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Der Bund ist zerbrochen und die Wege der Gefährten trennen sich. Nachdem Frodo und Sam, sich alleine auf den Weg zum Schicksalsberg machen, müssen Aragorn, Legolas und Gimli sich auf die Suche nach den beiden Hobbits Merry und Pippin begeben und treffen dort auf einen alten Wegbegleiter...
In würdiger Nachfolge und in Gedenken an Achim Höppner liest Gert Heidenreich Teil zwei der Fantasytrilogie und folgt den Gefährten auf ihren Abenteuern in Mittelerde.
Auch für den zweiten Band hat die Tolkiengesellschaft die Auswahl für das umfangreiche Booklet getroffen: Die Geschichte der Völker Mittelerdes wird fortgesetzt, den Auenland-Kalender und Schrift und Lautung der alten Sprachen.
Sehr gut, dank neuem SprecherIch denke über den 'Herr der Ringe' muss man inhaltlich kein Wort mehr verlieren, darum ein paar Anmerkungen zur Hörbuchversion:
'Die Zwei Türme' ist ein "richtiges" Hörbuch. Keine nervende Musik, keine Soundeffekte und sonstiger Schnickschnack. Nur gesprochener Text
Der leider verstorbene A. Höppner hat zwar den netten Effekt gebracht, das Gandalf (Höppner war die Synchronstimme von Gandalf in dem Filmepos) einem die Geschichte erzählte, brachte aber zumindest für mich immer gewisse Irritationen, wenn Gandalf (Sprecher) dem Gandalf(Romanfigur) die Stimme geliehen hat. Höppner war zwar auch ein begnadeter Vorleser, aber in dem vorliegenden zweiter Teil wird er von Gerd Heidenreich sehr erfolgreich abgelöst.
Heidenreich spricht so, wie es bei einem guten Vorleser sein sollte. Er tritt hinter der Geschichte, die er vorließt zurück. Er charakterisiert zwar auch die Personen, aber bei Heidenreich hat man mehr das Gefühl das Buch wirklich zu lesen, statt einem Hörspiel zu lauschen. G.Heidenreich ist auf jeden Fall ein Gewinn für die Hörbuchausgabe von Tolkiens Meisterwerk.
Einziger Kritikpunkt ist eigentlich die neue Übersetzung. Sie ist zwar kein KO Kriterium, da sie über weite Teile sich von der alten Übersetzung eigentlich nicht unterscheidet, aber der Sprachausdruck einiger Figuren rollt einem Tolkienfan (der den Herr der Ringe auch mal in Englisch gelesen hat) wirklich die Fußnägel auf. Wenn Sam, Frodo als 'Chef' statt als 'Herr' anredet ist das zwar inhaltlich sicher ähnlich, aber sprachlich ist es wirklich eine Entstellung. Genauso Begriffe wie Firma etc. haben eigentlich in einem Roman wie dem HdR nichts zu suchen.
Vom Kauf würde ich deswegen aber nicht abraten, aber den fünften Stern kostet es die Hörbuchausgabe. Vieleicht lässt sich ja der Verlag eines Tages mal herab und überarbeitet die neue Übersetzung nochmals. Ich hoffe es für alle die den HdR noch nicht in Buchform kennen
GenialLange musste man auf den zweiten Teil warten. Die Vorfreude war zumindest bei mir riesig. Allerdings stellte ich mir auch immer die Frage, wer die Lücke schließen sollte, die der geniale Achim Höppner hinterlassen hat. Meine Sorgen waren unbegründet. Gert Heidenreich liest hervorragend. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Ob er seinen Job besser oder schlechter macht als Achim Höppner, ist eine Geschmacksfrage und letztlich ohne Bedeutung. Ich bin von beiden Lesungen begeistert.
Bei dem Hörbuch handelt es sich wie schon beim ersten Teil um die Krege-Übersetzung. Ein Rat an alle 'Ring-Puristen': Lasst die Finger davon. Ein Rat an alle anderen: Kaufen und genießen. Der Glaubenskrieg bzgl. der beiden Übersetzungen ist vollkommen unangemessen. Lasst euch deshalb davon nicht abschrecken.
einfach gut!Kann mich den Vorrednern nur anschließen - Heidenreich liest zwar anders, aber trotzdem nicht schlechter als sein Vorgänger. Er verleiht jedem Charakter einen etwas anderen Tonfall (Legolas eher leise, Gimli schnell und brummig...), was das Hören sehr angenehm macht.
Ich selbst mag die Krege-Übersetzung nicht so gern, aber das Hörbuch ist trotzdem sehr zu empfehlen. Wer sich an Feinheiten von Übersetzungen stört, sollte das englische Original lesen und nicht ewig auf Problemen, die keine sind, herumreiten.
Fazit: Ins Bett kuscheln, Licht aus, und Mittelerde neu entdecken!
Heidenreich stellt den Inhalt über die Rezitiation. Genial!Endlich ist der zweite Teil der Saga da! Die grosse Frage war, wer Achim Höppner ersetzen und wie der Nachfolger die grosse Lücke füllen würde. Sein langjähriger Freund Gert Heidenreich hat es gewagt - und gewonnen.
Heidenreich liest anders und, genau betrachtet, besser. Warum? Achim Höppner rezitierte sehr akzentuiert, versuchte jeder Figur eine eigene Stimme zu geben. Heidenreich legt mehr Wert auf die Emotionen in den Aussagen selbst. Hören Sie genau hin, wenn Gandalf seinen leichten Spott hören lässt oder der schelmische Pippin den wieder gefundenen Gefährten seine und Merrys Abenteuer schildert! (Gollum verleiht Heidenreich ein sehr überzeugendes Eigenleben)
Mit dieser feinen Nuancierung stellt Heidenreich den Inhalt über die Rezitation. Er macht das blosse Hören zu einem Hochgenuss, wenn es auch anspruchsvoller ist als bei Teil 1.
Ein würdiger Nachfolger, ein tolles HörbuchHeidenreich folgt Höppner:
Der Verlust war groß, der Nachfolger ist der Aufgabe mehr als gewachsen.
Alles fliesst und nur der Narr hält beharrlich am Unvermeidlichen fest.
Über Tolkien muss man kein weiteres Wort mehr verfassen.
Und das ewige Greinen einiger selbsternannter Tolkien-Hohepriester über die Krege Übersetzung nervt, nervt, nervt. Ihnen sei gesagt: Erstens weiß man ja vorher welche Übersetzung vorliegt - also kauft es nicht, wenn Krege so schlecht übersetzt hat. Hat er aber nicht. Zweitens, wenn man solch ein Fan ist, dann kann man doch nur das englische, handschriftliche Manuskript lesen. Alles andere ist doch Sakrileg.
Also verschont die Nicht-Altphilologen bitte mit eurer Bitternis.
Mein Rat: Kaufen, hören, Geniessen!