Jürgens, Eiko

Die 'neue' Reformpädagogik und die Bewegung Offener Unterricht

Die 'neue' Reformpädagogik und die Bewegung Offener Unterricht
  • Verlag: Academia Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2004-10
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 165
  • ISBN: 3896653237
  • EAN: 9783896653239
  • Amazon.de Verkaufsrang: 198.223
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Beschreibung von buecher.de

Die Diskussion um Offenen Unterricht und Öffnung der Schule hat in den letzten Jahren immer breiteren Raum in der Pädagogik eingenommen. Seit Mitte der 70er Jahre finden in vielfältiger Interpretation in der Praxis Realisierungsbemühungen statt.
Mit seinem Buch will der Autor nicht nur über den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung in wichtigen Schwerpunktbereichen informieren, sondern auch praktische Hilfe zur Bewältigung Offenen Unterrichts leisten.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Marius Diekmann fanden 8 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die neue Reformpädagogik und die Bewegung Offener Unterricht

Die Ergebnisse nationaler wie internationaler Leistungs- und Vergleichsstudien (PISA, TIMSS …) weisen eindringlich auf die Reformbedürftigkeit deutscher Schulen bzw. die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Veränderung schulischen Unterrichts hin. Zahlreiche empirische Untersuchungen und Argumente aus verschiedenen Fachdisziplinen belegen, dass eine nachhaltige Steigerung der Schul- und Unterrichtsqualität in Deutschland unter anderem an die Überwindung der in den Schulen weitgehend vorherrschenden Monokultur des Frontalunterrichts und einen Wandel der Lehr- und Lernkultur gebunden ist. Die angesprochene Forderung nach einer neuen Lehr- und Lernkultur, deren Perspektivziel im Aufbau „selbstregulierten“ Lernens liegt, ist keinesfalls mit der Propagierung eines neuen Methodencocktails zu verwechseln. Sie beinhaltet vielmehr auch eine Neudefinition der Lehrer- und Schülerrolle sowie eine auf das Selbsttätigkeitsparadigma bezogene Unterrichtschoreographie und setzt insbesondere ein umfassendes systematisches Verständnis menschlichen Lernens voraus. Vor diesem Hintergrund ist „Die ´neue´ Reformpädagogik und die Bewegung Offener Unterricht“ nicht nur für angehende, sondern – im Rahmen der Schulentwicklungsarbeit - auch für langjährig tätige und erfahrene Lehrer/-innen äußerst gewinnbringend (Das Buch ist übrigens auch oder gerade jenen wärmstens zu empfehlen, die Offenem bzw. Schüleraktivem Unterricht bislang eher skeptisch bzw. ablehnend gegenüberstehen): Neben einer Information „über den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Auseinadersetzung in wichtigen Schwerpunktbereichen“ bietet das Buch vor allem praktische Hilfen für die erfolgreiche Vermittlung Offenen Unterrichts (vgl. Klappentext). • „Insgesamt ist die Lektüre zur Verschaffung eines leicht verständlichen, aber zugleich sehr tiefgründigen Überblickes über Offenen Unterricht lohnenswert; sie überzeugt, dass Offener Unterricht kein Schlagwort sein muss!“ (in: „Pädagogik und Schulalltag“, vgl. Klappentext).

• „Jeder Pädagoge, der neue Wege beschreiten will, wird dieses Buch mit großem Interesse lesen und viele Anregungen für den Erziehungsalltag gewinnen“ (in: „außerschulische bildung“, vgl. Klappentext).

• Für diese wie auch die anderen Veröffentlichungen von Eiko Jürgens gilt darüber hinaus: Einmal angelesen, legt man das Buch so schnell nicht aus der Hand! Zum Aufbau „Nach einer Skizzierung der aktuellen und historischen Begründungszusammenhänge findet eine kritische Konfrontation der Ziele und Wirkungen Offenen Unterrichts mit empirischen Befunden der Lehr- und Lernforschung und der Interessenforschung statt. Im abschließenden dritten Schritt wird der Blick auf die Praxis eröffnet, indem die Grundformen Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Stationenlernen und Projektunterricht leicht verständlich eingeführt werden und das Verhältnis zu ´geschlossenen´ Unterrichtsformen geklärt wird.“ (vgl. Klappentext) Guter Unterricht bedarf nämlich – so Jürgens – des Zusammenwirkens von Instruktion und Selbstregulation. Aus dem InhaltI. Begründungszusammenhang für Offenen Unterricht

II. Offener Unterricht – Ergebnisse der Unterrichtsforschung

III. (Offener) Unterricht und Schülerinteresse. Was sagt die neuere Forschung zum interessengeleiteten Lernen?

IV. Einführung in die Arbeitsplanmethodik und Freiarbeit – zum Verständnis und zur Klärung dieser Begriffe

V. Projektunterricht – Projektlernen in der Praxis

VI. Sationenlernen. Differenzierte Öffnung des Unterrichts durch Angebotsvielfalt.Zum AutorEiko Jürgens ist Professor für Schulpädagogik an der Universität Bielefeld und in der Lehreraus/-fortbildung tätig.

Diese Rezension von Marius Diekmann fanden 4 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein wichtige Buch für Lehrer oder Lehramtsstudenten

Während meiner Zeit als Lehramtsstudent wurde ich aufgrund einer Vorlesung auf dieses Buch aufmerksam.

Der Autor gibt einen Überblick über den "offenen Unterricht".

Es wird sowohl auf den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung in wichtigen Schwerpunktbereichen eingegangen, als auch anhand der Methoden der Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Projektunterricht und Stationenlernen eine praktische Hilfe gegeben. In den Kapiteln zu diesen Methoden werden Definitionen angeführt und Hilfen oder Möglichkeiten zu der praktischen Umsetzung, d.h. Planung und Durchführung aufgezeigt. Eine wichtige und empfehlenswerte Literatur für Lehramtsstudenten und Lehrer.

1 von 5 Sternen Forschungslage nicht auf Stand 2004

Für ein wissenschaftliches Werk über die Theorie, Praxis und die Forschungslage der 'neuen Reformpädagogik' und der 'Bewegung Offener Unterricht' ist es für die damalige Zeit (1994) ein Versuch, sich offenem Unterricht anzunähern. Das ist angesichts der desolaten begrifflichen Si-tuation gut gelungen - hat allerdings aus heutiger Sicht nur noch historischen Wert. Für eine sechste Auflage 2004 stellt sich an manchen Stellen die Frage, ob sich das gesagte auf 1994 oder auch noch auch 2004 bezieht. Dass in dieser sechsten Auflage grundlegende Literatur, die in Bezug auf das zentrale Thema 'Offener Unterricht' ein ganz anderes Bild ergibt, nicht eingearbeitet wurde, ist unverständlich und wertet das Buch ab.

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