Im Hongkong des Jahres 1998, kurz vor der Rückgabe der britischen Kronkolonie an China, kreuzen sich die Wege vier ganz unterschiedlicher Menschen: Der todkranke britische Journalist John verliebt sich leidenschaftlich in die Chinesin Vivian. Sie, die um das Studium ihres Freundes zu finanzieren, als Hostess gearbeitet hat, will aber nur ihn, den inzwischen erfolgreichen Börsenmakler Chang heiraten. Und dann ist da noch das Straßenmädchen Jean, das mit ungebrochenem Optimismus in die Zukunft blickt... Wie immer, wenn Jeremy Irons im Film sein Herz verliert, macht das Leid Überstunden. Ob nun in 'Verhängnis', 'M. Butterfly' oder 'Lolita', stets bringen ihn Obsessionen zumindest an den Rand der Verzweiflung. Regisseur Wayne Wang ('Smoke') geht da noch einen Schritt weiter und gestattet seinem Helden, quasi stellvetretend für die Kolonie Honkong, nur den Tod als Ausweg aus seinem Dilemma. Wunderbar fotografierte Stadtansichten und die beiden glänzend agierenden, schön anzusehenden Protagonistinnen (die China-Stars Gong Li und Maggie Cheung) machen diesen eher sperrigen Kunstfilm zumindest für Cineasten zum Genuß.
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