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Nirgendwo auf der Welt ist es so schön wie im Möwenweg, findet Tara. Hier ist sie vor kurzem mit ihren Eltern und den beiden nervigen Brüdern Petja und Maus eingezogen - in eine neu gebaute Reihenhauszeile. Die Nachbarn sind fast alle nett, besonders Opa und Oma Kleefeld. Und das Beste ist, dass es im Möwenweg so viele Kinder gibt: Da sind Fritzi und Jul, Vincent und Laurin. Und natürlich Tieneke, die genauso alt ist wie Tara und die allerbeste Freundin, die man sich wünschen kann. Zum Glück ist der Möwenweg noch nicht asphaltiert, sondern immer noch Baustraße, so dass man dort auf Entdeckungsjagd gehen und Schlammwüste spielen kann. Die Wiesen und Felder, die gleich hinter den Gärten anfangen, sind der beste Ort zum Picknicken und Zelten. Und bei so vielen Kindern muss man natürlich auch eine Bande gründen. Die geht schon bald auf Verbrecherjagd im Möwenweg ...
Der Titel wird so manchem Erwachsenen und vor allem den Kindern bekannt vorkommen. Er klingt ein wenig nach Astrid Lindgrens Wir Kinder aus Bullerbü. Und tatsächlich findet sich ein Vergleich dazu auf dem Rücken des Einbandes. Wer die Kinderbücher der schwedischen Erfolgsautorin kennt, wird Ähnlichkeiten im Schreibstil Kirsten Boies entdecken. Auch die promovierte Kinderbuchautorin lässt ein Kind, genau genommen die achtjährige Tara, ihre Abenteuer erzählen. Ihre Sprache ist die eines Mädchens, das sich weder als Kindergartenkind noch als erwachsen sieht. Und Letzteres will Tara auch noch gar nicht sein. Ihre Aufregung liegt darin begründet, dass sie gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern in ein neues Reihenhaus zieht. Möwenweg heißt die neue Straße, in der Tara ihre Abenteuer erlebt. Sechs Häuser gehören zu der Reihenhaus-Siedlung und zum Glück findet das aufgeweckte Mädchen ausreichend Spielkameraden. Die Autorin stattet ihre Hauptdarstellerin mit beinahe feministischen Zügen aus, denn Tara hält Jungen für doof und wünscht sich ganz viele andere Mädchen zum Spielen. Der Blickwinkel der Erzählung ist immer der eines achtjährigen Kindes. Sowohl Sprache als auch die Verarbeitung von neuen Eindrücken und die Einschätzung unbekannter Menschen sind 'kindgerecht' wiedergegeben. Und das ist kein Zufall. Die Verfasserin war als Lehrerin an einer Gesamtschule und an einem Gymnasium tätig. Für ihre Bücher, die in 16 Sprachen übersetzt wurden, erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Allen Kindern, vor allem aber den Mädchen sei die Geschichte von Tara, ihren Brüdern Petja und Maus sowie ihrer besten Freundin Tieneke ans Herz gelegt. Erlebt mit, wie Tara und ihre Freunde Limonade verkaufen, zum Schwimmen gehen oder eine Bande gründen wollen. --Corinna S. Heyn
erfrischende Geschichte a la BullerbüWir haben alle drei Bücher vom "Möwenweg" und ohne Zweifel drängt sich der Vergleich zu Astrid Lindgrens Klassiker Bullerbü auf. Wieder sind die Hauptdarsteller Kinder aus mehreren Familien, die jetzt nicht in einem kleinen schwedischen Dorf, sondern in einer Reihenhaussiedlung leben. Aber im Gegensatz zu den vorherigen Kritiken fanden wir die Geschichten schön und haben die Bücher gerne gelesen. Natürlich wird das Leben in einer Reihenhaussiedlung etwas verherrlicht, aber wir haben auch viele Aspekte unseres täglichen Lebens wiedererkannt. Uns hat die moderner Sprache auch gut gefallen. A. Lindgrens Bücher sind immer wunderschön, ich habe sie gerne gelesen und meine Töchtern (9 und 6 Jahre alt) mochten sie auch. Aber unsere Kinder fanden sich viel mehr am Möwenweg als in Bullerbü wieder, weil dort das Leben geschildert wird, wie sie es kennen mit Grillfesten im Garten, Kindergeburtstagen und alltäglichen Schulgeschichten. Ihnen sind die Astrid Lindgren Bücher manchmal schon zu "nostalgisch".
Alles in allem: empfehlenswert.
Das große Abenteuer UmzugFür Kinder kann es ein Albtraum sein, die gewohnte Umgebung aufgeben zu müssen, "nur" weil die Eltern umziehen. Aber es kann auch das ganz große Abenteuer sein. Tara, Hauptfigur aus "Wir Kinder aus dem Möwenweg" zieht mit ihren Eltern und den beiden Brüdern Petja und Maus in ein neues Reihenhaus. Schnell freundet sie sich mit den anderen Kindern an, die ebenfalls in den Möwenweg ziehen. Und während die Eltern Zäune setzen, Rasen sähen und ein Sommerfest vorbereiten, erobert sich die Gruppe der 8 Kinder die neue Umgebung. Da gibt es die Prototypen der unausstehlichen, kinderfeindlichen Nachbarn ebenso, wie die netten älteren Herrschaften nebenan. Auch die alleinerziehende Mutter und der dazugehörige Vater, der seine Söhne Vincent und Laurin zum Ausflug in den Zoo abholt, fehlen nicht. Kirsten Boie erzählt aus der Sicht von Tara. Da ist es nicht weiter verwunderlich, das es zu einem Gemenge stereotyper Figuren kommt. Sie erscheinen etwas klischeehaft, aber so werden die Erwachsenen von den Kindern wohl wahrgenommen. Richtig spannend ist das Buch nicht, aber das ist auch seine Stärke: Es ist nicht mehr als der Alltag, der geschildert wird, aber eben auch nicht weniger - und das ist aufregend genug.
Ein super Kinderbuch zum VorlesenWir haben uns gleich nach dem ersten Buch alle weiteren Bücher von diesen supertollen Geschichten gekauft. Meine Tochter (6 Jahre) liebt die Geschichten, sie sind spannend und lustig erzählt. Wir haben uns manch ein Mal schlapp gelacht. Alle Figuren sind so gut dargestellt, dass man richtig mitleben kann.
Wir haben eine ähnliche Wohnsituation und Nachbarn, so dass wir sehr oft Parallelen ziehen können. Dies gefällt uns besonders gut.
Wir haben den nächsten Band schon vorbestellt und können es kaum erwarten.
Auch ich als Vorleserin fiebere abends schon auf das Buch hin. Es gab in keinem Band eine langweilige Stelle. Im Moment warten wir auf das Buch, welches im Oktober erscheint und lesen gerade andere Bücher, aber die Geschichten und Figuren vom Möwenweg fehlen uns sehr.
Wir können das Buch sehr weiterempfehlen, gerade zum Vorlesen da haben Groß und Klein was zum Lachen.
Viel Spaß!!!
(Vor-)LesespaßMeiner Tochter und mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Natürlich erinnert das Buch an die Geschichten von Astrid Lindgren, aber "Die Kinder aus der Krachmacherstraße" sind eben schon in die Tage gekommen. Die Autorin hat Kindern auf den Mund geschaut und ansprechend geschrieben, sodass sich meine Tochter (8) gut mit der Hauptperson identifizieren konnte. Meine Tochter hat laut gelacht, viele Teile der Handlung kommentiert und überlegt jetzt, ob sie lieber Bücher von Cornelia Funke oder Kirsten Boie mag. Die sehr schönen Illustrationen tragen ihren Teil zum Lesevergnügen bei.
Das erste von 4 wunderschönen BüchernWer Astrid Lindgrens Bullerbü Bücher mag, wird auch diese Bücher mögen und mit diesem sollte man anfangen (Wir haben mit dem Sommer im Möwenweg angefangen, was aber auch nicht schlimm ist). Die Geschichten sind sehr aus dem Leben der Kinder gegriffen und unsere Tochter (9) fand alle 4 toll, d.h. an dem 4. (Weihnachten im Möwenweg) lesen wir gerade erst, weil wir uns das für die Vorweihnachtszeit aufheben wollten, aber es ist genauso schön wie die anderen drei. Das Buch ist zwar aus der Sicht eines Mädchens geschrieben, aber eigentlich für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet. Sehr zu empfehlen....
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