Humboldt, Alexander von

Fahrt auf dem Orinoko, 1 Audio-CD

Fahrt auf dem Orinoko, 1 Audio-CD
  • Verlag: AUDIOBUCH
  • Erscheinungsdatum: 2007-03-01
  • Format: Audio CD
  • Umfang: 1
  • ISBN: 3899642333
  • EAN: 9783899642339
  • Amazon.de Verkaufsrang: 504.908
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Beschreibung von buecher.de

Ist die soeben verspeiste Hand wirklich die eines Affen gewesen? Lauert vielleicht doch ein Indianer mit tödlich vergiftetem Pfeil im Urwald neben der Lagerstätte am Orinoco-Ufer? Weder durch Stromschnellen noch durch Fieberschübe läßt sich Humboldt abhalten, die Geheimnisse des südamerikanischen Dschungels zu erkunden. Alexander von Humboldt (1769-1859) war ein deutscher Naturforscher von Weltrang. Seine Forschungsreisen führten bis nach Lateinamerika, in die USA und nach Zentralasien.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von TV fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Andere Länder, andere Sitten oder Horrorfahrt auf dem Orinoko...

Wer kennt ihn noch diesen großen Naturforscher aus Berlin ? Das allgemein bekannteste ist sicher das nach im benannte Schiff mit den grünen Segeln, welches gelegentlich in einem Werbespot zu sehen ist.

Alexander von Humboldt ( *14.09.1769 - +06.05.1859 ), Geologe, Begründer der physischen Geographie, Namensgeber des Humboldtstromes, bereiste im Jahr 1800 gemeinsam mit dem französischen Botaniker Aime Bonpland einige Gebiete in der Karibik und Süd Amerikas.

Dieses Hörbuch startet im April 1800, mit der Einfahrt in den Orinoko im heutigen Venezuela und gibt die Tagebucheintragungen jener 2250km langen Expedition wieder.

Anfänglich klingt alles eher etwas nüchtern, Alexander v. Humboldt beschreibt wie sie von einer Piroge aus den Wechsel der Landschaft beobachten, die Eiablage verschiedener Schildkrötenarten und deren Ernte durch die Befölkerung. Er äußert sich zu dem Einfluß der Missionare und er macht sich Gedanken über die unterschiedlichen gesellschaftlichen Stände. Hierbei fällt auf das er schon weit seiner Zeit voraus war und auch eine soziale Ader in ihm schlug. Er ist nicht der Meinung das man die einheimische Bevölkerung zivilisieren sollte, sondern es sei sinnvoller ein harmonisches Miteinander zu finden " Vernunft durch Vernunft ersetzen ", was sich jedoch , genau wie heute oft als unmöglich erweist .

Ab dem Monat Mai der Reise wird das Geschehen zunehmend dramatischer und die schockierenden Berichte über die Sitten und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung lassen einem den Ein- oder Anderen Schauer über den Rücken laufen.

Da hat Einer mal eben seine gemästete Ehefrau verspeist oder im Dschungel werden unliebsame Nachbarn gejagt und deren Kinder und Frauen stehen dann abends auf der Speisekarte der Siegesfeier (so viel zum Thema Nachbarschaftsstreit...) .

Im Verlauf der weiteren Fahrt besucht Alexander v. Humboldt diverse Urwaldlabore, welche der Herstellung von Pfeilgiften dienen und er läßt sich versichern das nur ein mit Gift getötetes Huhn wirklich gut schmecken würde...

Rings um ihn herum beschießen sich die verschiedenen Kannibalenstämme mit ihren Giftpfeilen und essen sich dann gegenseitig auf, doch Alexander v. Humboldt forscht in aller Seelenruhe was das Zeug hält. Vorallem bekommt er kaum ernsthaft einen Kratzer ab !

Unbeirrt aller Widrigkeiten berichtet er vollkommen gelassen und sachlich über die Natur und Tierwelt, über die Handwerkskunst, die Nahrung, wie die Pfeilgifte hergestellt werden, wie sie schmecken... oder wie ungewöhnlich "Affenbraten" auf zivilisierte Europäer wirkt .

Auch über das Eheleben der Einheimischen läßt er sich aus, er gibt an das die Männer einfach irgendwelche Mädchen entführen und diese dann als Untertanen in einer Art Harem leben . Es solle aber auch "Vielmännerei" unter den Frauen gegeben haben .

Zum Schluß findet er noch einen Grabhügel voller bemalter Skelette von denen er zu Forschungszwecken einige entnimmt. Tja, das alles sollen Indiana Jones und Co erstmal nachmachen ...

postitiv:

- sehr interessanter, teilweise schockierender Reisebericht

- schönes Cover, mit rückseitigem Reiseverlauf

- gut gesprochen ( auch wenn mir die Stimme von Johannes Steck etwas rauh klingt, so spricht er vorallem die spanischen Wörter perfekt aus )

negativ:

- fehlende atmosphärische Tiefe (keine Geräuche, nur ein Sprecher )

- knappes Ende, es fehlt ein abschließender Satz

zur CD:

- 68 Minuten

- 12 Kapitel

- Sprache : deutsch

Fazit:

Für mich hat sich der Kauf dieses Hörbuches auf jeden Fall gelohnt und wer auf echte Abenteuerdokus steht dem wird diese CD sicher gefallen. Teilweise ist sie etwas nüchtern aber teilweise auch ganz schön heftig. Zu wünschen bleibt das es noch weitere Hörbücher oder Verfilmungen von Deutschen Entdeckern geben wird, denn es gab auch in unserem Land viele gute Leute die spannende Reisen erlebt haben. Leider sind fast alles von ihnen zugunsten von Männern wie Fernando de Magellan oder James Cook, allgemein in Vergessenheit geraten.

Na dann, viel Spaß auf dem Orinoko....

Siehe auch die Lieblingsliste : Die Welt entdecken )

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