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Die faszinierende Geschichte von einem, der auszieht, das Zaubern zu lernen. Tahir Shah reist nach Kalkutta, um bei dem Berühmten Magier Hakim Feroze in die Lehre zu gehen. Zum Abschluss seiner Lehrzeit wird er von diesem auf eine Erkundungsreise durch den indischen Subkontinent geschickt, auf die Suche nach dem Magischen, Wunderbaren. Dort begegnet Tahir charismatischen Yogis und kriminellen Geschäftemachern, und je weiter er auf seiner Reise voranschreitet, umso mehr muss er erkennen, dass Indien mit westlichem Wissen nicht zu verstehen ist, dass es letztlich keine Wahrheit gibt und nichts so ist, wie es scheint.
Magie und Illusion»Hafiz Jan zauberte aus dem Nichts eine gewöhnliche Glühbirne hervor, wickelte sie in ein Taschentuch und zertrat sie mit dem linken Fuß. Er reichte mir eine Banane, die ich genüsslich verspeiste. Auch der Paschtune aß eine, legte sich dann eine der Glasscherben auf die Zunge und begann zu kauen. Nun war ich an der Reihe. Auch ich schob mir ein scharfzackiges Stück Glas in den Mund und begann zu kauen.
Mein Vater schaute ungläubig zu, sichtlich erschüttert, dass man seinem Sohn beigebracht hatte, Glas zu essen, noch dazu mit Genuss.«Als er elf ist, taucht im Haus seiner Eltern in einem abgelegenen englischen Dorf ein Paschtune auf. Er ist der Wächter von Jan Fishans Grab. Und Jan Fishan Khan ist nicht irgendwer, er ist der berühmteste Vorfahr der kleinen afghanischen Familie, hat sich vor Jahrhunderten ein Königreich in Indien erkämpft und nach seinem Tod ein Grabmal.Doch den jungen Tahir Shah fasziniert weniger das Grabmal, als vielmehr, dass der Paschtune zaubern kann. Eine endlose Reihe von Tricks beherrscht er und gerne gibt er seine Geheimnisse an den Jungen weiter, der der Nachfahre des großen Fishan Khan ist. Er lehrt ihn das Zaubern.Zwanzig Jahre später, die Kommilitonen aus Oxford haben längst vernünftige Jobs, vernünftige Häuser, vernünftige Frauen und vernünftige Familien, beschließt Tahir, nach Indien zu gehen und Magier zu werden. Der berühmte Magier Hakim Feroze nimmt ihn als Lehrling an. Tahir ahnt nicht, was ihn erwartet. Feroze ist arrogant wie Houdini, sadistisch und Tahir erlebt die Hölle auf Erden. Über ein halbes Jahr dauert es, bis er überhaupt den ersten Zaubertrick lernen darf. Er verschluckt Steine und würgt sie wieder heraus, steckt seine Hand in flüssiges, kochendes Blei, und erfährt, wie die Tricks von Uri Geller und anderer Gurus funktionieren. Dann schickt ihn sein Meister auf Reisen. Er soll Indien erkunden. Und das tut Tahir Shah und wie. Den absonderlichsten Gestalten begegnet er, Skeletthändlern und Baby-Verleihern, Gurus die ihren Herzschlag anhalten können und einem mittellosen Millionär, begreift, mit welchen Tricks man die unglaublichsten Wunder wirken kann - und das letztendlich alles nur Illusion ist.Der Zauberlehrling von Kalkutta fesselt seine Leser nicht nur mit einem schillernden Indienbericht, sondern auch mit Zaubertricks, die selbst Harry Potter zum Staunen bringen würden. Das Buch liest sich spannend wie ein Thriller, taucht den Leser in eine Welt der Magie und Illusion, aus der er nur ungern wieder auftaucht.Vor allem Fantasy- und Krimi-Autoren sollten es lesen. Immer die gleichen Feuerblitze, immer die gleichen Giftmorde, das ist auf Dauer doch langweilig. Hier ließe sich wirklich neues entdecken.Ein faszinierendes Buch, durch und durch gelungen.
eine Reise durch das magische IndienMan sollte sich auf einiges gefaßt machen, dieses Buch „Der Zauberlehrling von Kalkutta" von Tahir Shah, ist eines der außergewöhnlichsten und spannendsten Reisebücher zum Thema Indien, welche ich jemals in Händen gehalten habe. Der Facettenreichtum der Erzählung ist so grandios, das man tatsächlich glauben könnte, dies hätte alles tatsächlich stattgefundenDer Autor Tahir Shah ist studierter Politologe und arbeitete am Institut für „human knowledge". Seine Reisebücher sind bekannt und geschätzt, doch mit diesem Buch hat er in der Tat, eine Meisterleistung vollbracht. In der Übersetzung aus dem englischen von Maria Zybak, setzt er die menschlichen Beziehungen Englands und Indiens so geschickt in Szene, das sie als Basis dienen für eine weitaus größere Geschichte, nämlich der Suche nach wahrer Magie in Indien. Das sich diese Magie immer wieder als fast perfekte Illusion herausstellt, mindert nicht den Wert der Geschichte, ich persönlich finde, es steigert diese noch.Die „Geschichte" ist brillant erzählt, ein kleiner englischer Junge trifft auf indischen Paschtunen, welcher ihm Zaubertricks beibringt, diese Erfahrung hinterläßt so tiefe Spuren, daß der nunmehr erwachsene Mann (20 Jahre später) auszieht um das zaubern zu erlernen.
Er bricht alle Brücken ab und fliegt nach Indien, wird dort prompt ausgeraubt und landet bei seinem ehemaligen paschtunischen Freund, der aber der Zauberei abgeschworen hat und ihn mit einigen Gewissensbissen an seinen Meister verweist, dieser hat es dann auch faustdick hinter den Ohren.Ich habe selten so gelacht, bei den Torturen, welcher der Engländer hinter sich bringen muß, um Aufnahme und Anerkennung bei seinem sadistisch veranlagten Meister zu finden. Steine schlucken, Brechmittel, Hände in flüssiges Blei tauchen und auf Glasscherben robben, um nur wenige Horroraufgaben zu nennen. Doch der Zauberlehrling meistert sie alle, jedoch wächst immer mehr sein Groll gegen seinen Meister der ein Pedant und Menschenschinder ist.Doch was der Lehrling lernt geht weit über das normale Maß hinaus, sein Meister will aus ihm, wie er selbst es auch ist, einen Universalgelehrten machen - nächtliches abfragen inklusive... Doch erst als der Zauberlehrling hinaus geht in das wahre Indien, das Indien der Straße, der Gaunerbanden, der Fakire, der heiligen Männer, erkennt er den wahren Schatz dieser Kultur und die Großartigkeit der gezeigten Illusionen, welche hier noch als echte Magie gilt, so wie es auch in Europa war, zur Zeit des Mittelalters.Ich habe dieses Buch wirklich genossen und es hat mir unglaublich viel Freude beim lesen bereitet. Jedem Indien - Interessierten und Reisebericht - Fanatiker sei es wärmstens empfohlen - wunderlich, unglaublich & faszinierend. Nichts ist so wie es scheint!
Wahrheit gibt es letztlich nirgendsBereits von Kindesbeinen an wurde Tahir Shahs Begeisterung für die Zauberei geweckt. Zwanzig Jahre später führen ihn Erinnerungen an diese Zeit nach Kalkutta, wo er bei dem berühmten Magier Hakim Feroze in die Lehre gehen will. Eine harte Trainingszeit beginnt, angefüllt mit dem Studium der Naturwissenschaften und Psychologie, dem Ertragen von Hunger und Durst, Hitze und Kälte, der Einnahme von Chemikalien und Brechmitteln, Konzentrations- und Meditationsübungen sowie vor allem dem Ertragen der Schikanen und der Pedanterie seines Lehrmeisters. Zum Abschluss seiner Lehrzeit schickt ihn der Meister auf eine Erkundungsreise durch den indischen Subkontinent, auf die Suche nach dem Magischen, Wunderbaren. Tahir begegnet charismatischen Yogis, Gauklern, Scharlatanen und kriminellen Geschäftemachern - Exzentrikern, die die bizarren Aspekte der indischen Gesellschaft verkörpern. Und je weiter Tahir auf seiner Reise voranschreitet, umso mehr muss er erkennen, dass Indien mit westlichem Wissen nicht zu verstehen ist, dass es letztlich keine Wahrheit gibt - nirgends!
Der Autor entführt uns auf eine surreale Reise in ein durch und durch wunderliches Indien, manchmal für meinen Geschmack etwas zu surreal.
informativBis zur Mitte des Buches war ich echt begeistert. Die Spannung hat mich gepackt.
Aber ab der Mitte, bis zum Ende hin, fand ich es nur noch langweilig.
Es zieht sich sehr in die Länge und ist zum Schluss hin doch immer wieder das selbe. Ich dachte mir, 'lies weiter, das Ende muss es in sich haben'. Aber als ich an das Ende kam, war es fast, als würde ich vor dem Nichts stehen. Diesen Effeckt soll das Ende wohl haben, aber meinen Geschmack hat es nicht getroffen.
Trotzdem sehr informativ, auch für diejenigen, die schon in Indien waren.