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Sozialraumorientierung, so heißt das Konzept, das an den Möglichkeiten und Ressourcen eines Quartiers ebenso wie an denen der dort lebenden Menschen ansetzt, um zur Verbesserung von Lebensbedingungen beizutragen und Unterstützungen und Hilfen für Kinder und Eltern dort zu organisieren, wo sie gebraucht werden. Aber hilft das auch? Kann Eltern in problematischen Lebensverhältnissen und mit 'schwierigen' Kindern damit tatsächlich so weit geholfen werden, dass tiefere Eingriffe überflüssig werden? Können durch eine stärker sozialräumlich orientierte und präventive Arbeit finanzielle Aufwendungen für öffentliche Hilfeleistungen tatsächlich begrenzt und auch noch bessere Ergebnisse für Kinder und Familien erzielt werden? Das Projekt EPSO (Evaluation Präventiver und Sozialräumlich Orientierter Jugend- und Erziehungshilfen in vier Essener Stadtteilen) sollte diese Fragen untersuchen. Sozialraumorientierung - so lassen sich die Erfahrungen aus dem EPSO-Projekt zusammenfassen - kann viel für die Gestaltung einer wirksamen Kinder- und Jugendhilfe leisten, aber nur dann, wenn sie mit gründlichen Analysen, fachlicher Qualität, organisatorischer Konsequenz und politischem Nachdruck umgesetzt werden kann. In einem fundiert evaluierten Projekt wurden erstmals in Deutschland die Voraussetzungen und Wirkungsweisen sozialräumlich orientierter Kinder- und Jugendhilfe empirisch untersucht und ausgewertet. Inhalt Birgit Kalter, Christian Schrapper Die Leistungsfähigkeit von Sozialraumorientierung bewerten? Das Modell- und Forschungsprojekt EPSO Gegenstand und Hintergrund Wolfgang Hinte Sozialraumorientierung. Stand und Perspektiven Christian Schrapper Grenzen und Perspektiven einer sozialraumorientierten Gestaltung der Jugend- und Erziehungshilfen. Oder: Warum ist so schwierig, was viele so gut finden? Gaby Grimm Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe. Die Lebenssituation der Menschen und die Ressourcen im Wohnquartier als Bezugspunkte für die Entwicklung flexibler erzieherischer Hilfen Ulrich Engelen, Mathias Bänfer Irgendwann nicht mehr bezahlbar? Die Situation der Hilfen zur Erziehung in Essen Erfahrungen und Sichtweisen Modellaktivitäten im Stadtteil Nordviertel Ulrich Engelen Ressourcen und Potenziale des Stadtteils herausfordern und nutzen Renate Ernst-van der Most Erste Schritte in Richtung arbeitsfähiger Infrastruktur Claudia Rüth, Martin Ruppel Arbeiten im und am 'defizitären Feld'. Stadtteilbezogene Flexible Erzieherische Hilfen und Krisenintervention Ursula Hupperich, Birgit Robben Lebendige Kooperation vom Einzelfall ausgehend, aber nicht darauf beschränkt. 'Qualifizierte Hortplätze' aus Sicht des ASD Susanne Jünschke, Anke Körner, Marion Sallmann, Tina Walther Auch schwierigen Kindern Partizipation im Stadtteil ermöglichen. 'Qualifizierte Hortplätze' aus Sicht der HortmitarbeiterInnen Modellaktivitäten im Stadtteil Kray Andreas Lischka Durch Kooperationen mit Kindertageseinrichtungen den Kontakt rechtzeitig herstellen und halten Ania Frassine, Magdalena Knie, Ralf Krahe-Weinand, Karin Risse, Anke Schramm Nicht alles lief 'rund'. Kooperationsfördernde Aktivitäten aus Sicht der ASD-MitarbeiterInnen Modellaktivitäten im Stadtteil Altendorf Gaby Grimm Lebensbedingungen von Kindern und Familien durch abgestimmte Verfahren verbessern. Helmut Höhner, Ulrike Peters 'Mütter lernen Mutter sein'. Gruppenangebot für junge Mütter/junge schwangere Mädchen Susanne Ehlers Eigene Bedürfnisse mit denen der Kinder verknüpfen. Das Gruppenangebot aus Sicht des ASD Sabine Howaldt, Lothar Häger 'E.f.A'- Entlastung für Alleinerziehende Lothar Häger Nicht nur über Probleme mit Eltern ins Gespräch kommen. 'E.f.A.' aus Sicht der Sozialen Dienste Nicole Lawrenz 'Nachmittagsbetreuung Hüttmannschule'. Gemeinsam lässt sich effizienter unterstützen Markus Bresser, Manuela Baumgart Fördermöglichkeiten für Kinder situationsbezogen verwirklichen. 'Nachmittagsbetreuung' aus Sicht des ASD Modellaktivitäten im Stadtteil Katernberg Thomas Rüth Hilfen sozialräumlich ausrichten - auch dann, wenn's brennt Uta Mallmann Schulmüde Jugendliche lernen für das Arbeitsleben. Präventive Aktivitäten aus Sicht der Schule Herbert Czarnyan Kids und Cops für Katernberg. Die Präventionsarbeit des Jugendhilfenetzwerks aus Sicht der Polizei Eva-Maria Selg Gelingende Kooperation im Sozialraum geschieht nicht von selbst. Die Präventionsarbeit des Jugendhilfenetzwerks aus Sicht der Sozialen Dienste Eva-Maria Selg Sinn und Zweck positiver Überrumpelung. Clearing und Kriseninterventionen des Jugendhilfenetzwerks aus Sicht der Sozialen Dienste Ergebnisse und Perspektiven Birgit Kalter Mehr Teilhabe, mehr Chancen. Kinder, Jugendliche und Eltern im Kontext der Modellaktivitäten Birgit Kalter Vom Nebeneinander zum Miteinander. Erfahrungen institutionsübergreifender Gestaltung sozialräumlich präventiver Jugend- und Erziehungshilfe Birgit Kalter Jenseits von Allmachtsphantasien und neuer Bescheidenheit. Hilfen zur Erziehung im Kontext wachsender sozialstruktureller Belastungen Christian Schrapper Von Nichts kommt Nichts: Zentrale Befunde und Hinweise aus einer empirischen Untersuchung zur Leistungsfähigkeit von 'Sozialraumorientierung' Nicole Hoffmann, Birgit Kalter Sozialraumorientierung. Ein perspektivisches Gespräch Mathias Bänfer Auf dem richtigen Weg. Worte zum Abschied aus der Sicht des ASD Die AutorInnen Kontaktadressen