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Der Mount Everest ist die größte und faszinierendste Herausforderung für jeden Bergsteiger wie ist es, ganz oben zu stehen? »Auf dem Gipfel« hält die Magie eines großen Augenblicks und die bewegenden Gedanken der großen Everest-Besteiger fest darunter Reinhold Messner, Chris Bonington oder Hans Kammerlander. Mit eindrucksvollen Fotos illustriert: für alle, die verstehen wollen, was es bedeutet, auf dem höchsten Punkt der Erde zu stehen. »Dieses Buch ist ein Panoptikum menschlicher Emotionen, das klar macht, daß hier nicht nur ein Berg bestiegen wurde, sondern jeder einzelne einen Berg in sich bezwungen hat.«Peak
Mit 8850 Metern ist er einfach der Größte. Kein Wunder, dass der Mount Everest seit jeher Bergsteiger aller Nationen fasziniert. Doch wer glaubt, der Berg sei immer gleich und jede Besteigung ähnlich, der irrt gewaltig. Die rund 100 sehr persönlichen Statements der handlichen Lektüre Auf dem Gipfel sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Reinhold Messner etwa empfand am Gipfel vorerst überhaupt kein Glücksgefühl. Erst als Peter Habeler unmittelbar vor ihm stand, übermannte ihn die Emotion. Kurt Diemberger schwebte dafür schon vorher im Glück. Davon konnte bei Jon Krakauer keine Rede sein. Im Gegenteil. Auf den letzten Metern überkam ihn das Gefühl, „unter Wasser zu gehen“ und dass ihm ein langer, gefährlicher Abstieg bevorstünde -- womit er im Übrigen Recht behalten sollte. Für <Hans Kammerlander wiederum war es der intensivste Moment seines ganzes Lebens, als er am Gipfel die Ski anschnallte und seine berühmte Abfahrt startete. Für den Niederländer Ronald Naar hingegen stellte die Besteigung irgendwie auch eine „Riesenenttäuschung“ dar, da es an jenem Tag noch 31 weitere Leute auf den Gipfel schafften. Auch wenn die oft nur einige Zeilen umfassenden Impressionen nicht gerade sprachliche Gipfel erklimmen: Der große Verdienst der Herausgeber besteht darin, derart viele Mount-Everest-Besteiger überhaupt zu ein paar persönlichen Sätzen bewegt zu haben und diese in einem Band zu sammeln. Unter den Autoren befinden sich übrigens auch zahlreiche unbekanntere Kletterer wie die venezolanischen oder brasilianischen Bergsteiger, die ihre Besteigung vielmehr als nationale Heldentat betrachten als etwa Westeuropäer. Und so lernt der Leser nebenbei auch etwas über die verschiedenen Kulturen und Lebenseinstellungen. Besonders auffällig ist der kulturelle Unterschied freilich zu den nepalesischen Sherpas, die erfreulicherweise oft zu Wort kommen. So auch Tenzing Norgay, der zusammen mit Edmund Hillary den „Dritten Pol“ 1953 als Erster bestieg. Seine Botschaft: „Vom Gipfel des Everest aus kannst du nicht die ganze Welt sehen, der Blick von dort erinnert dich nur daran, wie viel es auf der Welt noch zu sehen und zu lernen gibt.“ In diesen Momenten wird das Buch geradezu zur philosophischen Fibel, deren Weisheiten sich auch in der U-Bahn und im Wartezimmer der Arztpraxis leicht konsumieren lassen. --Christian Haas
GRENZERFAHRUNGENWas treibt Menschen dazu an, sich in die berüchtigte "Todeszone" zu wagen und den Mount Everest zu besteigen? Was empfinden sie auf dem Gipfel? Hat die Besteigung Auswirkungen auf ihr "Leben danach"?
Die Herausgeber erhielten von 123 Bergsteigern (über 1500 haben mittlerweile den höchsten Punkt der Erde erreicht)Antworten. Dabei sind z.B. Conrad Anker, der 1999 die Leiche von Georg Mallory fand; Apa Sherpa, der seit 1990 14 (!) mal auf dem Gipfel stand; Yuichiro Miura, mit 70 ältester Bezwinger; das erst 15 Jahre junge Mädchen Ming Kipa Sherpa; Göran Kropp, der 1996 die rund 11 000 km von Schweden bis zum Himalaya mit dem Fahrrad zurücklegte, den Chomolungma ohne Sauerstoff im Alleingang bezwang - und zurück nach Hause radelte; der blinde Erik Weihenmayer und der Beinamputierte Tom Whittaker; natürlich fehlen auch Hans Kammerlander und Reinhold Messner nicht.
Und die Antworten? Sie sind nur schwer zu bündeln: Z.B. die Erfahrung der Winzigkeit im Universum, die zur Demut führt; Stolz auf die eigene Leistungsfähigkeit, die leicht zur Hybris umkippt: Was man erreichen will, kann man auch erreichen...; Erfüllung eines Traumes (mit der Gefahr der anschließenden Leere); manche haben auch nur "einen Berg abgehakt" auf ihrem Weg zur Bewältigung der "Seven Summits"; sehr oft: Angst davor, den Abstieg nicht lebend zu überstehen ( "Kein Berg, nicht einmal der Mount Everest, ist ein Leben wert. Zurückzukommen ist der Erfolg - der Gipfel nur der Bonus") ... Die klassische Antwort fehlt: Man steigt auf den Berg - weil er da ist: Punktum.
Eine interessante Anthologie, die Einblicke in die Gedanken-, Seelen- und Gefühlswelt von Bergsteigern gewährt.
Bergsteiger und ihre persönlichen Eindrücke am Mount EverestEinmal auf dem höchsten Punkt der Erde stehen - dies ist ein Traum, den viele Menschen haben. Und immer mehr lassen sich dorthin von professionellen Bergsteigern bringen, zum Mount Everest. In dem vorliegenden Buch schildern diese Menschen ihre persönlichen Eindrücke an einem solchen Ort. Berührende Schilderungen, sachliche Berichte, einfache Erzählungen, ausführliche Geschichten und Darlegungen, die eine bestimmte Seite anklingen lassen, sind in dem Buch enthalten. Es ist faszinierend zu lesen, was den Bergsteigern so durch den Kopf schießt, wenn sie die unmenschliche Plackerei hinter sich haben. Die Gedanken vom höchsten Punkt der Erde werden mit Fotos illustriert.