Lukianenko, Sergej

Wächter der Nacht

Wächter der Nacht
  • Verlag: Weltbild
  • Erscheinungsdatum: 2006-12-04
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 501
  • ISBN: 389897524X
  • EAN: 9783898975247
  • Amazon.de Verkaufsrang: 33.083
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Beschreibung von buecher.de

Vampire, Gestaltwandler, Hexen, Magier, seit ewigen Zeiten leben die so genannten 'Anderen' unerkannt in unserer Mitte. Und seit ewigen Zeiten stehen sich die Mächte des Lichts und die Mächte der Finsternis unversöhnlich gegenüber, zurückgehalten nur durch einen vor Jahren geschlossenen Waffenstillstand. Zwei Organisationen, den 'Wächtern der Nacht' und den 'Wächtern des Tages', obliegt es, das empfindliche Gleichgewicht der Kräfte aufrecht zu erhalten. Doch nun droht dieses Gleichgewicht zu kippen und die Welt ins Chaos zu stürzen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Maike Keuntje fanden 72 von 79 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Lichtgestalten

In Sergej Lukianenkos Moskau herrscht ein wackeliger Waffenstillstand zwischen den Anderen, also zwischen den dunklen und den lichten Magiern. "Wächter der Nacht - Nochnoi Dozor 1" ist aus Sicht des lichten Magiers Anton erzählt, der für die Nachtwache arbeitet. Bei einem seiner Aufträge entdeckt er in der U-Bahn eine Frau mit einem bedrohlichen Wirbel über ihrem Kopf. Solche Wirbel sind nichts Ungewöhnliches, sind sie doch nur Zeichen eines Fluches. Die verfluchten Personen haben in der Zeit verstärkt Unglück, doch der schwarze Wirbel über dem Kopf der unbekannten Frau ist anders, Anton schafft es nicht, ihn aufzulösen. Kurz darauf versucht eine Vampirin, den kleinen Jungen Jegor anzulocken, um dessen Blut zu trinken, doch dies ist verboten, so kann Anton Jegor gerade noch retten. Doch leider können sowohl die dunkle Vampirin fliehen wie auch der kleine Junge. Der Chef der Nachtwache ist beunruhigt, einmal weil Jegor noch in der Lage war zu fliehen und einmal aufgrund des dunklen Wirbels. Er befürchtet eine große Katastrophe und richtig, bald wächst der bedrohliche Wirbel immer weiter an, bis er eine Höhe von über 30m erreicht hat, ein solches Unglück könnte ganz Moskau zerstören...In den Medien wird Sergej Lukianenko gerne mit J.R.R. Tolkien verglichen, einmal sicherlich, weil dies meist verkaufsförderlich ist, einmal aber auch, weil "Wächter der Nacht" in Russland tatsächlich erfolgreicher ist als das große Fantasywerk und einmal, weil die zugehörige Verfilmung der bislang erfolgreichste russische Film überhaupt ist. Das macht natürlich neugierig, auch wenn der Vergleich Erwartungen weckt, die vielleicht nicht angebracht sind. So haben Tolkiens "Herr der Ringe" und Lukianenkos "Wächter der Nacht" nicht viel gemeinsam, außer dass es um den Kampf zwischen Gut und Böse geht.Doch bei Lukianenko sind die Grenzen erfreulicherweise verwaschen, die Lichten haben durchaus auch ihre dunklen Seiten, während die Dunklen nicht durchweg böse sind. Dies hat seinen ganz besonderen Reiz, da wir die einzelnen Personen nicht in entsprechende Schubladen stecken können.Auf der personellen Ebene fällt zunächst natürlich Anton auf, aus dessen Sicht die ganze Geschichte erzählt ist und den wir dadurch am besten kennenlernen. Interessanterweise jedoch erfahren wir nicht alle seine Gedanken, einige Informationen enthält er uns vor und macht daher noch mehr Lust aufs Weiterlesen. Ich hoffe, dass Anton auch in den folgenden Romanen noch eine große Rolle spielen wird, da ihm in "Wächter der Nacht" große Sympathien zufliegen.Lukianenkos Werk ist zwar nicht recht mit dem Herrn der Ringe vergleichbar, muss sich aber bestimmt nicht dahinter verstecken, denn Lukianenko zeichnet eine düstere Zwielicht-Welt in Moskau, die düster und bedrohlich wirkt und daher ihren Reiz hat. Obwohl russische Literatur vielleicht ungewöhnlich anmutet, wird diese russische Trilogie sicherlich auch in Deutschland eine große Fangemeinde bekommen und das völlig zurecht, ich fiebere schon jetzt ungeduldig der Fortsetzung entgegen!

Diese Rezension von Sven fanden 34 von 41 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Buch der etwas anderen Art!

Sergej Lukianenko

Wächter der NachtStory:

In Moskau leben die Lichten und die Dunklen in einem wackligen Waffenstillstand, die Lichten sorgen als Wächter der Nacht in den dunklen Stunden für Ordnung, während die Dunklen tagsüber die Wache übernehmen. Anton arbeitet als lichter Magier bei der Nachtwache und muss eines Nachts beobachten, wie eine Vampirin den 12-jährigen Jegor anlockt, um dessen Blut zu trinken. Doch dies ist verboten, und so kann Anton gerade noch rechtzeitig einschreiten, doch sowohl der Junge als auch die Vampirin können fliehen. Viel beunruhigender sind allerdings andere Ereignisse: Auf seiner nächtlichen Runde hat Anton in der U-Bahn eine Frau beobachtet, die einen bedrohlichen schwarzen Wirbel über ihrem Kopf schweben hat. Im Grunde genommen sind solche Wirbel alltäglich und werden durch Flüche hervorgerufen. Die verfluchte Person wird nun einige Unglücke zu verkraften haben, doch der besagte Wirbel über dem Kopf der unbekannten Frau ist anders. Anton schafft es nicht, ihn aufzulösen, der Wirbel nimmt eher noch dramatischere Ausmaße an.Antons Chef beschließt daraufhin, den schwarzen Wirbel von seiner Nachtwache aufhalten zu lassen, muss aber zusehen, wie dieser größer und größer wird und schließlich eine Höhe von über dreißig Metern annimmt. Dies würde eine Katastrophe bedeuten, die große Teile von Moskau zerstören und viele Menschenleben kosten würde. Und zudem muss Anton noch auf den Jungen aufpassen, den die dunklen wollen ihn auf seine Seite ziehen, um das Schicksal der lichten zu besiegeln. Schließlich kommt es zum Showdown, bei dem Anton eine große Rolle spielen wird.Fazit:

Wächter der nacht ist der erste Teil einer Trilogie, doch wenn man das Buch gelesen hat, fragt man sich, was in den nächsten Teilen noch passieren soll, da der Roman in sich abgeschlossen ist. Zum Buch: Wächter der Nacht ist, so finde ich, sehr gut geschrieben, man hat Spaß beim Lesen, nicht nur weil der Autor mit Witz schreibt, sondern auch, weil man ein solches Buch sicherlich noch nie gelesen hat. Die Story, die in diesem Roman behandelt wird, ist eigentlich altbekannt: Gut gegen Böse, doch hier stellt Sergej Lukianenko die Geschehnisse und die Kulisse so dar, wie ich es noch nie gelesen habe. Er versteht es, die Geschichte mit den Charakteren so zu vertricken, dass der Leser das Gefühl hat, etwas zu lesen, was für ihn neu ist. Und das ist eines der faszinierenden Dinge an Wächter der Nacht.

Spannende Geschichte, sehr gut umgesetzt, klasse geschrieben. Ein Buch der etwas anderen Art, und vielleicht gerade deswegen ein Knüller!

Diese Rezension von Sven fanden 32 von 37 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Grandioser Anfang einer Trilogie

Ich habe das Buch und die beiden nachfolgenden Bände auf russisch gelesen und kann nur ,die über das Internet verbreitete Meinung unterstützen - das Buch ist unglaublich gut.

Ich hoffe nur die deutsche Übesetzung behält den wirklich tollen Humor aus dem Original. Ich würde so weit gehen und behaupten ,"Wächter der Nacht" übertrifft "Harry Potter" um Längen. Auch im Gegensatz zu "Herr der Ringe" wird die Grenze zwischen Gut und Böse nicht wirklich scharf gezeichnet, so dass der Leser zu den Frage geführt wird, was das Gute von dem Bösen wirklich unterscheidet.Vor Allem in den Fortsetzungen wird auf diesen Punkt immer weiter eingegangen.Kurz zur Handlung: Neben den normalen Menschen wird die Welt von den sg. "Anderen" bevölkert. Die Anderen teilen sich in die "Hellen" und die "Dunklen" auf. Jahrtausende lang bekriegten sich die scheinbar "Guten" und die "Bösen" bis sie gemerkt haben, dass es keinen Sieger geben wird und sie sich gegenseitig vernichten könnten. Daraufhin schlossen die beiden Seiten einen Packt um den Status Quo zu wahren. In der Nacht beobachten die hellen "Wächter der Nacht" die Taten der "Dunklen" während am Tage die "Hellen" von den dunklen "Wächtern des Tages" beobachten werden...

Diese Rezension von M. Bachmann fanden 27 von 31 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Klasse Buch - NICHT mit dem Film zu vergleichen!

Ursprünglich bin ich durch den Kinofilm auf "Wächter der Nacht" aufmerksam geworden. Ich war interessiert, kam aber irgendwie nicht dazu, mir den Film anzusehen, deshalb kaufte ich mir zunächst das Buch. Leider wurde mir dann aber von einigen Freunden gesagt,d ass der Film nicht sonderlich berauschend sei, wovon ich mich später dann auch selber noch überzeugen konnte. Das Buch lag deshalb längere Zeit unberührt in meinem Zimmer. Aus purer Langeweile habe ich dann doch noch angefangen zu lesen - und war erstaunt. Zunächst darüber, dass die Handlung wirklich sehr stark abweicht, dann darüber, dass die Handlung des Films, der mir sehr gehetzt und unvollständig vorkam, nach etwa der Hälfte des Buches aufhört. Der Text liest sich im übrigen sehr flüssig. Auch wenn dies seltsam klingen mag, das Lesen viel mir teilweise leichter als den Film anzuschaun, der stellenweise sehr zäh und undurchdringlich erscheint. Überhaupt habe ich glaube ich das erste mal ein Buch mit über 500 Seiten an nur zwei Tagen durchgelesen. Je weiter man kommt (und das meine ich jetzt auch in Hinsichta uf die Fortsetzungen), desto mehr gewinnt die Handlung an Tiefe und philosophischen Einblicken, die dem Film vollkommen abgehen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Die Übersetzung ist teilweise holprig und es schleichen sich ungewöhnlich viele Druckfehler ein. Insgesamt wird der Eindruck meiner Meinung nach hierdurch nicht getrübt.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einen Sinn für Fantasy und skurrile Weltanschauungen hat. Freunde der Action werden auch ihren Teil bekommen, jedoch liegt darin nicht der Sinn dieser Reihe.

Ich empfehle außerdem jedem, der dieses Buch ließt, sich rechtzeitig ein wenig Geld zurechtzulegen, denn wem es gefällt, der wird nicht umhin kommen, die nachfolgenden Bände anzuschaffen. Und zwar möglichst schnell ;)

Diese Rezension von j-morra fanden 26 von 36 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Zuerst Buch, dann Film

Ich habe das Buch "Wächter der Nacht" und nachfolgende Bücher bereits auf Russisch gelesen und auch Film gesehen. Meine Empfehlung: zuerst unbedingt das Buch lesen! Da es in Russland sehr bekannt ist, hat man im Film einige Erklärungen weggelassen, so dass es vielleicht ein Paar Momente nicht ohne weiteres verständlich sind. Aber: sowohl das Buch als auch Film sind Spitze, wie viele andere Bücher von Sergej Lukjanenko.




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