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Der Band bietet eine systematische Einführung in die wichtigsten Aspekte esoterischer Ideologien und problematisiert ihren Einfluß auf die Gesellschaft. Nach einer theoretischen Grundlegung und einer historischen Einführung zu den Wurzeln des Okkultismus werden alle zentralen Begriffe der Esoterik erläutert und zahlreiche wichtige aktuell aktive oder von größeren Kreisen rezipierte Personen und Gruppierungen vorgestellt. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die für Deutschland spezifische Spielart der Esoterik mit ihrem völkischen Einschlag.
Gute EinführungWitzigwitzig, wenn da in einer Rezension zu Claudia Barths esoterikkritischem Buch von "wunder(!)schöner Sprache" die Rede ist. Nein, einen Literaturpreis gewinnt Barth mit diesem Buch gewiss nicht, dafür ist ihre Sprache viel zu eckig und gerade nicht schön, aber darauf kommt's auch nicht an. Die Inhalte sind anständig recherchiert und gut aufbereitet, wenngleich sie anderweitig, bei Ebermann/Trampert, Goldner, Platta, Nordhausen/Billerbeck, Schweidlenka/Gugenberger und bei vielen anderen, bei denen sich Barth offenkundig bedient hat, umfassender und zugleich präziser dargestellt zu finden sind. Aber vielleicht ist ja gerade das das Verdienst Barths, eine eher leichtgewichtige aber dennoch ordentliche Ein- und Hinführung zur Esoterikkritik vorgelegt zu haben.
Gute EinführungEine Einführung in die Psycho- und Esoterikszene und die Abgründe, die sich dort auftun. Die rechtslastigen und vor allem extrem frauenfeindlichen Ideologeme von Szene-Vordenkern wie F.Capra, dem Dalai Lama oder B.Hellinger werden dargestellt und kritisch bewertet. Dazu ein Überblick über die historische Entwicklung der Eso-Szene in Deutschland seit Ende des 19. Jhdts. Alles in allem: sehr brauchbar.
Ein Muss - nicht nur für EsoterikerClaudia Barth gibt in ihrem neuen Buch einen umfassenden Überblick über die Esoterikszene und deren Verknüpfung mit rechtem, rassistischem und antisemitischen Gedankengut. Von der Enstehung der Esoterikbewegung Ende des 19. Jhdt. über die Zeit des Nazi-Regimes bis zur Gegenwart werden anhand konkreter Beispiele die ideologischen Hintergründe erklärt. Bekannte Psychosekten und Kulte aber auch vermeintlich harmlose Gruppierungen wie die Antroposophen halten noch immer an offen rassistischen Weltanschauungsmodellen fest und lehren diese ihren Anhängern. Dieses Buch bietet sowohl Hintergrundwissen als auch Argumentationshilfen, wenn Ihr Gesprächspartner mal wieder von der ach so friedliebenden Waldorfschule schwafelt.
Wahrlich: Irrational!Nicht, dass das, was allgemein vereinfachend mit "Esoterik-Szene" bezeichnet wird, keine Kritik verdienen würde. Doch anstatt eine differenzierte Orientierungshilfe zu geben, wird hier pauschal alles schlecht gemacht und polemisiert. Frau Barth bemüht sich an nicht EINER Stelle im ganzen Buch um echtes Verständnis für die Sinnsuchenden. Dafür werden - oft auf sehr abenteuerliche Weise - Verbindungen zu "völkischen" Ideologien oder nationalsozialistischem Gedankengut an den Haaren herbeigezogen. Trotz vieler Fußnoten fehlt es an objektiver Quellenkritik: Satt systematischer Argumentation folgt ein Ringschluss nach dem anderen, wobei "befreundete" Autoren als zweielhafte Belege herangezogen werden. Eine Abwägung zwischen Pro und Contra unterbleibt.
Wie will ein solches Buch als Ratgeber fungieren?
Ein Werk, das eigentlich mehr über das Weltbild der Autorin aussagt als über die von ihr untersuchten Anschauungen!
Einführung in die Kritik moderner "Ersatzreligionen"Ausgehend vom Positivismus der die Quelle der Erkenntnis auf das Beschreibbare und bloße Sammeln von Daten reduziert; Rückschlüsse auf die Erklärbarkeit der Welt aber nicht gestattet, beginnt im Prinzip "Über alles in der Welt".
Die bestehende Wissenschaftsphilosophie darf als positivistisch eingeschätzt werden. Der Irrationalismus ist ihr folgerichtiges Produkt.
Wen wundert es da, dass sich Angebote zur Suche nach vermeintlich höherem Erkenntnisgewinn immer stärker durchsetzen. Jüngst wurde in Regierungskreisen beispielsweise ein Verbot der Gentechnologie in der Landwirtschaft laut. Dieses wird aber etwa nicht wissenschaftlich, sondern als abzulehnender Eingriff in die "Schöpfung" begründet. Die Esoterik ist also längst auch in den Eliten dieser Gesellschaft angekommen. Konzerne wie Bertelsmann oder Siemens unterstützen anthroposophische Projekte. Etwa 230 Millionen Euro fließen jährlich aus Staatsmitteln an Waldorfschulen. Unter esoterischen Aufrufen findet man die Unterschrift von Bundestagsabgeordneten und Gewerkschaftern.
Der Gefährlichkeit dieser Entwicklung widmet die Autorin Claudia Barth dem Hauptteil ihres Buches. Dieser gliedert sich grob in zwei Stränge: Einen historischen und einen, der sich mit der Gegenwart nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. Dabei geht sie auf prominente Vertreter wie Blavatsky, Steiner, Capra oder auch den Dalai Lama ein und beleuchtet Verbindungen wie die Wandervogelbewegung oder das Thule-Seminar.
Der Rückgriff der heutigen esoterischen Vertreter auf die gleichen Konstrukte ihrer Vorgänger verblüfft. Das beunruhigt, weiss man um die menschenverachtenden und rassistischen Auswüchse dieser Überzeugungssysteme.
Die Kompatibilität zwischen Esoterik und Faschismus wird anhand gemeinsamer zentraler Denkmuster herauskristallisiert . Die große Frage die Barth hierbei in den Raum stellt, ob die gleichen ideologischen Wegbereiter des Faschismus von einst, wieder dazu bedient werden, die bürgerliche Demokratie auszuschalten.
Das im Alibri-Verlag erschienene Buch, darf neben Jutta Ditfurths "Entspannt in die Barbarei" oder Colin Goldners Wälzer "Die Psycho-Szenze", quasi als Standardwerk für die Einführung in die Esoterik-Kritik gewertet werden. Es gibt einen interessierenden Überblick über wesentliche Elemente moderner Esoterik, sowie eine Einführung zu deren Entstehung, abgerundet durch weiterführende Literaturhinweise.
In eine nachdenkliche Unruhe stimmt das abschließende Plädoyer dieses Titels, welches für eine ausbeutungsfreie Gesellschaft, die als Grundlage für "die Möglichkeit zur Überwindung der irrationalen religiösen Bedürftigkeit" postuliert wird.
Adelung-1793: Welt-System, das · Welt-Cirkel, der · Welt, die
Brockhaus-1809: Die Sieben Wunder der Welt
Brockhaus-1911: Barth [3] · Barth [4] · Barth [2] · Barth · Sieben Wunder der Welt · Neue Welt · Alte Welt
DamenConvLex-1834: Wunder der Welt
Eisler-1904: Welt · Welt · Moralische Welt · Intellectuelle Welt · Intelligible Welt
Eisler-1912: Barth, P. · Barth, Paul
Goetzinger-1885: Schöpfung der Welt
Herder-1854: Barth [3] · Barth [4] · Barth [1] · Barth [2] · Welt · Sieben Wunder der Welt · Neue Welt
Kirchner-Michaelis-1907: Welt · beste Welt
Mauthner-1923: verbale Welt · substantivische Welt · adjektivische Welt
Meyers-1905: Barth [2] · Barth [1] · Welt · Sieben Wunder der Welt · Wunder der Welt · Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt · Neue Welt · Beste Welt · Alte Welt · Heil aller Welt · Erhaltung der Welt
Pagel-1901: Barth, Jean Baptiste · Barth, Adolf · Barth, Adolf · Barth, Arthur
Pataky-1898: Barth, M. · Barth, S.
Pierer-1857: Barth [2] · Barth-Barthenheim · Barth [1] · Sieben Wunderwerke der Welt · Neue Welt · In jener Welt · Welt [2] · Welt [1] · Universal der Welt · Einzeugung Gottes in die Welt · Beste Welt · Alte Welt · Heil aller Welt · Erschaffung der Welt · Ende der Welt
Schmidt-1902: Barth, Rudolf · Barth, Johann August · Barth, Johann Ambrosius