Szarkowski, John

Atget

Atget
  • Verlag: Museum of Modern Art
  • Erscheinungsdatum: 2004-01-31
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 224
  • ISBN: 0870700944
  • EAN: 9780870700941
  • Amazon.de Verkaufsrang: 511.327
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Aus der Amazon.de-Redaktion

John Szarkowski, ein anerkannter Meister in der Kunst der Bildbetrachtung, behandelt hier 100 fotografische Platten des Franzosen Eugene Atget (wahrscheinlich 1856-1927). Atget begann mit seinen fotografischen Streifzügen durch Paris in den späten 1880ern, einer Zeit also, in der der Charakter der modernen Fotografie geprägt werden sollte. Szarkowski geht in seiner Einleitung zunächst auf den historischen Entwicklungsstand Ende des 19. Jahrhunderts ein, um auf die damals gerade neu entstandenen Möglichkeiten des Mediums hinzuweisen (schneller und leichter zu verarbeitende Materialien, vereinfachte Prozesse der Vervielfältigung), und befasst sich sodann liebevoll -- eloquent mit jedem einzelnen der (zum Teil kaum bekannten) Motive. Atget, über den als Person nicht viel bekannt ist, wird hier in historischen Bezug zu seinen Vorläufern (Charles Marville) und Nachfolgern (Berenice Abbott, Walker Evans) gesetzt. Unter seinen Zeitgenossen finden wir Namen wie Man Ray, Imogen Cunningham, Laszlo Moholy-Nagy und Paul Strand, sowie André Kertesz und Alexander Rodchenko, welche beiden ja, ebenso wie Atget, gerade in den letzten Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit (durch Ausstellungen und Buchveröffentlichungen) genossen. Der vor seiner fotografischen Karriere bereits als Seemann und Nebendarsteller tätig gewesene Atget legte, ganz anders als beispielsweise Man Ray, oder Moholy-Nagy, keinen Wert auf künstlerische Verfremdungen. Er war überzeugt von der konstanten Neu-Erfindung der Welt durch sich selbst, was es ihm unnötig erscheinen ließ, sie künstlerisch zu manipulieren. Aus allen Schaffensphasen Atgets finden sich hier Motive: Von seinen Anfängen als Dokumentator der landschaftlichen Umgegend von Paris, über die scheinbar endlos wiederholten (und doch so variationsreichen) Straßen-, Häuser-, und Türensujets, bis zu den Darstellungen der eigenen Wohn- und Arbeitsräume sowie der Apartements mehr oder weniger bekannter Mitglieder der Pariser Gesellschaft reicht das Spektrum der Abbildungen. Ein souverän zusammengestelltes Werk, das die wandelvolle Zeit im Paris der Jahrhundertwende dokumentiert, und mit Atget wohl einen der großen Fotografen behandelt, der bis heute nichts an Faszination und Einfluss eingebüßt hat. --Tobias Robens

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In this day and age, we've pretty much taken photography for granted as an integral part of everyday life. There is the immediacy of Polaroids and the limitlessness of disposable cameras, which make a picture taken today a distant cousin to the practice of early photography. Occasionally we need reminding of the roots of photographic image-making, the glass plates, hand-coated emulsion, and massive amounts of other accouterments that were needed to make one image. In Atget, a selection from the lifetime work of legendary French photographer Eugène Atget (1857-1927), we enter the world of early-20th-century photography, which was beginning to bid farewell to the handcrafted picture. Atget was poised on the cusp between the techniques and materials of early photography and the moment things began to change and modern photography was born. From a laborious and time-consuming process came a much faster method that changed the nature of photography forever. Seemingly overnight, the photograph went from being a precious object to something on its way to being accessible to all. Atget was among the first generation to photographically capture the world of ordinary citizens. While the subject matter was new, he was nevertheless steeped in the tradition of the old-world photograph. A crooked door knocker is captured with loving attention to detail, an air of preciousness still present. Spindly trees, store windows, public gardens--each picture is delicate and romantic. It makes you wonder if absolutely everything was more beautiful in France. Included in the book are insightful commentaries for each of the 100 tritone photographs and five duotones, plus a great introduction by John Szarkowski, former director of the Department of Photography at the MOMA. --J.P. Cohen




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