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Ein viertel Jahrhundert nachdem der kleine Dave vor den Augen seiner Freunde Jimmy und Sean in ein Auto gezerrt und tagelang von pädophilen Triebtätern missbraucht wurde, kreuzen sich die Wege der Jugendfreunde unter tragischen Umständen erneut. Als die 19-jährige Tochter des Gangsters Jimmy ermordet wird, übernimmt Sean als Ermittler den Fall. Schnell stellt sich heraus, dass der seit seiner Entführung verstörte Dave, der das Opfer am Todesabend noch sah, einiges zu verbergen hat. Da sieht Jimmy rot. Schuld und Sühne, Rache und Vergebung, Liebe und Hass - all das vermengt Kinoveteran Clint Eastwood ('Blood Work') nach Brian Helgelands ('L.A. Confidential') Drehbuch zu einem herausragenden Thriller. Durften auch Tim Robbins und Sean Penn die Oscars und Golden Globes mit nach Hause nehmen, sind es darstellerisch insbesondere die Frauen, Marcia Gay Harden ('Pollock') und Laura Linney ('Zwielicht'), die im Gedächtnis bleiben. Ein Meisterwerk, das zu Recht ein Blockbuster im Verleih werden wird.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Warner Home Mystic River - Single, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 17.03.06
Drückende Reise in die Abgründe des HerzensDer Film stammt von dem gleichnamigen Buch von Dennis Lehane. Es war Brian Helgeland, der dies in ein Drehbuch verfasste, doch dass dieser Film so einen Erfolg hatte, ist wohl am meisten Clint Eastwood zu verdanken, der diesmal nur hinter der Kamera gearbeitet hat (er kann natürlich auch beides, hinter und vor der Kamera, siehe sein größtes Meisterwerk: "Erbarmungslos"). Für dieses Projekt zog er eine Schauspielergarde zusammen, die es kaum so in Filmen gibt: Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Laurence Fishburne, Marcia Gay Harden und Laura Linney.Es handelt zu Anfang den drei Kindern Jimmy, Sean und Dave, die im Arbeiterviertel von Boston leben. Doch eines Nachmittags werden sie beim Spielen von zwei angeblichen Polizisten gestört, die wollen dass einer mit ihnen mitkommt, Dave steigt in das Auto und wird vier Tage lang missbraucht bis er endlich fliehen kann. Der Film springt nun in die Gegenwart, Jimmy (Sean Penn) ist jetzt ein Kioskverkäufer mit krimineller Vergangenheit, Sean (Kevin Bacon) ist Polizist und Dave (Tim Robbins) ist ein Gelegenheitsarbeiter, der nie über die schlimmen Geschehnisse hinweg gekommen ist. Alle drei führt der Mord an Jimmys 19-jährigen Tochter wieder zusammen, Sean ist nämlich ermittelnder Polizist und Dave sogar ein Tatverdächtigter. Nun liegt es an Sean und seinem Partner Sgt. Whitey (Laurence Fishburne), den Fall so schnell wie möglich aufzuklären, bevor ein Unglück geschieht.Es kristallisieren sich schnell zwei Vermutungen heraus, die eine bezieht sich auf Dave, an die Sgt. Whitey und sogar Dave's Frau glauben, oder der Umstand, dass mit der Waffe eines gewissen Ray Harris geschossen wurde, der schon längere Zeit verschwunden ist, aber wessen Sohn der heimliche Freund von Jimmy's Tochter war. Nun fiebert der Zuschauer mit allen Protagonisten mit, endlich die Auflösungn zu erfahren. Doch Das Ende ist so überraschend, so ergreifend, so schrecklich, so hollywooduntypisch, dass die Nerven dermaßen auf die Probe gestellt werden, dass man sich wirklich fragen muss, ob man das jemanden überhaupt zutrauen darf. Es kommt einem vor, als würde man mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf getroffen, was auch sehr viel dem Endschnitt zu verdanken ist, der die Ereignisse sehr verdichtet. Insgesamt ist die Stimmung, die Atmosphäre nur düster gehalten, was sich sehr auf das Bostoner Arbeiterviertel bezieht. In dem Filmgibt es kaum Gewalt, sie erscheint nur in Form der Selbstjustiz von Jimmy.Jetzt zu dem größten und wichtigsten Punkt des ganzen Films: die Schauspielerleistungen. Eigentlich könnte man alle einfach mit einem Wort beschreiben: perfekt. Doch man muss doch auf die Personen eingehen, um sie wirklich anerkennen zu können. Die größten Leistungen kommen von Sean Penn und Tim Robbins, die für ihre Leistungen auch mit dem Oscar gekrönt wurden (Sean Penn: Bester Hauptdarsteller, Tim Robbins: Bester Nebendarsteller). Sean Penn hatte natürlich die schwerste Rolle, er musste einen gebrochenen Vater, der so gut wie möglich seine Gefühle verbergen will und sie doch an manchen Stellen in voller Ladung ablässt. Doch er hat die Aufgabe meisterlich geschafft, und der große Hollywood-Rebell gab seine beste Leistung in seiner ganzen Karriere ab. Das gleiche gilt für Tim Robbins, dessen Rolle auch sehr schwer war, er musste einen Mann spielen, der seit seinem Missbrauch ein anderer Mann ist, er ist nicht mehr Dave, nicht mehr der, den er eigentlich spielen müsste. Das klingt schwierig und ist es auch. Doch Robbins schafft das und hat damit auch seine beste Leistung abgegeben. Die Rolle für Kevin Bacon war eine ganz andere, er musste einen Polizisten spielen, der bei einer Ermittlung gefühlskalt bleiben muss, bei der die Tochter eines Freundes getötet worden ist und dabei ein weiterer Freund verdächtigt wird. Dabei wird er noch von seiner ihn verlassenden Frau angerufen, die bei jedem Telefonat nichts sagt, sondern einfach nur schweigt bis Sean auflegt. Außerdem ist er es mit Laurence Fishburne, die die Geschichte tragen, so komisch es auch klingen mag (sie werden als 3. und 4. genannt und sind Nebendarsteller!), da sie die Ermittlungen leiten und der Zuschauer auch nur auf ihrem Stand ist. Weiter spielen auch Laura Linney als die Frau von Jimmy und Marcia Gay Harden als die Frau von Dave sehr gut. Der Film hat auch zwei Entdeckungen preisgegeben: zum ersten Emmy Rossum als die getötete Tochter von Jimmy, die ihren Durchbruch mit "Das Phantom der Oper" machte, und Jonathan Togo als Jimmy's Angestellter Pete, der nun als Ermittler bei "CSI:Miami" arbeitet. Zum Schluss wäre noch eine Überraschung zu nennen, die wohl nur dem gekonnten Auge in den Blick fällt: der in den 60ern berühmte Eli Wallach, der mit Clint Eastwood und Sergio Leone einen der besten Western aller Zeiten gedreht hatte ("Zwei glorreiche Halunken") als Liquor-Store-Besitzer Mr. Loonie."Mystic River" ist ein am Abgrund angelegtes Meisterwerk mit einem erschreckendem Ende, über das noch viele reden werden, positiv und negativ. Es bezeichnet endlich wieder den Film als Lehrstunde über das Herz und dessen Abgründe. Vielleicht war es ein schlechtes Timing, mit Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs an der Oscar-Verleihung teilzunehmen (zurecht 11 Oscars, darunter Bester Film und Beste Regie), trotzdem sollte man hoffen, dass noch viele auf diesen Film aufmerksam werden, denn es ist einer der wichtigsten überhaupt.
Was für eine EnttäuschungGeblendet von der überragenden Bewertung und lobenden Rezensionen anderer Käufer haben wir uns den Film "Mystic River" bestellt. Insbesondere die Aussage "der bessere Sleepers" hat es uns angetan, hatte uns doch schon jenes Machwerk besonders überzeugt.
Unserer Meinung nach ist dieser Film einfach nur schlecht und nicht im Geringsten mit "Sleepers" vergleichbar: Die Figuren sind so gut wie gar nicht entwickelt, man kennt weder ihre genaueren Hintergründe, noch ihren Charakter, kann ihr Umfeld gut einschätzen oder sich generell in die Figuren hineinfühlen. Der Thematik der drei Freunde mit schwieriger Jugend und schrecklichem Drama (was eigentlich ja Grundpfeiler für die späteren Verhaltensweisen und Charaktere sein sollte) schenkt der Film gute fünf Minuten - so etwas empfinde ich als lächerlich. Spätere Ereignisse wie das abstruse Verschweigen einer beinahe-Heldentat (was dann zum Tod führt aufgrund falscher Verdächtigungen), das gewalttätige Verhalten eines Familienvaters (der im Knast war und zwei Gorillas zu beschöftigen scheint) gegenüber der Aussenwelt und das unmotivierte Verschonen eines zweifachen Mörders durch den Polizisten, der sich auch gar nicht mehr "Freund" nennt, wirken völlig sinnlos und unverständlich. Es gibt unbekannte Figuren, die gewichtige Kritik üben und dramaturgisch wirken wollen - man weiss aber nichts über sie oder woher sie kamen. Wenn ein leeres Auto mit einigen Blutspritzern irgendwo auf einer Strasse steht, verursacht dies ein immenses Polizeiaufgebot mit Hubschraubern und vielen Wagen, und sogleich wird nach einer Leiche gesucht, obschon noch niemand (nicht einmal die Eltern) so richtig vom Verschwinden der jungen Frau weiss. Die Tat an sich stellt sich auch als mehr oder minder unbegründet heraus.
Abgesehen von der Handlung ist die Kameraführung teilweise peinlich, und eine Art "schwarzer Vorhang" erinnert an Groschentheater. In diesem Film stimmt unserer Meinung nach einfach fast nichts, was zu einem ergreifenden Filmerlebnis führen könnte. Kauft "Sleepers".
Nach dem Ende des Films ersteinmal durchatmen,...,....denn es gilt für den Durchschnittsfilmegucker wie mich, die doch recht schwere Kost zu verdauen.
Nun, zunächst zum Positiven: in pucto Schauspielkunst (samt der Auswahl der Mimen) bewegt sich der Film auf hohem Niveau. Sean Penn, Kevin Bacon, Laurence Fishburne, Tim Robbins....alles großartige Schauspieler, welche ihren Charakteren wirklich Leben einhauchen. Sie machen ihre Sache ausnahmslos sehr gut; man kann regelrecht mitfühlen, wie die Charaktere leiden und warum sie entsprechend agieren.
Das war's aber auch schon, was positiv ausgelegt werden kann.
Denn man muss sich schon die Frage stellen, warum man dieses (ja, was ist es eigentlich) Drama(?) derartig langweilig und zäh konzipiert hat. Das problematische Grundthema (Kindesmißbrauch, Mord, Verfall einzelner Charaktere, pp.) muss nicht zwangsläufig in einen actiongeladenen Thriller münden. Allerdings ist die offensichtliche Intention, ein düsteres Filmklima zu schaffen dermaßen aus dem Ruder gelaufen, dass man spätestens nach 60 Minuten von derlei überzüchteten Dramadialogen und Depressionsaktionen leicht genervt ist.
Irgendwie, irgendwo geht es letztlich auch darum, einen Mord aufzuklären. Dieses Maß an Handlung (und vielleicht Spannung) wird jedoch nur allzu offensichtlich von der Bedeutungsschwangerschaft gedeckelt, welche die Einzelschicksale der miteinander verbundenen Lebenslinien der Protagonisten hervorruft. Es wirkt daher nicht selten alles langatmig.
Als Fazit bleibt, dass Mystic River weiß Gott kein schlechter Film ist. Die Schauspieler machen ihre Sache mehr als ordentlich und das düstere Grundthema wird ganz bestimmt einem Anspruch gerecht. Für eingefleischte Dramafans vielleicht. Oder Anspruchsfanatiker, die sich in etlichen Dialogen verlieren und zwischen den Wörtern lesen mögen. Allen anderen sei jedoch gesagt, dass sie sich mehr oder minder intensiv durch die Handlung des Filmes kämpfen müssen. Vielleicht werden sie belohnt, vielleicht auch nicht. Ich jedenfalls halte "Mystic River" für einen ehrlichen, jedoch oft zu langwierigen Versuch, eine schwierige Grundhandlung filmgerecht zu verpacken. Die Filmhandlung hätte sich ausschließlich als Buch z.B. vielleicht besser gemacht, da das Kopfkino wahrscheinlich unterhaltsamer gewesen wäre.
Mystic RiverErstmal zur Story :
Die 3 Freunde Jimmy, Dave und Sean sind zusammen in Boston aufgewachsen, bis sich ihr Wege voneinander trennten. Jahre später wird die Tochter von Jimmy getötet und die Ereignisse
bringen die Freunde wieder zusammen. Dave wird verdächtigt er habe sie getöten und Sean ist mittlerweile Polizist und ermittelt in dem Fall.Als ich über den Film gehört habe dachte ich mir das sei wieder einer dieser netten aber langatmigen Thriller.
Nun wo der Film so günstig zu haben ist, hab ich ihn mir gekauft.
Ich war begeistert. In dem ganzen Film kommt keine Langeweile auf, und die Emotionen werden so realistisch und intensiv rübergebracht wie man das selten sieht.
Die tragische Story wird gut vorangetrieben und die Protagonisten reagieren äußerst menschlich und nachfühlbar.Für jeden zu empfehlen der auf Thriller oder Dramen steht.
Mystic River behält sein GeheimnisInhaltlich wurde der Film ja bereits besprochen, das soll mich jedoch nicht davon abhalten, ein paar begeisterte Worte zu schreiben, denn ich habe den Film erst kürzlich gesehen und war genauso angetan wie ich es erwartet hatte. Extrem gute Schauspieler auf der einen, eine spannend entwickelte Handlung auf der anderen Seite lassen den Zuschauer bis zum Ende mitfiebern. Keine unnötigen Bilder (etwa der Gewalttaten) lenken ab und pushen den Film auf, nein, es sind die Bilder in den Familien und zwischen den ehemaligen Freunden, auf die es ankommt.
Es ist ein Drama mit vielen sozialen Aspekten. Von den drei Jugendfreunden ist einer Polizist, einer - ehemaliger Dieb und bereits im Gefängnis gewesen - ein Ladenbesitzer, der Dritte schlägt sich mit Gelegenheitsjobs und seiner schlimmen Vergangenheit herum. Diese so verschiedenen Lebensgeschichten bieten genügend Zündstoff, um sich an einem Mord zu entzünden und die Geschichte zur Explosion zu bringen.
Falls man den Film in Originalsprache sehen möchte, muss man sich etwas 'reinhören, denn es wird genuschelt und verschluckt, aber es gibt ja die Wahl der deutschen Untertitel.
Mir gefiel, was C. Eastwood in seinem Interview zum Film sagt: "a good old fashioned film", ohne technische Tricks und überflüssiges Drumherum, sondern solide Handarbeit, die Verständnis für die Geschichte beweist.