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Über 550 Filme von der Stummfilmzeit bis heute. Die Artikel informieren über Produktionsbedingungen, Form, Inhalt und Wirkung. Jedem Eintrag folgen Filmographien und Literaturangaben.
Viele Abbildungen, verschiedene Register und ein ausführliches Glossar verleiten zum Schmökern.
Ein Lexikon für Kinogänger und ausgewiesene Cineasten.
Mit über 40 neu aufgenommenen Filmen, darunter:
Being John Malkovich, BlackBox BRD, Breaking the Waves, Die fabelhafte Welt der Amelie, Fargo, Das Fest, Funny Games, Gegen die Wand, Good Bye Lenin, Hana-Bi, In the Mood for Love, Das Leben ist schön, Lola rennt, Matrix, Pulp Fiction, Titanic, Der Totmacher, Trainspotting, Die Unberührbare, Und täglich grüßt das Murmeltier.
Gehaltvolle Texte zu ca. 500 FilmenMit einer Beschränkung auf 500 Werke deckt das Metzler Film Lexikon nur einen winzigen Teil der cineastischen Vielfalt ab. Aber diese Beschränkung hat sich der Herausgeber ganz bewußt auferlegt. Er wollte lieber zu 500 guten Filmen auf jeweils einer guten Seite etwas Gehaltvolles sagen, als zu tausenden von Werken etwas Beliebiges. Diese Rechnung geht auf. Fünfhundert gute Filme, das heißt 500 Klassiker aus der Geschichte des internationalen Films. Das Lexikon ist dabei so international ausgelegt, daß wohl nur sehr große Kinoliebhaber sich darin auskennen, mit all den Beiträgen aus Spanien, der Sowjetunion, Japan und all den anderen Ländern (wobei die Deutschen Werke wohl immer noch überproportional vertreten sind). Nach den Filmtitel werden zunächst die wichtigsten Daten aufgelistet, wie u.a. Herkunftsland, Entstehungsjahr, Produktionsfirma, Filmlänge, Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller. Dann kommt ein ein-bis anderthalb-seitiger Artikel zu dem Film, wo auf technische Mittel, besondere Kunstgriffe, Reaktionen der Kritik und inhaltliche Fragen eingegangen wird, je nachdem, welches Thema gerade besonders interessant ist. Schließlich folgt eine Bibliographie. Der ganze Band wird noch abgerundet durch ein knappes Glossar zu Begriffen der Filmkunst und eine ausführliche Bibliographie sowie mehrere Register zur schnellen Orientierung im Buch. Gelegentliche Schwarz-Weiß-Fotos geben weitere Auskunft über einzelne Filme. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Klasse statt MasseMichael Töteberg versammelt in diesem Filmlexikon ca. 500 Filme, die auf irgendeine Art und Weise Filmgeschichte geschrieben haben. Dementsprechend beruht seine Auswahl nicht auf Kassenerfolg, Oscar- oder César-Ausbeute oder gar allgemeiner "Beliebtheit" (was immer darunter zu verstehen sein mag) eines Filmes, sondern auf Kriterien, deren Beurteilung mitunter mehr Fachwissen erfordert, als es auch der engagierteste Filmliebhaber mitbringen kann. Das freilich heißt nicht, dass man sich als völlig durchschnittlicher Kinogänger nicht für diese Kriterien interessieren könnte. Es geht im "Metzler Film Lexikon" nicht um akademische Diskussion. Es geht vielmehr um Filme, die das Medium in irgend einer Weise geprägt haben: Filme, die repräsentativ sind für bestimmte ästhetische Tendenzen oder technische Innovationen; Filme, die charakteristisch sind für das Schaffen berühmter Regisseure, Filme, die ein Genre geprägt oder weiterentwickelt haben -- oder auch Außenseiter, die mehr oder weniger erfolgreich wider den Mainstream-Stachel gelöckt haben. Vertreten sind Western ebenso wie Screwball-Komödien, Propagandafilme, Melodramen, Monumentalschinken und Gruselfilme, und vieles mehr. Dass man hier nicht seine sämtlichen Lieblingsfilme wiederfindet, liegt in der Natur der Sache -- aber das ist schließlich nicht Sinn der Übung.
Ein ehrgeiziges Ziel, das sich der Herausgeber da gesteckt hat. Um's gleich zu sagen: Er ist nicht gescheitert -- im Gegenteil!
Die quantitative Beschränkung bringt nämlich enormen qualitativen Zugewinn mit sich; jeder Film wird ca. eine Seite lang vorgestellt. Schematisiert sind bei den einzelnen Einträgen nur die recht ausführlichen "technischen Angaben". Die eigentlichen Artikel jedoch gehen weit über das hinaus, was man von vergleichbaren Filmlexika gewohnt ist -- neben der obligatorischen Inhaltsangabe geht Töteberg auf Entstehung, technische und/oder ästhetische Charakteristika ebenso ein wie auf die Wirkungsgeschichte, ggf. die Stellung im Gesamtwerk des Regisseurs, die Bedeutung fürs Genre u.v.m. Die einzelnen Artikel lesen sich allesamt flüssig und anregend. Eine weitere Besonderheit: Am Ende jedes Artikels findet man Kurzbibliographien, die nicht nur auf die ggf. verfilmte literarische Grundlage, Drehbücher etc. verweisen, sondern auch auf Sekundärliteratur in Fachzeitschriften, Sammelbänden usw.
Das Lexikon ist alphabetisch geordnet, nach den Original-Filmtiteln. Von den deutschen Verleihtiteln wird jeweils auf das Original verwiesen. Das einzige, was ich vermisst habe: eine chronologische Auflistung der Filme im Anhang; dies eine Bitte für die nächste Auflage...
Auch der Anhang des "Metzler Film Lexikons" kommt dem Benutzer nahezu optimal entgegen: Das Glossar ist ausführlich und erklärt anschaulich die verwendeten Fachbegriffe, die ausführliche Bibliographie ist sinnvoll untergliedert und daher bemerkenswert übersichtlich (allerdings ist die osteuropäische Literatur zum Film ein wenig unterrepräsentiert; außer den internationalen Wegmarken Toeplitz, Lotman und Eisenstein findet sich nicht viel -- und für den asiatischen und afrikanischen Film sieht die Bilanz wohl noch schlechter aus, fürchte ich). -- Hinzu kommen "natürlich" noch die verschiedenen Register: Filmtitel, Regisseure, Schauspieler -- und am Ende das Verzeichnis der Mitarbeiter an diesem Band; ihre jeweiligen Beiträge sind selbstverständlich hier aufgelistet.
UmfassendZuerst einmal staunte ich nicht schlecht über den Preis. Aber spätestens wenn man das Buch in den Händen hält weiß man wie dieser zu Stande kam. Aber auch die Qualität findet ihren Platz in dem Werk. Es besteht aus den 500 wichtigsten Filmen der Filmgeschichte, die wirlich nur danach ausgewählt wurden, wie groß ihr Einfluss war. So fehlen auch mal sehr gute Filme wie zum Beispiel Forrest Gump. Niemand wird jeden Titel kennen, da die ersten um die Jahrhunderwende gedreht wurden. Gerade dies ist aber das Schöne an dem Lexikon, man schlägt einfach eine Seite auf und liest. Da die Texte doch recht kurz gehalten sind (max 1 Seite) und am Anfang des Textes Regie, Ton, Darsteller usw. umfassend aufgelistet sind, findet man sich schnell zurecht und kann so neue Filmperlen entdecken. Besonders die "alten Schinken" von denen man wahrscheinlich höchstens gehöhrt hat, kann man so kurz zusammengefasst anschauen. Die Texte beziehen sich aber nicht nur auf den Inhalt des Films, of werden auch geschichtliche Hintergründe, künstlerische Aspekte oder andere Besonderheiten erwähnt. Insgesamt für jeden zu empfehlen der sich auch für Filme abseits der Hollywood- Blockbuster interessiert.
Gelungenes Lexikon mit kleiner MängelDie intensive Recherche und damit verbundene Zusammenfassung der 500 Klassiker der Filmgeschichte in einem Lexikon ist Michael Töteberg auf jeden Fall gelungen. Was ich nicht richtig verstehe, sind die Kriterien für die Auswahl der sogenannten Klassiker,z.B einen Film wie Cinema Paradiso, der die Geschichte des Kinos, dessen Rolle im gesellschaftlichen Leben im Laufe der Zeit und dazu eine wunderschöne Freundschaft erzählt und damit u.a einen Oscar und einen Golden Globe gewonnen hat, nicht einmal zu erwähnen, ist ein Mangel, den der Author und der Verlag hoffentlich bei der nächsten Ausgabe beheben werden.
Solides Filmlexikon mit Schwächen!Die 500 Filme, die darin vorkommen, werden gut beschrieben. Über jeden Film erhält man ausreichend Information. Wenn man sich jedoch einen Film ansehen will, und nichts vom Ausgang wissen will, sollte man sich den Inhalt nicht durchlesen, da er auch auf das Ende eingeht. Sonst war ich recht zufrieden mit den Beschreibungen und die Buchtipps sind auch ein Pluspunkt. Jedoch gibt es zwei Mängel. Für Fans des jetzigen Filmgeschehens ist dieses Buch nicht zu empfehlen, da die aktuellsten Filme des Buches Anfang der 90er entstanden (der neueste dürfte Schindler's Liste sein). Der zweite negative Punkt ist das Auswahlverfahren. Es fehlen Klassiker der Filmgeschichte wie: Gesprengte Ketten, Krieg der Sterne, Amadeus, Zwei glorreiche Halunken, Die 12 geschworenen oder Der Clou und viele mehr. Stattdessen wurde viel zu viel Wert auf deutsche Filme gelegt, und es wurden auch Filme beschrieben, welche nicht sehr bekannt sind, und auch nicht wirklich toll.