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LIBIDISSI ist der Name einer phantastischen orientalischen Stadt, in der der deutsche Geheimagent Spaik und seine einheimische Adoptivtochter Lieschen leben. Als aus Spaiks alter Heimat Bosheit und Vernichtungslust nach ihnen greifen, setzen sich der Agent und das Mädchen mit den Geheimnissen Libidissis, aber auch mit alten europäischen Tugenden gegen ihre Verfolger, ein selbstverliebtes Killerpärchen, zur Wehr.
Ein tolles Buch von einem genialen AutorLibiDissi ist seltsam. Hätte ich nicht schon Barbar Rosa gelesen, würde ich sogar behaupten: das seltsamste Buch, dass ich jemals gelesen habe. Zwar behauptet der Klappentext hartnäckig, es handele sich um einen Agentenroman, aber auch über Barbar Rosa sagt man, es sei eine Detektivgeschichte, und beides geht hoffnungslos an den Romanen vorbei: Was Georg Klein zu bieten hat ist keine spannende Geschichte, überraschende Wendungen, coole Hauptfiguren - seine von latenter Homosexualität durchzogenen Millieus lassen eher etwas von den Kranken Universen eines David Cronenberg ahnen und dann dazu: diese Sprache! diese unglaubliche Hochsprache, wo jedes Wort sitzt, jeder Satz ist ein kleines Kunstwerk, und aus diesen Kunstwerken baut Klein Kapitel, die einen hineinziehen in eine merkwürdige Atmosphäre, die einen faszinieren und abstossen und die eines deutlich machen: Deutschland hat wieder einen ganz großen Schriftsteller. Auch in 100 Jahren wird man sich an LiBiDissi und Barbar Rosa noch mit Vergnügen die Zähne ausbeißen.
wirr, ausdrucksstark und voller versteckter anspielungenINHALTIn Georg Kleins Debütroman geht es um den deutschen Agenten Spaik der sich in der fernen Stadt Libidissi befindet und auf seine Ablösung wartet. In der Stadt Libidissi deren Kern von besseren Vororten, Wellblech- und Zeltsiedlungen sowie bewohnten Müllhalden umgeben ist herrscht sehr grosses Elend. Die Stadt ist gebeutelt durch die Inflation und der Verkehr ist eine reine Katastrophe.
Das Einheimischen Getränk heisst Suleika Cola. Es ist Alkohol aus Stutenmilch die in Schlacht Kälber Därmen vergoren wird. Durch schütteln gerinnt Suleika zu einem weissen Brei aus der sich nach längerer Zeit eine Paste absetzt die man als Schweine Futter verwendet. Übrig bleibt eine weisse Brühe die nach einem Jahr Fasslagerung zur Grundlage des übelsten einheimischen Mixgetränkes Suleika Cola wird. Die Sprache in Libidissi ist Piddi-Piddi,das ist so eine Art stark vereinfachtes Englisch. In Libidissi gibt es auch mehrere Minderheiten und auch eine Art Sekte. Sie nennen sich selbst die Gahisten. Seit dem Massenselbstmord im Stadion von Libidissi sind die meisten Gahisten tot allerdings gibt es immer noch viele Anhänger und Splittergruppierungen.
Der dt. Agent Spaik der schon nach vielen Dienstjahren verfettet ist, und außerdem tablettensüchtig ist und schweres Augenleiden hat, also reif für die Ablösung wartet am Flughafen von Libidissi auf seinen Nachfolger. Es kommt zu einer ereignisreichen Hetzjagd.Es ist ein wirres Buch, voller versteckter Anspielungen; so ausdrucksstark erzählt, dass es wie ein Film wirkt. Um es zu begreifen, sollte man sich intensiver mit "Libidissi" beschäftigen. Georg Kleins Art zu schreiben hat etwas von Kafka.Das Buch selbst verweigert sich einer schlüssigen Interpretation. In diesem Fall geht der Autor nicht von einem gewissen Problem aus. Klein hat in das Buch innere Bilder, Handlungsmuster und Phantasiefiguren miteingearbeitet die ihn dauerhaft reizten. Er will den Leser dazu bringen selbst parallelen zu den aktuellen Ereignissen zu ziehen. Zum Beispiel ist Libidissi zwischen 1995 und 1997 entstanden aber der Funke zu aktuellen Ereignissen springt ohne weiteres über. Gewalt und Medien, Rassismus, Geschlechterkampf und der Zusammenprall der Kulturen werden in Libidissi sehr anschaulich verdeutlicht.Selbst wenn einem solche Romane normalerweise nicht gefallen; es ist schon Wert Libidissi allein wegen seiner fantastischen Sprache zu lesen
200 seiten literarisches Konzentrattolle sprache, jeder satz sitzt perfekt, kein wort zuviel, konzentration ist erforderlich - fast wie bei lyrik; die spannung ist durch den anspruchsvoll rätselhafen aufbau etwas versickert; irreführender klappentext, mit john le carre hat klein (gottseidank) nichts gemein, wer reine spannungslektüre / agentenstory lesen will, ist besser bei den einschlägigen autoren aufgehoben (Empfehlungen dazu: Glen Meade - Der Schneewolf; Lionel Davidson - Der Rabe; Frederic Forsyth - Das schwarze Manifest).
Vom sinnvollen Umgang mit Zeit und GeldIch habe die ersten 40 Seiten gelesen. Anschließend habe ich das Buch in den Mülleimer geworfen.
no suspenseDas Buch finde ich überbewertet. Spannung kommt, wenn überhaupt, erst ganz am Schluß auf. Es entsteht der Eindruck, dass der Autor gar nicht erzählen will, sondern muss. Erstaunlich, dass solch ein Buch einen Preis erhält.
Brockhaus-1911: Klein [5] · Klein-Paris · Klein-Popo · Klein [4] · Klein · Klein [2] · Klein [3]
DamenConvLex-1834: Klein, Bernhard
Eisler-1912: Klein, Georg Michael
Herder-1854: Klein [3] · Klein [2] · Klein [1]
Lueger-1904: Klein Regal · Klein Median · Klein Elefant
Meyers-1905: Klein-Mekka · Klein-Paris · Klein-Kokelburg · Klein-Krotzenburg · Klein-Pest · Klein-Steinheim · Klein-Zeben · Klein-Popo · Klein-Räschen · Klein-Heiligenwald · Klein-Aruscha · Klein-Auheim · Klein [1] · Klein [2] · Klein-Dievenow · Klein-Flottbek · Klein-Gemeinden · Klein-Dombrowka · Klein-Eislingen
Pagel-1901: Klein, Salomon · Klein, Salomon · Klein, Adolf
Pataky-1898: Klein, Marie · Klein, Margareta · Klein, Pauline · Klein, Antonie · Nisle-Klein, Frau Charlotte · Klein, Katharina · Klein, Frau Anna · Klein, Adele · Klein, Frl. Anna · Klein, Ida · Klein, Frl. Katharina