Bestellen bei Buecher.de! Preis: 10,00 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 10,00 €, gebraucht ab 5,31 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Wir leben in einer Zeit der Ungleichzeitigkeit: Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder mehrheitlich noch von Jahrtausende alten Mythen geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen haben. Angesichts der Gefahren, die aus der Renaissance unaufgeklärten Denkens in einem technologisch hoch entwickelten Zeitalter erwachsen, entwirft das Manifest des Evolutionären Humanismus eine säkulare Gegenposition, die im Einklang mit den häufig desillusionierenden Ergebnissen der (natur-) wissenschaftlichen Forschung steht. Das Manifest liefert auf diese Weise nicht nur eine kompakte Zusammenfassung der Grundpositionen einer 'zeitgemäßen Aufklärung', es ist auch ein entschiedenes Plädoyer für eine 'alternative politische Leitkultur', die auf die besten Traditionen von Wissenschaft, Philosophie und Kunst zurückgreift, um das unvollendete Projekt der aufgeklärten Gesellschaft gegen seine Feinde zu verteidigen.
Für Vernunft und MenschlichkeitVergessen Sie die Bibel, vergessen Sie das kommunistische Manifest und lesen Sie stattdessen das "Manifest des evolutionären Humanismus".
Jenseits christlicher Abendlandsromantik und postmoderner Beliebigkeit steht die Idee einer Leitkultur, die sich auf Humanität und Wissenschaft gründet. Eine Kultur, die pluralistisch ist und doch einheitlich human, welche die Freiheit des Denkens hochhält und gerade deshalb die Wissenschaft fördert.
Man sollte dieses Manifest nicht als alleiniges Werk eines einzelnen Philosophen ansehen, vielmehr ist es Resultat einer langen Tradition von Humanismus und Aufklärung und fasst die wichtigsten Ansätze für eine moderne Ethik zusammen und bringt sie auf den Punkt. Kaufen!
eine StreitschriftAuch wenn MSS sein Buch ein Manifest nennt, ist es eher eine mit sehr spitzer Feder großartig und empathisch vorgetragene Streitschrift. Streitschriften sind spitz, plakativ, direkt und in Bezug auf die Argumentation selbstbezüglich zur Zielsetzung. Seine Ideen, Wissenschaft, Kunst und Philosophie in Mittelpunkt des Lebens zu stellen, kann man sehr wohl und schnell teilen. Humanismus und Aufklärung sind seine Forderungen einer Leitkultur, die alle Menschen begreifen, da die o. a. Triade von Wissenschaft den rationalen Aspekt, Philosophie als Verbindung zur Kunst und diese dann selbst den intuitiven, emotionalen und empathischen Teil aller Sinneswahrnehmungen bedient. In scheinbaren Widerspruch setzt er die Religion. Hier jedoch unter dem Aspekt der religiösen Institutionen und den bibelexegetischen Auswertungen mit hohem Bezug zur Wörtlichkeit. Damit verschränkt er seine Argumentation mit Widersprüchen, da historisch bedingte Veränderungen der Interpretation ausgelassen werden, um seinem Ziel argumentativ näher zu kommen.
MSS predigt nahezu den Gedanken der Aufklärung, ist verliebt in die Idee des Kantschen SAPERE AUDE und sieht dennoch im Widerspruch zu ihm die fehlende Vernunft nicht ursächlich in der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Für ihn ist sie nicht selbstverschuldet, sondern von der Sozialisation im historischen Kontext bewirkt.
Umso mehr sieht er den Zwang, hier ausbrechen zu müssen; den Eigennutz ohne Bezug zur Gemeinschaft zu fördern, weil letztendlich sich dieser Bezug evolutionär und logisch folgend von selbst als Integration einstellt. Mir scheint, als folge er Marc Aurel, der sinngemäß sagte, kümmere dich um die, die noch Sinn in die Gemeinschaft bringen. Insgesamt scheint MSS auch begeistert von der Stoa, den Schriften Epikurs und Epiktets, die letztendlich in der Sicherheit eines Lebens im Diesseits, das Jenseits nicht als Nachlebensziel postulierten, sondern die Freude im jetzigen. Seine Kritik an der Religion ist deutlich überspitzt, da er sich ausschließlich um die Stellen bemüht, die seiner Denke pointiert und diametral entgegengesetzt sind und in der öffentlichem Meinung dazu führen müssen, nur ihm recht zu geben. Die Anleitung zum subversiven Denken hat er leider beherzigt. Polarisierung an der falschen Stelle ist immer zu vermeiden.
Zur Übertragung auf das heutige Leben ist er fanatisch in der Forderung nach Bildung, weil nur hier der aufgeklärte Gedanke fortgepflanzt werden kann. Das Ziel des Lebens besteht in der Vermehrung von Freiheit und Verantwortung, wusste schon Camus zu sagen. Auch wenn MSS heute offensichtlich auf Tradition in seiner Idee des aufgeklärten Humanismus verzichten muss, möge ihm der Gedanke von Mahler helfen, Tradition von einer anderen Wahrte aus zu betrachten. Dieser sagte: "Tradition ist nicht die Asche, die man bewundert, sondern die Weitergabe des Feuers."
Feuer ist allemal in seiner lesenswerten Streitschrift des evolutionären Humanismus. Evolution schließt alle Unwägbarkeiten und sogar den Tod mit ein, gem. dem Shakespeareschen "by chance or natures changing".
Kein HumanismusIn der einen Hinsicht ist das Manifest des "Evolutionären Humanismus" ein lange überfälliges Buch und Konzept, das Falsche und Irrige in der Religion aufzudecken, zu kritisieren und damit das heutige menschliche Welt- und Selbstverständnis zugunsten einer besseren Welt zu überwinden. Es ist vor allem deswegen bitter nötig, weil die globalisierte Welt heute nicht mehr weit davon entfernt ist, "Heilige Kriege" um metaphysische Vorstellungen demnächst vielleicht mit Atomwaffen auszutragen.
Doch wie dieser überfällige Ansatz einer grundlegenden Religionskritik, Aufklärung und das Konzept einer Alternative dann in dem Manifest des Evolutionären Humanismus" konkret angegangen und umgesetzt wird, ist gerade wegen dieser Dringlichkeit und Notwendigkeit zutiefst enttäuschend.
Religion wird einfach mit Dogmatismus gleichgesetzt und pauschal in einer fast ausschließlich polemischen Art verteufelt. Im Nachwort der zweiten Auflage dieses Manifestes wird zwar versucht, diesen auch von Anderen geäußerten Vorwurf etwas zu entkräften, indem sich der Autor zu der knappen Aussage durchringt, der Religion auch manche gute Aspekte zuzugestehen, doch der Gipfel der pauschalen Verteufelung der Religion, nämlich die Anführung religiöser, christlicher Elemente als wesentliche Ursache des Nationalsozialismus, blieb auch in der zweiten Auflage unverändert bestehen. Diese Polemik wird konkret damit begründet, dass der christliche Messias es war, der gedroht habe, die "Bösen" dereinst "in den Ofen" zu werfen (Matthäus 13, 42). Zwar ist diese Stelle der Bibel wie viele andere auch als menschenverachtend zu kritisieren, doch sie bezieht sich eindeutig auf die sogenannte Endzeit. Über den Begriff "Ofen" hier eine Verbindung zu den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten in dem Sinne herzustellen, dass Jesus als Prophet und eigentlicher Verursacher des Nationalsozialismus anzusehen ist, ist an den Haaren herbeigezogen. Es zeigt, dass es in diesem Buch nur um Konfrontation, Polemik und Hass geht, aber nicht um Verständigung, Vernunft und Humanismus.
Was soll mit dieser polemischen Art erreicht werden? Wird wirklich geglaubt, dass damit gesellschaftlich und menschlich etwas bewegt werden kann? Der religiös Gläubige wird in seinem Sein nur beleidigt und auf pauschale und undifferenzierte Weise mit dem Bösesten gleichgesetzt, was heute denkbar ist, eben dem Nationalsozialismus. In dieser Form führt das Buch und das Projekt des Evolutionären Humanismus nur zu einer weiteren Polarisierung und Vertiefung der Gräben, bzw. es hat in dieser Form nichts mit einer sachlichen und vernünftigen Auseinandersetzung und Aufklärung und damit auch nichts mit einem wirklichen Humanismus zu tun.
Wesentlich sachlicher und besser argumentiert das Buch "Gott, das Ende einer Idee?" von Ernst Salcher, der wie Schmidt-Salomon im Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung vertreten ist, auch wenn es letztlich ebenfalls in eine destruktive Religionskritik abgleitet. Dass es auch ganz anders geht, beweist dagegen der Philosoph Jens Halfwassen, der in seinem Buch "Plotin und der Neuplatonismus" die natürlichen (!) Wurzeln des Christentums in der griechischen Philosophie aufdeckt. Dieselbe natürliche Begründung ließe sich erreichen, indem die Religion in einem wahren "Evolutionären Humanismus" als ein Element der Evolution verstanden wird, das so seinen vollkommen natürlichen Nutzen und Sinn hat. Doch auf diese Art der vernünftigen Religionskritik, die die Religion nicht pauschal verteufelt, lassen sich weder Salcher und schon gar nicht Schmidt-Salomon ein.
HumanismusEin sehr gutes Buch! Mit messerscharfem Verstand und mit fundierter Kenntnis stellt Dr. Michael Schmidt-Salomon allgemein verständlich den säkularen Humanismus vor. Dabei wird auf Religionskritik (neben den theistischen Religionen" werden auch die atheistischen und politischen Religionen kritisiert) nicht verzichtet.
Er stellt die Stützpfeiler des evolutionären Humanismus vor (Wissenschaft, Philosophie, Kunst). Es wird klar, dass der Evolutionäre Humanismus kein dogmatisches, sondern ein "offenes System" ist. Es wird deutlich warum der rationale Glaube an die Wissenschaft nicht mit "Wissenschaftsgläubigkeit" zu verwechseln ist.
Kritik und Verbesserung ist der Motor des evolutionären Humanismus, der damit im totalen Gegensatz zu der Ideologie der Religionen steht, die absolute nicht zu hinterfragende "Wahrheiten" verkünden.
Es werden brandaktuelle und kontrovers diskutierte Themen behandelt (halbierte Aufklärung, Fundamentalismus, ID, Bioethik, Sozial- und Bildungssystem usw.) Sehr gefallen hat mir das Kapitel "Den Eigennutz in den Dienst der Humanität stellen!" und die Zehn Angebote (nicht Gebote) des evolutionären Humanismus.
Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch ! 5 Sterne !
Glaubst du noch, oder denkst du schon?"Glaubst du noch oder denkst du schon?" - mit dieser Verwurstung des Slogans eines erfolgreichen Möbelhauses aus dem Land der Elche als Kapitelüberschrift reagiert der Philosoph Schmidt-Salomon (unlängst von FOCUS interviewt) auf die Tatsache, dass Gläubige im Namen Allahs meinen, Flugzeuge in Hochhäuser steuern zu müssen - oder gläubige Christen in Washington dafür kämpfen, dass der Darwinschen Lehre im Biologie-Unterricht gleichrangig die Lehre von der "Intelligenten Schöpferkraft" Gottes (Kreationismus) zugeordnet werden müsse. Mit der Überschrift "Der Affe in uns" bemüht sich Schmidt-Salomon tapfer um Widerstand - nicht einfach angesichts der Meinungsführerschaft der Kirchen auf diesem Gebiet. "Die vielen Millionen Menschen, die in Deutschland bereits der Religion den Rücken gekehrt haben (mittlerweile gibt es hierzulande mehr Konfessionslose als katholische oder evangelische Kirchenmitglieder), finden weder in der Politik noch in den Medien die Beachtung, die sie verdienen...", ist in einer zugehörigen Presse-Erklärung der "Giordano-Bruno-Stiftung" formuliert, deren Vorstand Dr. Michael Schmidt-Salomon angehört. Nachdem er zunächst ironisch an das Thema Weiterleben nach dem Tode herangegangen war (mit dem satirischen Roman "Stollbergs Inferno", 2002) unternimmt er nun einen Versuch, bei dem man ihm den größten Erfolg wünschen möchte: den einer Vernetzung derjenigen Geister, denen es allmählich zu bunt wird, ständig mit ansehen zu müssen, wie sich scheinbar noch in der Welt des Mittelalters verwurzelte giftige Gläubigkeit immer bedrohlicher auskennt mit Zugriffsmöglichkeiten auf modernste, offensichtlich leicht zu bedienende und dennoch erschreckend effiziente Waffentechnik. Nur zu logisch, dass Schmidt-Salomon darauf hinweist, dass Humanität, moderne Ethik, Menschenrechte - dass dies alles gegen den erbitterten Widerstand der Religionen stets erkämpft werden musste. Scheinbar muss der globale Frieden heutzutage gegen den erbitterten Widerstand der Gläubigen aller Lager erstritten werden. Dieses Buch ist ein sinnvoller Grund-Baustein aufgeklärten Argmentierens in diese Richtung ...
Brockhaus-1809: Das Manifest · Michael Ignaz Schmidt
Brockhaus-1911: Humanismus · Manifést · Schmidt [4] · Schmidt [5] · Schmidt [6] · Schmidt [22] · Schmidt [2] · Schmidt [3] · Schmidt-Cabanis · Schmidt-Rimpler · Schmidt-Weißenfels · Schmidt [7] · Schmidt [8] · Schmidt [9] · Schmidt [21] · Schmidt [12] · Schmidt [13] · Schmidt [14] · Schmidt · Schmidt [10] · Schmidt [11] · Schmidt [18] · Schmidt [19] · Schmidt [20] · Schmidt [15] · Schmidt [16] · Schmidt [17]
Eisler-1912: Schmidt, Heinrich · Schmidt, Wilhelm · Schmidt, F. J. · Schmidt, Ferdinand Jacob · Schmidt, Alexis · Schmidt, Caspar · Schmidt, Eugen Heinrich
Herder-1854: Manifest · Schmidt [7] · Schmidt [6] · Schmidt [8] · Schmidt-Phiseldeck · Schmidt [9] · Schmidt [2] · Schmidt [1] · Schmidt [3] · Schmidt [5] · Schmidt [4]
Meyers-1905: Humanismus · Manifést · Kommunistisches Manifest · Schmidt [2] · Schmidt-Phiseldeck · Schmidt-Cabanis · Haver-Schmidt · Klamer-Schmidt · Schmidt [1]