Picardie, Ruth

Es wird mir fehlen, das Leben

Es wird mir fehlen, das Leben
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 2007-01-02
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 176
  • ISBN: 3499244225
  • EAN: 9783499244223
  • Amazon.de Verkaufsrang: 287.667
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Beschreibung von buecher.de

Die erschütternde Geschichte eines viel zu frühen Abschieds

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ruth Picardie, 1964 in Reading geboren, hat in Oxford studiert und war mit Leib und Seele Journalistin. Als bei ihr im Oktober 1996 Brustkrebs diagnostiziert wird, glaubt niemand, daß eine "so gesunde Wuchtbrumme" wie Ruth an dieser häßlichen Krankheit leidet. Sie arbeitet weiter, veröffentlicht im Observer fünf Kolumnen über ihre Krankheit und lästert mit ihren Freunden bitterböse über den Krebs per E-mail. "Na schön, die Chemotherapie bedeutet, daß du jeden Morgen deine Haare vom Kopfkissen absaugen kannst, aber hat dich notgedrungen dazu gebracht, es mal mit einem Kurzhaarschnitt zu probieren -- würdest du weniger als fünfundsechzig Kilo wiegen, könnte man dich, fabelhaft wie du aussiehst, leicht mit Jean Seeberg verwechseln. Und es ist zwar nicht ganz dasselbe wie Trennkost, aber vielleicht hilft dir die Chemotherapie sogar beim Abnehmen." Ruth kommentiert alle Tiefschläge zynisch mit ihrer obercoolen, kratzbürstigen Art, und die neueste TV-Folge von Emergency Room ist ihr mindestens so wichtig wie die nächste Chemo-Sitzung in der Klinik. Ruth Picardie stirbt im September 1997. Ihr Ehemann und ihre Schwester geben ihre Aufzeichnungen, E-mails und Kolumnen als Buch heraus, von dem sie immer geträumt hat, doch für das ihre Zeit nicht mehr reichte. Sehr aufschlußreich ist der Kommentar ihres Ehemannes am Ende des Buches. Auch wenn Ruth sich nicht erlaubt hat, über ihrer Krankheit zu verzweifeln, wird in seinem Bericht deutlich, wie schlimm sie und ihre Familie gelitten haben. --Manuela Haselberger

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 18 von 18 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen ...

Ich lese viel. Und alt bin ich auch noch nicht - ich befinde mich noch in den vorderen 20ern. Da liest man keine Bücher über Krankheit, außer, man hat sie selbst (die Krankheit). Oder ein naher Freund, ein Familienmitglied. Oder Sonstwer, der einem mehr bedeutet als ein oberflächliches HALLO, WIE GEHTs. Bei mir trifft (fast) nichts dergleichen zu und trotzdem las ich das Buch dank einiger überschwenglicher Rezensionen von einer sehr guten Freundin. Und ich bin ihr dafür zu tiefsten Dank verpflichtet. Denn dieses Buch lässt einen nicht unverändert! Ruth hinterlässt durch ihre Worte; durch ihre ganze Art des Umganges mit Krebs mehr als nur einen tiefen Einblick in die Welt einer Erkrankten. Vielmehr fesselt Ruth durch ihren puren Sarkasmus. Zugleich ist sie sich nicht zu schade, ehrliche Gefühle zu ergründen. Beim Lesen lachte ich. Ich weinte (ja, auch junge Männer dürfen das!). Und ich verstand einiges mehr vom Leben und der Welt. Vielmehr möchte ich hier nicht preisgeben ... die Erkundungsarbeit sollte jeder Leser bitteschön selbst übernehmen. Nur so viel: ich schrieb einleitend, dass ich recht viel lese. Das war nicht gelogen. Und manchmal kommt es vor, dass mich ein Buch in einen Strudel reißt, der mich mein ganzes Leben lang begleitet. Darunter sind Bücher wie VIELLEICHT LIEBER MORGEN, PETER PAN oder DIE MITTE DER WELT. Seit heute gehört auch Ruths Geschichte zu diesen Büchern. Die Geschichte, die sich in Ruths eMail-Konversationen enfaltet, ist berührend/witzig/tragisch/ehrlich/wundervoll/geistreich ... und teilweise wirklich herlich boshaft. Ihr Buch hat mich ein klein wenig verändert; das Ergebnis: mehr Mut im Leben, mehr Spaß am Leben und endlich die Absolution für Sarkasmus. Danke Ruth.

Diese Rezension fanden 8 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein bewegendes Buch über das Sterben einer jungen Frau

"Es wird mir fehlen,das Leben" von Ruth Picardie ist kurz gesagt das bewegendste Buch, das ich je gelesen habe. Es ist ein Zusammenstellung der Kolumnen und E-Mails einer jungen britischen Journalistin (32), die kurz nach der Geburt ihrer Zwil-linge erfährt, daß sie an Brustkrebs im fortgeschrittenen Sta-dium erkrankt ist. Man durchlebt durch ihre Korrespondenz mit Freunden, unter anderem einem an Aids erkrankten Freund, und ihren im "Observer" veröffentlichen Artikeln, ihre Krankheit und dessen rapide schlechter werdenden Verlauf. Nach dieser Beschreibung erwartet man ja eigentlich, daß es in diesem Buch um eine ernsthafte und zu Tränen rührende Verarbeitung des nahenden Todes geht--- weit gefehlt!! Ruth Picardie zeigt einen starken und allzeit selbstironischen Kampfgeist, sich von der Situation und all den "ach-so-mitfühlenden" Bei-leidsbekundungen und "guten" Ratschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Man spürt natürlich, daß hinter ihrer manchmal etwas aggressiven Ausdrucksweise der Angst vor dem Sterben und dem Tod stecken, denn Illusionen gibt sie sich nicht wirklich hin, wenn sie davon spricht, daß sie laut Statistik eine 18prozentige Chance hätte die nächsten 5 Jahre zu überleben. Lachen und weinen liegen sehr nahe beieinander in diesem Buch. In einem Moment habe ich noch über ihre sehr witzige und pointierte Kolumne gelacht, in der nächsten Minute weinte ich aber schon über die ebenfalls abgedruckten Leserbriefe, die sehr ehrlich von ähnliche Schicksalen erzählen, oder einfach nur Trost spenden wollen. Das Bewußtsein, daß es sich um ein reales Schicksal und nicht um eine Romanfigur handelt, hat mich persönlich sehr nachdenklich gestimmt, denn im einen Moment hielt sich auch Ruth Picardie für eine junge Frau, die eigentlich al-les hat im Leben, und nur ein paar Monate später lag sie be-reits im Sterben..... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein tolles, wenn auch trauriges Buch

Habe dieses Buch an einem Donnerstag morgen angefangen zu lesen und es erst abends, als ich es ausgelesen hatte, wieder beiseite gelegt. Zwischendurch viel geweint, aber auch immer wieder ein Lächeln im Gesicht gehabt. Es war, als wäre eine Freundin gestorben. Die Autorin gewährt dem Leser schonungslos tiefe Einblicke in ihr Seelenleben während des Verlauf ihrer Krebserkrankung und das allein macht das Buch lesenswert. Abgerundet wird es durch ein Nachwort ihres Mannes, der die andere Seite beleuchtet. Die der Angehörigen und deren hilfloses daneben stehen ohne helfen zu können. Sollte jeder gelesen haben.

Diese Rezension fanden 4 von 4 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Zynischer Krankheitsverlauf und menschliche Wärme

Als „abgeklärte postfeministische Braut" bezeichnet sie sich selbst. Für ihre nicht mal einjährigen Kinder ist sie wohl einfach der Mensch, der sich am meisten um sie kümmert, für ihre Kollegen eine gute Journalistin und für ihren Mann, die Frau seiner Träume. Doch es sind nicht nur seine Träume, die an dem Tag zerplatzen, an dem Ruth Picardie die Diagnose „Brustkrebs" mitgeteilt bekommt. Schon kurze Zeit später steht fest, dass ihr nur noch wenig Zeit bleibt. Und so sehr sie auch auf fünf Jahre Galgenfrist hofft, der Krebs, der sich rasend schnell in ihrem ganzen Körper ausbreitet, wird der 31-Jährigen selbst diese Zeit nicht mehr lassen. In einer Serie von Artikeln beschreibt die Journalistin im „Observer" den Verlauf ihrer Krankheit. Und so schonungslos und manchmal auch zynisch diese Texte klingen, wirklich ehrlich wird die junge Frau in den E-mails, mit denen sie Kontakt zu Freunden aufrechterhält: „Ich mag Cyberkrebs lieber als Telefonkrebs ­ macht mich nicht so anfällig für Heulen, Langeweile, Selbstmitleid usw." Doch so ironisch Ruth Picardie auch schreibt, ihre zunehmende Todesangst kann sie nicht verbergen. Ihre Abscheu gegen geheucheltes Mitleid aber auch nicht. Und mit den Ärzten, die sich weigern, die Wahrheit klar und undverblümt auszusprechen, geht sie hart ins Gericht. Und noch etwas offenbart die Autorin in ihrem einzigen Buch, die zunehmende Zerrüttung ihrer Ehe. Schonungslos beschreibt sie ihren Mann, der sich mehr und mehr zurückzieht, unfähig, mit seiner sich veränderten Frau, der Krankheit und den Kindern klar zu kommen. Und die Kinder sind es auch, die ihr den Abschied von dieser Welt besonders schwer machen. So schwer, dass sie anfängt Menschen zu beneiden, die erst mit 50 Jahren an Krebs erkranken: „Nachdem du aus dem Bekanntenkreis jetzt schon zum vierten Mal vom Brustkrebs irgendeiner Tante gehört hast, stellst du fest, daß sich dein Mitleid für Frauen, die diese Krankheit nach den Wechseljahren bekommen, in Grenzen hält. Die Fünfzig zu erleben ist doch kein schlechter Schnitt, besonders nicht, wenn man die Kinder großgezogen hat." Das Schusswort bleibt ihrem Mann vorbehalten, der mit Freunden das Buch „Es wird mir fehlen, das Leben" aus den E-Mails und Observer-Artikeln zusammengestellt hat. Dieses gelingt jedoch teilweise zur Rechtfertigung seiner eigenen Angst und auf jeden Fall zu lang.

Diese Rezension von M. Ott fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Free Hospital

Es wird mir fehlen das Leben!

Ich habe mir dieses Buch mal ausgeliehen so als "Urlaubslektüre".

Ich erwartete mir wieder eins von diesen lahmen dramen wie ich schon soviele gelesen hab.

wenn man einsteigt dann findet man es so unheimlih stumpf und hat absolut keine ahnung wo man denn überhaupt ist,zeitlich gesehen...

vier seiten später weiß man es und würde sich wünschen nie angefangen zu haben mit dem lesen.

man lebt über einhundert seiten lang in einer frau, die weiß dass ihre chancen zu überleben 50 zu 50 stehen.

man lebt in einer frau die unglaublich viel schweiß und mut investiert,dem Krebs die Zähne zu zeigen.

eine frau die angst hat ihre kinder nicht aufwachsen zu sehen.eine sehr sarkastische frau...

doch ehe man sich versieht ist man durch die unzähligen bestrahlungen und sitzungen bei irgendwelchen "quacksalbern" hindurch und das buch nimmt ein schnelles und unerwartetes ende...

weil man sich erhofft endlich mal einen lichtblick am ende des tunnels zu sehen...

wenn man sich das nachwort von ihrem mann durchgelesen hat sind die beine schwer, der kopf auf eis gelegt, die finger kalt zu am zittern.

und erst dann fällt einem auf wie man sich die tränen aus dem gesicht wischt.

ein einzigartig ehrliches, sarkastisches und doch liebevolles buch...

Es wird mir fehlen, das Leben



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