Cohn, Willy

Kein Recht, nirgends, 2 Bde.

Kein Recht, nirgends, 2 Bde.
  • Verlag: Böhlau
  • Erscheinungsdatum: 2007-01
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 1121
  • ISBN: 3412329053
  • EAN: 9783412329051
  • Amazon.de Verkaufsrang: 457.924
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Beschreibung von buecher.de

Der Breslauer Historiker Willy Cohn ist der wichtigste Autor seiner Generation für das jüdische Breslau. Er kannte die Stadt und die jüdische Gemeinde wie kaum ein zweiter. Mit seinen hier vorgelegten Tagebüchern, die er von 1933 bis zu seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten 1941 heimlich führte, liegt erstmals ein umfassender Augenzeugenbericht über den Untergang der drittgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands vor. Eine Neuerscheinung ersten Ranges.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Günter Nawe fanden 4 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Chronist des Schreckens

Authentischer geht es nicht. Der Historiker, Publizist und Pädagoge Willy Cohn aus Breslau hat in seinem Tagebuch aus den Jahren 1933 bis 1941 die Schrecken der Zeit akribuisch festgehalten. Schließlich war er selbst und seine Familie als Juden davon betroffen: von der schleichenden Entrechtung der Juden, über die Nürnberger Rassegesetze, bis zu Reichsprogromnacht 1938 und bis zur Deportation und Ermordung in Litauen.

Cohn bemüht sich in seinen Aufzeichnungen, bei aller Betroffenheit über das geschehen, ein Höchstmaß an Objektivität zu wahren - und wirklich als Historiker zu beschreiben. Bis hin zur Verteidigung der Deutschen, die ihm und seinem Volk all das angetan haben. Trost findet Cohn im Gebet, im Glaube, im Engagement für seine Gemeinde.

Cohns Tagebücher sind ein eindrucksvolles Dokument, eine erschütterndes Zeitzeugnis, das den Leser auch heute noch tief ergreift.Neben Klemperer ist Cohn deshalb ein witerer wichtiger Chronist des Schreckens, des Leids, das den Juden angetan worden ist.

Es ist wahrscheinlich einmal mehr vergeblich, diese Tagbücher zur Pflichtlektüre in den Schulen zu machen. Dennoch einmal mehr dieser Aufruf. Denn was könnte jungen Menschen mehr über diese Zeit vermitteln als die Zeitzeugenschaft eines Willy Cohn.




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