Der Deregulierungsprozess des Luftverkehrs führte von Anfang bis Ende der neunziger Jahre zu einem Paradigmenwechsel in den Strategien der Flughafenunternehmen: Neue Geschäftsfelder wurden konzipiert, um dem Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Die Betreiber der europäischen Flughäfen setzten nach und nach verstärkt auf das Non-Aviation-Geschäft. Neben ihrer Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt haben Flughäfen eine komplementäre Funktion als Marktplatz zum Einkaufen, als Standort für Veranstaltungen, Büro- und Logistik Parks sowie als Ausflugsziel erlangt. Sie entwickeln sich häufig zu Konsum- und Erlebniswelten sowie zu Airport Cities.Die empirische Arbeit konzentriert sich auf ausgewählte europäische Flughäfen mit der besonderen Berücksichtigung des Standorts München und auf die Non-Aviation-Bereiche: Retailing, Besuchereinrichtungen, sowie den Flughafen als Standort für Veranstaltungen und Gewerbeflächen.