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Ein Geiseldrama in der Leichenhalle des Krankenhauses Süd in Stockholm endet tödlich. Für Kommissar Ewert Grens umso tragischer, denn der Tote war nicht nur sein bester Freund, sondern auch ein allseits bekannter und beliebter Polizist. Warum hat die junge Geiselnehmerin ausgerechnet ihn erschossen? Woher kannte sie ihn? Und warum hasste sie ihn sosehr?
Ich hätte mehr erwartet....Ich habe mir den Inhalt durchgelesen und war gleich interessiert. Eine Prostituierte die gegen ihren Willen 12 mal am Tag missbraucht wurde und nach 3 Jahren Rache übt.
Sie kam aus Litauen nach Schweden im Glauben auf ehrliche Weise viel Geld zu verdienen. Von zwei freundlichen Männern angelockt, die ihr einen falschen Pass besorgen und ein besseres Leben versprechen. Auf dem Weg nach Schweden verwandelt sich das vermeintliche Glück in einen Alptraum der 3 Jahre andauern sollte. Sie werden vergewaltigt und ihnen wird gesagt, der Pass und die Üebrfahrt habe viel Geld gekosten und jetzt müssen sie auf diese Art ihre Schulden abbezahlen. Sie endet mit einem weiterem Mädchen in einer Wohnung mit elektronischem Schloss und darf zölf Freier am Tag empfangen, jeden Tag drei Jahre lang.
Schließlich wird sie von ihrem Zuhälter übel zugerichtet und wird ins Krankenhaus eingeliefert, dort erhält sie von ihrer Freundin Waffen und Sprengstoff und es beginnt ein Geiseldrama in der Leichenhalle des Krankenhauses.
Im Buch wird schon auf dem Buchdeckel vorweggenommen, dass ein beliebter litauisch sprechender Polizist dabei ums Leben kommt. Weiter geht es in der Geschichte aus der Sicht seines besten Freundes (ebenfalls Polizist) und genau mit dieser Person konnte ich mich nicht anfreunden. Was er zu Liebe seines Freundes tut, ist meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar und regt nur auf. Das Verhalten seines jüngeren Kollegens ist dann noch weniger nachvollziehbar, ich weiß nicht was damit bezweckt werden sollte.
Das Leben der Prosituierten und ihrer Freundin wurde zwar gut dargestellt, hat aber leider nur einen kleinen Teil des Buches ausgemacht, ich hätte gern mehr von ihnen gehört. Also von dem Inhalt der auf dem Buchrücken versprochen wird, kann man nur im ersten Teil des Buches lesen, aber im zweiten geht es ausschließlich um diesen Freund und immer wenn man denkt man dürfe nun mehr über den Hintergrund der beiden Frauen erfahren, wird abgebrochen und es kommt wieder etwas anderes, dass wenig damit zu tun hat.
Also für die gut ausgedachte Kerngeschichte und die gute Beschreibung gebe ich zwei Sterne, doch nocheinmal kaufen würde ich mir das Buch ehrlich gesagt nicht, ich hätte mir einfach mehr erwartet...
leider unglaubwürdigDer Krimi handelt von Brutalität. Entführung, Vergewaltigung, Menschenhandel sind keine Kindergartenthemen. Entsprechend hart ist die Sprache - das mag Geschmackssache sein, geht aber meiner Ansicht nach als angemessen durch. Doch hätte das Thema es durchaus verdient, etwas ernster genommen und nicht durch ein unglaubwürdiges Drumherum zugekleistert zu werden. Der traumatisierte Bulle ist ebenso unrealistisch wie die Auferstehung der geschundenen und sich nah am Koma befindenden Ex-(Zwangs-)Prostituierten als Racheengel. Viele Jahre ist sie gefangengehalten worden, weiß aber jetzt alles über Waffen und Sprengstoff. Woher? fragt man sich da.
Insgesamt drängt sich der Verdacht auf, dass hier das wichtige Thema nur als beliebiges Vehikel benutzt wird, um einen möglich blutrünstigen Krimi voller Gewaltszenen zu schreiben. Und das finde ich - mit Verlaub - eklig.
Wichtiges Thema, spannend aber nicht schlüssig!Im Alter von nur 17 Jahren werden Lydia und Alena von zwei Männern mit falschen Versprechungen von Litauen nach Schweden gelockt. Man besorgt ihnen falsche Pässe für die Einreise, stellt gut bezahlte Jobs und Wohlstand in Aussicht. Was folgt ist ein drei Jahre langes Martyrium als Zwangsprostituierte in einer mit elektronischen Schlössern gesicherten Stockholmer Wohnung. Missbraucht von zwölf Männern pro Tag, gequält von Zuhälter Dimitri. Dieser Albtraum scheint ein Ende zu finden, als nach einem neuerlichen Brutalitätsausbruch Dimitris die Polizei vor der Wohnung steht. Aber während Alenas Gedanken sich um Flucht nach Litauen drehen, sinnt Lydia, die schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht wird, auf Rache. So sehen sich die Kommissare Ewert Grens und Sven Sundquist, eigentlicht fokussiert auf die Überführung des Schwerstkriminellen Jochum Lang, alsbald mit einer spektakulären Geiselnahme im Stockholmer Söderkrankenhaus konfrontiert.....
Ein Verdienst von Anders Roslund und Börge Hellström ist die Thematisierung von Menschenhandel und Zwangsprostitution, Verbrechen, die sich so oft im Dunkeln abspielen und von der Gesellschaft zu wenig wahrgenommen werden. Die schonungslose und bedrückend reale Beschreibung dieser Machenschaften ist eine starke Seite dieses Buches. Auch die recht derbe Sprache, derer sich die Autoren bedienen, ist hier als Stilmittel gut gewählt, alles andere würde verharmlosend wirken.
Leider ist die Geschichte, die erzählt wird, nicht wirklich nachvollziehbar. Einen Kommissar wie Ewert Grens, der - auch 25 Jahre(!) nach einem schrecklichen Ereignis noch heftigst traumatisiert - sämtliche Kommunikationsversuche seiner Kollegen durch lärmendes Abspielen von Siw Malmquist-Schlagern im Keim erstickt, hätte das fürsorgliche reale Schweden sicherlich in den Genuß einer psychologischen Behandlung oder des Vorruhestands gebracht.
Warum ein "Vollzeitzuhälter" wie Dimitri, der gar nicht die Zeit für eine tarnende Tätigkeit in der litauischen Botschaft haben kann, Diplomatenstatus genießt, ist den Autoren keine Erklärung wert. Auch erscheint fragwürdig, ob Lydia - nur durch das frühkindliche Beobachten des Waffenschmuggels ihres Vaters - wirklich zur Expertin im Umgang mit Handfeuerwaffen, Semtex-Sprengstoff und Sprengzündern geworden ist.
Dass die junge Frau, gerade noch halbtot geprügelt und vemutlich unter schwerer Medikation, einen Plan ersinnen kann, der die Spezialisten der Stockholmer Polizei austrickst, mutet unglaublich an, ebenso wie die willfährige Unterstützung ihrer Freundin Alena, die doch eigentlich auf eine gemeinsame Flucht hätte drängen müssen.
Das alles ist aber noch wahrscheinlicher als die nachfolgenden Handlungen von Grens und Sundquist, die - auch im Bezug auf die gelieferten Charakterstudien - für den Leser nicht nachvollziehbar werden. So blieb die Auflösung des Ganzen für mich höchst unbefriedigend.
Fazit: Spannender Krimi mit sehr realem Hintergrund und einigen Ungereimtheiten.
Sehr fesselnd geschrieben!Ich habe mir das Buch aufgrund des Klappentextes gekauft, doch die ersten 50 Seiten hatten mich nicht gefesselt. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass dies wohl ein Fehlkauf war. Die schwedischen Namen der Hauptfiguren sowie der Städte waren für mich sehr gewöhnungsbedürftig.
Doch mit jeder weiteren Seite die ich las, zog mich das Buch immer mehr in seinen Bann. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und hatte es dann innerhalb eines Tages durch. Am Anfang sind die Handlungsstränge sehr verworren, doch mit der Zeit kommt der Durchblick. Dieses Buch ist meiner Meinung nach auf jeden Fall zu empfehlen..........
Na ja,Das Buch wurde mir von einem Krimi- und Thrillerleser förmlich ans Herz gelegt. Zum Glück habe ich es nur gebraucht gekauft. Nach der Hälfte hatte ich einfach keine Lust mehr, mich weiter zu langweilen. Ein weiteres Buch von diesem Autor werde ich wohl nicht mehr lesen. Da halte ich mich doch lieber an Gerritsen und Slaughter.