Halle: 1513-1541 Lieblingsresidenz des mächtigsten Fürsten, den das alte Reich je gesehen hatte; eine der frühesten deutschen Renaissance-Residenzen; Ort der kostbarsten Reliquiensammlung und des größten Gemäldeauftrags, den die ältere deutsche Kunstgeschichte kennt - all dies war in der Salinenstadt noch nie Gegenstand einer Ausstellung. Die Moritzburg lässt in einer großen Kunstschau diese Glanzzeit zum 1200. Stadtjubiläum noch einmal lebendig werden. Mit über 200 internationalen Exponaten aus Amsterdam, Berlin, London, München, St. Petersburg, Stockholm oder Wien werden alle Kunstgattungen präsentiert, die unter Albrecht in Halle eine Blüte erlebten: Neben den Resten des 'Halleschen Heiltums' und Schätzen der Buchmalerei haben sich vor allem Gemälde aus dem riesigen Bilderzyklus erhalten, den Albrecht bei Cranach, Dürer, Grünewald und Baldung für den heutigen Dom in Auftrag gab. Glanzstück ist die Präsentation des großen 'Magdalenenaltars' (heute Aschaffenburg), dessen Tafeln f
risch restauriert präsentiert werden. Im reich bebilderten Katalogband werden nach einer umfassenden Einführung alle Exponate wissenschaftlich erschlossen, während der Essayband die kunsthistorischen, geschichtlichen und religiösen Hintergründe der Hallenser Renaissance beleuchtet.