeriert, es könne sich bei den zahlreichen Begegnungen zwischen Täter und Opfern nicht um Zufälle handeln, der Tod der Opfer sei im Grunde "vorherbestimmt". Viele der Opfer - dieses Bild wird leider erzeugt - waren Versager oder gingen ihrer Umwelt "auf die Nerven", so etwa das adoptierte Kind, welches Adoptiveltern, Schüler und Lehrer terrorisierte und Drogen nahm, bis es dem Täter in die Hände fiel. Auch ein arbeitsloser junger Mann, ein völliger Versager und daher in Konflikt mit seinen Eltern lebend, fällt dem Verbrecher, den er zufällig um Feuer für eine Zigarette bittet, zum Opfer. Ein achtjähriger Junge fällt dem Triebtäter nur deshalb in die Hände, weil er, als er für den Vater Zigaretten holen soll, kaputt ist und er daher an einen anderen Automaten muss und so seine tödliche Begegnung mit dem Täter hat.

Franz suggeriert, dass dies alles keine Zufälle sein könnten, ja, ich habe es so verstanden, als hätten die Opfer es "verdient", zu sterben. Und dies - dieser aus meiner Sicht beinahe unerträgliche moralische Zeigefinger - ist m.E. sehr störend. Hätte man dies nicht weglassen können? Ansonsten steht der Krimi in Tradition mit zahlreichen Romanen um Serienkiller, die es in (überreichem) Maße gibt, etwa von James Patterson.

Fazit: So ist ein insgesamt spannenderThriller entstanden, der unter die Haut geht, aber aus meiner Sicht zu sehr mit Vorurteilen und Klischées arbeitet, die vom Autor mit einer deartigen Hartnäckigkeit, ja Penetranz, dargeboten werden, dass dies - aus meiner Sicht - den Wert des Buches erheblich einschränkt. Schade. Daher insgesamt nur 3 Sterne.

Diese Rezension von Dr. Juergen Weber fanden 23 von 28 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Spannend, aber schlecht geschrieben

Offenbar bin ich mit meiner Meinung hier ziemlich allein,aber ich fand dieses Buch zwar spannend, aber auch ziemlich ärgerlich. Ärgerlich, weil die psychologischen Hintergründe allzu platt und naiv daherkommen, die Hauptfiguren irgendwie unecht wirken und auch die Dialoge ausgesprochen hölzern sind. Jedenfalls bin ich froh, daß ich den Krimi nur in der Bücherei ausgeliehen und nicht gekauft habe.

Diese Rezension von Andreas Thiem fanden 18 von 22 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Menschliche Abgründe

Die Einlassung des GAJOKO, das Buch hätte ca. 100 Seiten weniger haben müssen, wird dem Buch nicht gerecht. Möglicherweise wurde das Buch als reines Lesebuch verstanden, wobei der Inhalt und die Quintessenz des Ganzen auf der Strecke blieb. Andreas Franz schrieb schon immer Bücher, die unendlich spannend, teils auch erotisch (gilt aber nicht für obigen Titel) sind, die man keineswegs wieder aus der Hand legen möchte. Unbeschadet davon allerdings hat der Autor mit jedem einzelnen Buch über menschliche Abgründe erzählt, allerdings wohl nie mehr und nie schlimmer als in "Unsichtbare Spuren". Wer dann also dargibt, dass die Handlungsweise des Täter zu oft wiederholt würde, scheint mir das Buch (leider) nicht verstanden zu haben. Nur die stetige Wiederholung zeigt die sich steigernde Gefahr, die vom Mörder ausgeht, auf, sein Denken und Handeln -- auch seine Verwirrung, als er sich plötzlich verliebt. Zudem ist dem Thema "Zufall" eine starke, nicht nur indizielle Bedeutung zugekommen. Wohl kaum konnte Franz mithin 100 Seiten und / oder drei, vier Taten weglassen.Franz selbst legt auf seiner Homepage dar, dass der Roman auf der Geschichte eines Serienkillers beruht, der immer scheinbar zufällig auf seine Opfer gestoßen ist. Es gab, und das überrascht m. E. nicht weiter, da es sich aus dem Buch schlicht aufdrängt, eine Person, die ihm zur Vorlage diente. Die Taten selber spielen eine eher untergeordnete Rolle, es ist das Wie und Warum sich Täter und Opfer begegnet sind. Das Böse, das Verbrechen, war schon immer da, es ist so alt wie die Menschheit. Doch: Mord ist schrecklich - und Mord ist faszinierend. Einschaltquoten von Krimis und Verkaufszahlen von Romanen beweisen es. Aber gerade die schlimmsten Verbrechen stoßen uns nicht nur ab, sondern sie ziehen uns an. Ein einfacher Diebstahl? Man nimmt ihn kaum zur Kenntnis. Aber hat ein grausamer Serienkiller wieder zugeschlagen, da horchen wir alle auf: Serienmörder.Franz' Figur tötet aus Perversion, Hass, Wahnsinn. Seine Verbrechen sind unvorstellbar grausam. Um herauszufinden, was einen Menschen zum Mörder macht, befragte das FBI Ende der siebziger Jahre 36 Serientäter. Ergebnis: Fast die Hälfte der Befragten gab an, als Kind sexuell missbraucht worden zu sein. Ihr Sexualleben wäre seitdem gestört. Eine befriedigende Beziehung zu Frauen wäre ihnen nie möglich gewesen. Die meisten Serienmörder gaben sich bereits in der Kindheit sadistischen Phantasien hin und lebten sie zumindest teilweise aus, misshandelten andere Kinder, quälten Tiere. Der Serienmörder ist zum Zeitpunkt seines ersten Verbrechens ein junger Mann von ungefähr 27 Jahren. 71% der Serienmörder begehen ihr erstes Verbrechen vor dem 30 Lebensjahr. Im Gegensatz zur Gesamtheit aller Mörder ist er Weißer (zu 83 %) und greift, sofern er heterosexuell ist, vorwiegend Frauen an. Er ist in der Regel sehr intelligent. Nach den neusten Studien des FBI bewegt sich sein Intelligenzquotient um die 110, der der Serienvergewaltiger liegt mit 120 noch höher. Der Durchschnitt der nichtkriminellen Bevölkerung liegt bei etwa 100. Das Verbrechen wird von dem Mörder als eine Art Ritual gesehen. Diese Menschen haben Angst vor ihrer Sexualität und können nur zum Höhepunkt gelangen, wenn ihre Opfer vollkommen machtlos, ohnmächtig oder tot sind. Die meisten Serienmörder sind laut Psychiatern weder schizophren, verspinnen sich nicht in Wahnwelten, verlieren nie den Kontakt zur Wirklichkeit, noch geraten sie außer Kontrolle. Sie sind äußerst sadistisch und behandeln ihre Opfer mit äußerster Brutalität. Allen Serienmördern ist gemein: Mit ihrem ersten Mord begeben sie sich auf eine verhängnisvolle Talfahrt, die nicht mehr aufzuhalten ist. Denn die Tat hinkt immer hinter den Phantasien her, die die Täter umtreiben. So viel sie auch quälen und morden - sie kommen nie zu dem erträumten und erhofften Genuss. Und darum töten sie wieder und wieder... Der wahre Grund, warum Serienmörder sich immer wieder dem grausigen Nervenkitzel eines schauerlichen Mordes hingeben, scheint in ihrer Unfähigkeit zu liegen, Gefühle zu haben. Erst eine so entsetzliche Tat wie ein eigenhändig verübter Lustmord gibt ihnen das Empfinden, dass sie leben. Dafür müssen ihre Opfer sterben. Serienmörder können auf keine Art und Weise geheilt werden, weder durch Psychiater noch sonst irgendwie. Die Rückfälligkeit dieser Personen ist nach deren Entlassung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewiss. Diese traurige Realität bringt der Autor überwältigend gut an. Das Buch ist mehr als nur eine kurzweilige, den Abend füllende Lektür, wie es hier leider schon ausgesagt wurde.

Diese Rezension von Jugend-themenguide.de fanden 10 von 13 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Für Krimifans durch und durch empfehlenswert

Warum töten Menschen andere Menschen? Eifersucht, Habgier und Rache sind nur einige der Motive...

In Andreas Franz neustem Krimi wird der Täter von einer anderen Kraft angetrieben: Serienkiller Butcher hasst einfach alles - und zwar seit er denken kann. Bei der Wahl seiner Opfer ist er nicht zimperlich: Er tötet jeden, der ihm im falschen Augenblick über den Weg läuft und verstreut die Leichen in ganz Deutschland.

Gerade weil es so wenig Gemeinsamkeiten zwischen den Morden gibt, konnte die Polizei lange Zeit keine Verbindung zwischen den Taten herstellen. Doch als zwei Morde am gleichen Ort geschehen, wird Hauptkommissar Sören Henning stutzig. Er stellt eigene Nachforschungen an und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Sollte es tatsächlich einen Killer geben, der innerhalb der letzen Jahre wahllos über vierzig Menschen getötet hat? Und warum ist er nun auf einmal so unvorsichtig?

Andreas Franz beschreibt auf knapp 460 Seiten, wie die Polizei die Ermittlungen aufnimmt und dabei das Grauen seinen Lauf nimmt. Er erzählt abwechselnd aus Sicht des Täters und aus Sicht der Polizei, so dass man einen umfassenden Überblick erhält. Im Gegenteil zu vielen anderen Krimis rückt die Beschreibung der Taten dabei in den Hintergrund. Es geht viel mehr um die psychologischen Hintergründe und um die Zwickmühle, in der sich der Täter befindet und aus der er nicht mehr heraus kommt.

Wie schon in seinen anderen Büchern versteht der Autor Spannung aufzubauen und auch zu halten. Dennoch wirken einige Stellen des Romans leicht klischeehaft und vorhersehbar. Trotzdem ist "Unsichtbare Spuren" ein sehr fesselndes und zum Teil auch etwas unheimliches Buch, das sich mit den tiefsten, menschlichen Abgründen beschäftigt. Für Krimifans sicherlich durch und durch empfehlenswert!

Unsichtbare Spuren

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