Steinen, Ulrich von den

Unzufrieden mit dem Frieden?

Unzufrieden mit dem Frieden?
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
  • Erscheinungsdatum: 2006-04-01
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 211
  • ISBN: 3525623879
  • EAN: 9783525623879
  • Amazon.de Verkaufsrang: 777.658
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Beschreibung von buecher.de

Kirche zwischen Krieg und Frieden
Von den Steinen, langjähriger Militärdekan a.D., legt eine Programmschrift zur Militärseelsorge als Beitrag zu friedensethischem Nachdenken, Vordenken und Umdenken vor.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Andrea Cattarius fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Friedensethik

Kommentar zu

Ulrich von den Steinen

„Unzufrieden mit dem Frieden? Militärseelsorge und Verantwortungsethik“

Göttingen 2006

Je länger ich das Buch gelesen habe, desto interessanter fand ich es: Gedanklich differenziert, sachlich und sprachlich konkret, thematisch facettenreich führt Ulrich von den Steinen aus, was heute Soldaten und Militärgeistliche im Rahmen ihrer vorwiegend weltweiten Einsätze wissen sollten. Es geht um die alten, aber immer aktuellen Fragen, ob und wie Christinnen/Christen den Einsatz von Soldaten unserer Bundeswehr verantworten und mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Dazu formuliert der Autor drei Kernthesen: 1. Unrecht zuzulassen, ist Unrecht, das Christenmenschen nicht zulassen dürfen. 2. Dem Unrechthandelnden ist zu widerstehen, dem Unrechtleidenden beizustehen. 3. Wer töten/morden will, muss daran gehindert werden; wer das unterlässt, macht sich zum Komplizen des Gewaltverbrechers.“

In immer neuen Anläufen konfrontiert der Autor den christlichen Glauben mit dem Friedens- und Schutzauftrag der Soldaten der Bundeswehr in konfliktreicher Zeit. Vor dem Hintergrund, dass der Mensch gut und böse gleichermaßen ist, kritisiert er das oftmalige Wunschdenken vieler kirchlicher Verlautbarungen zur Friedensethik. Ferner stellt der Theologe sich den aktuellen Herausforderungen des internationalen Terrorismus und zeigt mögliche Wege des politischen und/oder militärischen Umgangs mit asymmetrischer Gewalt auf. Denn eine herkömmliche Friedenssicherung, die vor-wiegend auf Eindämmung und Abschreckung beruht, beherrscht das „Phänomen Terrorismus“ nicht. Von den Steinen legt eine Programmschrift vor, die ich bislang in Theologie und Kirche vergeblich gesucht habe.

Wer an friedensethischen Fragen sowie am weltweiten Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten interessiert ist, findet nicht nur überzeugende Antworten, sondern auch eine spannende, wichtige Lektüre vor.

Unzufrieden mit dem Frieden?



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