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Sie haben sich getäuscht! Mit zwei neuen Kapiteln schließt die erweiterte Neuausgabe von »Die Gelehrten der Scheibenwelt« alle Wissenslücken vom Urknall bis zum Internet. Die aktualisierte Ausgabe mit neuem Cover von Terry Pratchetts beliebtem Zeichner Paul Kidby ist ein Muss für alle Scheibenwelt-Fans!
Rincewind, Lügen und das UniversumSeit Hoimar von Ditfurth in den 70ern seine populärwissenschaftlichen Bücher schrieb, habe ich kein Buch mehr gefunden, das Wissenschaft auf vergleichbar klare und fesselnde Weise beschreibt. Und wenn ich darüber nachdenke, wann ich beim Lesen eines Buches zuletzt so viel Spaß hatte.
Nun ... beim letzten Terry Pratchett Buch.Lassen Sie sich zum Nachdenken anregen von fast ungefährlichen thaumischen Experimenten.
Lachen Sie mit Ian Stewart und Jack Cohen, wenn Ihre Lehrer als Lügner entlarvt werden.
Lernen Sie, dass die Wissenschaft uns kein Abbild der Realität bieten kann und zittern Sie mit Rincewind, wenn er einen Weltuntergang überlebt.Sollten Sie Pratchett-Fan sein, kaufen Sie dieses Buch und stellen es zu den anderen ins Regal, damit man sieht, dass Sie ... äh ... Pratchett-Fan sind und damit endlich etwas gegen das Ozonloch gemacht wird.
Sollten Sie ein naturwissenschaftlich interessierter Mensch sein, dann lesen Sie dieses mitreißende Ping-Pong Spiel zwischen gesundem Zaubererverstand und der Magie unserer Rundwelt-Wissenschaft. Am Ende werden Sie völlige Klarheit über die Funktionsweise unserer Welt erlangt haben. Allerdings könnte es sein, dass Sie nicht mehr an ihre Existenz glauben.2 Sterne für die Teamarbeit, 2 Sterne für den Lesespaß und 2 für den pädagogischen Wert. Macht insgesamt ... also ... ca. ... fünf.
Wissenschaft unterhaltsamAls Terry Pratchett noch unbekannter war, stand auf seinen Büchern immer "Der Douglas Adams der Fantasy", und mit vorliegendem Buch, das eigentlich bereits 1998 veröffentlicht wurde, bekräftigt er die Parallelen. Analog zu Adams "Die letzten Ihrer Art", einem Buch über Reisen zu vom Aussterben bedrohten Tierarten, das bei aller Melancholie und Wut über die scheinbare Willkür der Menschen dank Adams unnachahmlichem Stil immer wieder zum lachen anregt, erklärt Pratchett unter Zuhilfenahme zweier Wissenschaftler unser Universum anhand der Scheibenwelt, um die Ähnlichkeiten von Physik und Magie deutlich zu machen.Unnachahmlich vielleicht, aber nicht einzigartig, denn es stimmt schon, dass man die Bücher von Adams und Pratchett auch lesen und genießen kann, wenn man sich weder für Science Fiction noch Fantasy interessiert - ganz einfach, weil sie sehr gut geschrieben sind. Beide sind sprachlich und humoristisch besonders begabt und zusätzlich auch noch äußerst einfallsreich.Der Auftrag also ist hehr: die Erklärung unseres Universums anhand der Scheibenwelt. Die Zauberer bauen auf dem Squashplatz der Unsichtbaren Universität einen Atomreaktor und erschaffen eine Rundwelt, die sie beeinflussen und beobachten. In abwechselnden Kapiteln wird zwischen der UU und der Hier-Welt hin- und hergesprungen. Begonnen wird bei Atom- und Quantenphysik, über Relativitäts- und Urknalltheorie, Evolution und Darwinismus landet man bei der Zukunft der Menschheit. Mit vielen falschen Allgemeinplätzen wird aufgeräumt, man bekommt eine Menge philosophischer Denkansätze ("Die Religion der Scheibenwelt" war als Titel zunächst angedacht) und, was zu erwarten war, muß diverse Male laut lachen.Selbst, wenn man als GEO-Leser schon viel weiß, bekommt man viele Begebenheiten in ihrem Zusammenhang erklärt, beispielsweise dass Revolutionen unter anderem eine Folge des Buchdrucks waren - Herrscher konnten endlich auf die Gesetze, die sie niederschrieben, veröffentlichten, vervielfältigten und selber brachen, festgenagelt werden.Das Themenspektrum ist breit, der Unterhaltungsfaktor hoch, aber man muß schon ein gewisses Interesse für Forschung, Wissenschaft, Geschichte und Technik mitbringen, wenn man sich an dieses Buch wagt - die Passagen, die in der Unsichtbaren Universität spielen, ohne die erklärenden Kapitel zu lesen, funktioniert nämlich nicht.
Achtung, nicht nur ScheibenweltNatürlich habe ich vor dem Kauf nicht eine einzige Rezension gelesen, sonst hätte ich das Buch wohl nicht gekauft. Es ist nämlich kein Scheibenweltroman, wie die anderen. Wer nur über die Scheibenwelt lesen will, der muss zwischendrin immer wieder kapitelweise die Rundwelt überspringen.Glücklichweise habe ich es mir gekauft. Und schon vorne steht drin: Technik ist gut, wenn sie so funktioniert, als wäre sie Magie.Es ist eine witzige und unterhaltsame Beschreibung der Rundwelt-Physik. Sehr genau, sehr genial und irre lehrreich. Allerdings in dem Zuge auch etwas stressig, denn seinen Kopf sollte man schon anstrengen.Ich empfehle das Buch allen Physik- und ähnlichen Lehrern und Professoren, um mit Zitaten daraus ihren Unterricht aufzulockern und anschaulich darzustellen.
Pratchett einmal andersInhalt: In der Scheibenwelt, genauer gesagt in der unsichtbaren Universität, misslingt ein Experiment indem Magie in Wärme verwandelt werden sollte. Die Folge ist ein dynamisches Modell unserer Rundwelt. Man erlebt mit den Scheibenweltler die Entstehung unseres Alls und in weiterer Folge der Planeten, bis hin zum Internet. Dabei laufen immer zwei Ereignisse parallel. Einerseits die Analyse der Scheibenweltler mit ihren Einstellungen, wobei ihnen alles ein bisschen komisch vorkommt, schließlich ist dort weder eine Schildkröte noch Narrativum). Andererseits die wissenschaftliche Analyse, die sehr genau und plausibel beschreibt, wie sich alles abgespielt hat und vor allem WARUM. Meinung: Dieses Scheibenwelt- Roman unterscheidet sich sehr stark von den anderen. Die Wissenschaftlichenerklärungen erfordern doch einiges an Aufmerksamkeit und Konzentration. Man kann diesen Roman nicht so einfach zur Berieselung lesen, man sollt sich dafür Zeit nehmen. Es stecken viele Erkenntnisse in diesem Roman, man könnte ihn fast als ein Fachbuch bezeichnen. Die Analyse der Scheibenweltler ist aber dafür im klasschen Stil geschrieben: Lustig, Skurril und Treffend.
Man sollte sich diesen Roman dann kaufen, wenn man Interesse (neben der Scheibenwelt) in der Entstehungsgeschichte hat mit starken chemischen und physikalischen Einflüssen.
Populärwissenschaftliche NaturwissenschaftDer Scheibenweltzyklus hat einen großen Fananteil im Bereich der jungen "Intellektuellen", oftmals Naturwissenschaftler. Was liegt also näher, als ein populärwissenschaftliches Buch über Naturwissenschaften zu schreiben und Motive der Scheibenwelt einzubringen?
Dieses Buch ist das optimale Geschenk für alle Scheibenwelt-Fans, die zufällig auch Physik-, Mathe- oder Chemie Studenten sind. Die Autoren sind alte Bekannte im Bereich der Populärwissenschaft (z.B. Beiträge in Spektrum der Wissenschaft).
Thematisiert wird ein wenig Entwicklungsgeschichte der Erde (Urknall, Elemententstehung, Überblick über Elemente, Radioaktivität...), das Ganze wird garniert mit Scheibenwelt ähnlichen Scherzen und Motiven. Die eigentliche Handlung, die sich um die Magiuniversität dreht, ist eigentlich nur Mittel zum Zweck und reine Nebensache.
Leider bewegt sich der wissenschaftliche Anteil auf einem recht niedrigen Niveau (Oberstufe bis Vordiplom), so dass bei wirklichen Experten schnell Langeweile aufkommt.
Achtung: Das Buch ist kein Scheibenwelt-Roman, sondern benutzt nur die Scheibenwelt als Schauplatz. Auch Leser, die nichts mit Naturwissenschaft anfangen können, sollten Abstand halten.