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In einem Dorf in der Haute Provence wird eine ganze Familie brutal ausgelöscht. Fünf Menschen wird die Kehle durchgeschnitten, einziger Überlebender ist ein Säugling, Séraphin. Dieser kommt 20 Jahre später in sein Heimatdorf zurück und erfährt zum ersten Mal die schreckliche Geschichte. Séraphin beschließt, sein Haus Stein für Stein abzutragen, den Zeugen des Mordes seinerseits zu zerstören. Mit bloßen Händen »ermordet« er das Haus und entdeckt dabei in einem Mauerloch eine Dose voller Goldstücke und drei Schuldscheine mit den Namen der Mörder seiner Familie, wie der junge Mann glaubt.Doch der wahre Hergang ist ein ganz anderer, und Séraphins Verdächtige - deren Töchter sich um den schönen, geheimnisvollen Séraphin streiten - finden nacheinander den Tod, denn es gibt jemanden, der alles weiß ...
Düstere Atmosphäre, Melancholie und Spannung...Dieses Buch hätte die Romanvorlage für einen film noir Ende der sechziger oder Anfang der siebziger Jahre sein können, Regisseur: Chabrol oder Truffaut, Handlungsort: die französische Provinz, leise Musik. Die Geschichte kommt ohne bunte Knalleffekte aus. Sie lebt von der meisterlich erzeugten, zwar romantischen aber abgrundtief melancholischen Grundstimmung und der stetig steigenden Spannung, die, wie so oft, auf der Frage beruht: Wer war's? Wird der Protagonist den oder die Mörder seiner Familie finden, endlich Seelenfrieden erlangen und nicht mehr durch Visionen seiner toten Mutter gepeinigt werden? Was wird er mit dann tun? Was gab es überhaupt für Motive? Wer ist die geheimnisvolle Person im Hintergrund? Und wie bei vielen guten Büchern dieses Genres, ist die Auflösung überraschend. Allerdings ist sie auch etwas ernüchternd und wirkt recht konstruiert, ein ganz kleiner Minuspunkt. Bis dahin jedoch kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Wer die stimmungsvollen Romane Simenons mag, z.B. "Die Phantome des Hutmachers", wird auch an diesem Buch großen Gefallen haben.
Spitzenkrimi für GeniesserMeiner Meinung nach der beste Kriminalroman von Pierre Magnan.
Zwar ohne den bekannten Kommissar Laviolette aus den anderen Romanen, doch mit einer Intensität und Spannung geschrieben, die mich in den Bann gezogen hat. Dazu eine wunderbare Sprache, fast schon Poesie, aber niemals auch nur eine Zeile langweilig. Ein Könner seines Faches, dieser Pierre Magnan.
Eine Familie wird brutal ausgelöscht, verschont wurde nur das Baby in der Wiege. Dieses Baby, ein Junge, sucht nun im Erwachsenenalter nach Gründen, nach dem oder den Mörder/n, nach der 'Wahrheit', will Rache üben als er sie gefunden glaubt, doch es kommt ihm immer ein anderer zuvor.
Er 'tötet' sein Elternhaus, indem er es abreisst. Doch er findet keine Ruhe.
Der Schluss - die Wahrheit - ist ein Paukenschlag am Ende der Geschichte.
Wunderbar erzählt, lässt dieser Roman eine dramatische Geschichte in einer rauhen, doch herrlichen Landschaft Frankreichs erstehen.
Man glaubt sie selbst zu hören, die Blätter, die in der Dunkelheit in den Bäumen rauschen, die heimlichen Schritte in der Nacht, spürt selbst das kurze Entsetzen vor dem Mord.
Gescheite, spannende Unterhaltung, die ich mit viel Spass und Freude gelesen habe.
Ein Provence-Autor der an die Klasse Pagnols heranreichtDas vorliegende Buch von Pierre Magnan fesselt von der ersten Seite an. Es ist ein faszinierendes Buch, daß man nur mit Widerwillen auf die Seite legt. Nicht nur Kenner und Liebhaber der oberen Provence werden sich in die Gegend eindenken können. Die plastische Sprache läßt die rauhe Welt der Region um Sisteron und Manosque im Kopf entstehen. Interessant ist der zeitliche Rahmen kurz nach dem 1. Weltkrieg, der diese romantische Urlaubslandschaft in einem deutlich abgeklärteren Blickwinkel zeigt. Es war nicht zu allen Zeiten angenehm in der Provence zu leben... Man ist versucht, dem Autor ab und an konstruktive Mängel an der Handlung zu unterstellen, aber die Sache wird tatsächlich abgerundet. Ein bis zur letzten Seite spannendes Buch, sehr gut übersetzt - unbedingt lesenswert. Bleibt zu hoffen, daß noch mehr Arbeiten von Magnan ins Deutsche übersetzt werden,er paßt recht gut in die Mitte zwischen Giono und Pagnol.
Geheimisvoll, mystischMan leidet mit Seraphin der als Baby wie durch ein Wunder die Auslöschung seiner Familie überlebt hat.
Eine lange Zeit glaubt der Leser eine höhere Macht rächt diese Tat und schützt das nun erwachsene Kind sich bei der Verfolgung der/des Schuldigen selbst mit Schuld zu belasten.
Langsam aber spannend schält sich die Wahrheit heraus. Die verschiedenen Perspektiven auf die Tat erhöhen die Spannung, treiben den Leser zum Höhepunkt. Parallelen zu den Morden von Hinterkaifeck sind durchaus zu sehen. Für Hinterkaifeck-Forscher gibt das Buch einen Impuls: Liegt die Lösung darin, dass mehrere Perspektiven auf die Tat vorliegen?
Adelung-1793: Haus-Marschall, der · Haus-Commenthur, der · Proviant-Haus, das · Haus-Postille, die · Haus-Capelle, die · Haus, das · Gradir-Haus, das · Haus-Arrest, der · Haus-Apotheke, die
Brockhaus-1809: Haus Sachse · Das Haus Tudor · Das Haus Oestreich
Brockhaus-1837: Haus der Liebe · Haus
Brockhaus-1911: Oldenburger Haus- und Verdienstorden · Rauhes Haus · Weißes Haus · Haus der Gemeinen · Landesherrliches Haus · Oldenburger Haus
DamenConvLex-1834: Tudor, das Haus · Valois, das Haus · Haus, Karoline · Stuart, das Haus
Herder-1854: Magnan · Rauhes Haus
Meyers-1905: Magnan · Oldenburgisches Haus · Peter Friedrich Ludwigs Haus- und Verdienstorden · Weißes Haus · Rauhes Haus · Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden · Haus der Gemeinen · Haus · Haus Seefahrt · Haus der Liebe
Pierer-1857: Magnan · Rauhes Haus · Unterm Haus · Salomonisches Haus · Oldenburgischer Haus- u. Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig · Altes Haus · Deutsches Haus · Haus