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Auch Kinder haben Rechte. Doch was haben sie davon? Welche Rechte stehen ihnen zu? Wie sind sie entstanden? Wo sind sie verankert? Wer ist für ihre Umsetzung verantwortlich? Können Kinder selbst über ihre Rechte verfügen? Was wird getan und was ist zu tun, um die Rechte der Kinder Wirklichkeit werden zu las-sen - in der Welt, in Europa, in Deutschland? Der Band ist als Einführung konzipiert und bietet eine systematische Grundlage zum besseren Verständnis und kritischen Umgang mit Kinderrechten mit ihren verschiedenen Sinngehalten, Begründungen, Begrenzungen und Realitätsbezügen. Nach einer Einführung in die Geschichte der Kinderrechte und den Entstehungsprozess der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 werden diese unter den Aspekten ihres Universalitätsanspruchs, ihrer inneren Logik, Umsetzung und möglichen Weiterentwicklung diskutiert. Ein zweiter Teil vermittelt unter den Aspekten Ausgrenzung, Gewalt, Arbeit und Bildung einen Eindruck von den Versuchen und Schwierigkeiten, Kinderrechte weltweit durchzusetzen. Der dritte Abschnitt skizziert Prozesse und Probleme der Rezeption und Umsetzung der Kinderrechte in der Europäischen Union mit besonderem Augenmerk auf Deutschland. Abschließend wird ein subjektorientierter Ansatz von Kinderpolitik skizziert, der dem Sinngehalt und Anspruch der Kinderrechte am ehesten gerecht wird.
Nichts zum blossen ZeitvertreibGotthold Ephraim Lessing, Emilia Galotti (1772)Lessings bürgerliches Trauerspiel “Emilia Galotti“ ist ein bedeutendes Werk der Aufklärung. Aufklärerisch ist beispielsweise Lessings Kritik an der höfischen Gesellschaft, welche die von der Aufklärung abgelehnte absolutistische Staatsform verkörpert. Auch Emilias Natürlichkeit und Lessings Appell an den Verstand des Publikums sind aufklärerisch.
In „Emilia Galotti“ findet der Leser die aristotelischen Einheiten Ort und Zeit streng eingehalten. Exposition und Entwicklung des Stückes finden im Stadtschloss des Prinzen und in der Stadtwohnung der Galottis statt. Im ausserhalb der Stadt gelegenen Lustschloss des Prinzen kommt es zur entscheidenden Zuspitzung der Handlung und zur Katastrophe. Die gesamte Handlung ist auf einen Tag zusammengedrängt.
Lessing greift in „Emilia Galotti“ auf die vom Historiker Livius erzählte Legende von der Römerin Virginia zurück. Diese wird von ihrem Vater getötet, weil dies die einzige Möglichkeit ist, sie vor den Nachstellungen eines Herrschers zu bewahren. Virginias Tod ruft einen Volksaufstand hervor. Lessing weicht in einem wichtigen Punkt von dieser Vorlage ab: In „Emilia Galotti“ ist Odoardos Tat nicht Anlass für einen Volksaufstand. Lessing möchte nämlich, wie er in einem Brief schreibt, „eine modernisierte, von allem Staatsinteresse befreite Virginia“. Ursprünglich wollte Lessing deshalb nur das Schicksal der Virginia als Individuum darstellen. Der politische Teil der Legende interessierte ihn nicht, denn er glaubte, dass die Erziehung des Einzelnen zu einer tugendhaften und moralischen Person eher zu einer besseren und gerechteren Gesellschaft beitrage. Lessing ist später zum Teil von diesem unpolitischen Entwurf seines Stückes abgewichen und „Emilia Galotti“ wurde eines der ersten politischen Dramen der neueren deutschen Literatur.
Der Prinz von Guastalla ist in die Bürgerstochter Emilia verliebt. Als er von ihrer bevorstehenden Hochzeit mit dem Grafen Appiani erfährt, beschliesst er diese zu verhindern. Fatalerweise erteilt er dem Kammerherrn Marinelli, seinem persönlichen Berater, dabei uneingeschränkte Handlungsvollmacht. Emilia in der Kirche aufzusuchen und ihr seine Liebe zu gestehen ist ein weiterer Fehler des Prinzen. Falsch ist auch seine Zustimmung zu Marinellis Vorschlag, Appiani als Gesandten fortzuschicken, damit der Prinz freie Bahn bei Emilias Verführung hat. Appiani lehnt ab und bezeichnet Marinelli als Affen. Appiani bietet dem beleidigten Marinelli zwar das Duell an, doch dieser lehnt aus Feigheit ab.
Daraufhin bereitet Marinelli einen Anschlag auf das Hochzeitspaar vor ohne den Prinzen zu informieren. Marinellis Bedienstete überfallen das Paar auf dem Weg zur Hochzeit und töten Appiani, wie es der in seiner Eitelkeit verletzte Marinelli forderte, um sich an Appiani zu rächen. Der Prinz gibt sich über diese Tat bestürzt. Emilias Mutter und die Gräfin Orsina, die frühere Geliebte des Prinzen, kennen das Liebesgeständnis des Prinzen, folglich wird der Prinz als Auftraggeber des Anschlags verdächtigt. Infolge eines weiteren Fehlers des Prinzen taucht die Gräfin Orsina im Lustschloss auf, wohin sich die Opfer des Anschlags retteten. Sie ist beleidigt, weil der Prinz sie wegen seiner Liebe zu Emilia vernachlässigt. Sie gibt dem waffenlosen Vater Emilias einen Dolch, damit er den Prinzen töte, doch Odoardo ersticht Emilia.
Auch Emilia begeht Fehler: Sie ist vom Auftauchen des Prinzen in der Kirche derartig verwirrt und verführt, dass sie ihm keine klare Absage auf sein Liebesgeständnis erteilt. Deshalb hofft dieser weiter, sie zu gewinnen. Ihr grösster Fehler ist Appiani die Begegnung mit dem Prinzen zu verschweigen.
Im fünften Aufzug häufen sich die Zufälle: Beispielsweise will Odoardo gerade gehen, als Emilia kommt. Beinahe hätte sie ihren Vater nicht mehr getroffen und dieser hätte seine grausame Aufgabe nicht durchführen müssen.
Weshalb stirbt Emilia? Das ist bis heute das grösste Interpretationsproblem des Stückes. Es gibt keine schlüssige Begründung. Wir finden, dass keiner der kleinen Fehler Emilias ihren Tod rechtfertigt. Schuld an ihrem Tod hat neben dem Prinzen und Marinelli auch ihr Vater, welcher sie in einer realitätsfernen Welt erzog. Diese Erziehungsmethode ist überhaupt nicht aufklärerisch. Da Emilia deshalb den richtigen und achtsamen Umgang mit den Nachstellungen von Männern nie gelernt hat und ihre eigenen Gefühle zu wenig kennt, befürchtet sie den Verführungen des Prinzen nicht widerstehen zu können und will deshalb sterben. Ausserdem will sie mit ihrem Tod ihre Familie vor Schande bewahren.
Das Stück ist – entgegen Lessings 1758 geäusserter Absicht – auch ein politisches Drama. Das ernsthaft Bürgerliche steht dem verspielt Höfischen des französischen Trauerspiels gegenüber. Das von den Galottis verkörperte Bürgertum steht für eine moralische und tugendhafte Lebensweise, die jedoch infolge seiner unklugen masslosen Ablehnung der Hofwelt realitätsfern, ungeschickt und nicht aufklärerisch ist. Emilia stellt aufgrund ihrer Natürlichkeit einen Gegensatz zur egoistischen, menschenverachtenden Hofgesellschaft dar. Der Prinz, welcher sie verkörpert, handelt wie ein absoluter Herrscher. Die gesellschaftlich-politische Kritik gilt einerseits der absolutistischen Staatsform, andererseits kritisiert Lessing, dass sich das Bürgertum stets von der Öffentlichkeit distanziert.
Die vielen Ausrufe- und Fragezeichen, Gedankenstriche, Folgen wörtlicher Wiederholungen und Wortspiele schränken den Lesegenuss ein. Die Handlung bewegt sich schnell vorwärts, trotzdem kommt nie wirkliche Spannung auf. Dies liegt unter anderem an der unnatürlichen Sprache sowie daran, dass der Handlungsverlauf häufig absehbar ist. Da das Stück mehr an den Verstand als an die Gefühle appelliert, können wir uns mit keiner Person identifizieren. Das Schicksal der Galottis ruft zwar Mitleid bei uns hervor, doch da dieses hilflosen Personen gilt, wirkt es lähmend.
Die moralische Aussage des Trauerspiels verstehen wir aus heutiger Sicht nicht mehr. Auch fragen wir uns, ob keine andere Lösung (beispielsweise eine Flucht) für Emilia möglich gewesen wäre. Der Ausgang der Tragödie überzeugt uns nicht.
Wir empfehlen dieses Buch all jenen, welche bereit sind sorgfältig zu lesen und Sekundärliteratur beizuziehen. Mit Hilfe verschiedener Interpretationen versteht man die Zusammenhänge und Hintergründe besser und nur so ist Lessings „Emilia Galotti“ interessant und lesenswert. Das Stück ist nichts zum blossen Zeitvertreib.Romana Albertalli & Nina Degonda
Bündner Kantonsschule, Chur
So viel pädagogischer und didaktischer Nutzen wie das Gucken in den BackofenBlah-Blah-Blah. Verquere Sprache, die heutzutage niemand mehr kapiert und eine Geschichte, die seit der Erfindung der Seifenopern keinen Hund hinterm Ofen mehr hervorlockt. Warum musste irgendein hoher Staatsbeamter ausgerechnet dieses Buch zur Pflichtlektüre in der Oberstufe (12/13Klasse) bestimmen?
Ja super, die Schüler/innen bedanken sich für 10 Wochen Langeweile.
Jetzt darf ich morgens noch 'ne Tasse Kaffee mehr trinken, damit ich nicht einschlafe.
Bisher kannte ich Lessing nur von Straßenschildern und Monopoly, und noch ein paar Wochen, und ich habe diese Erinnernug verdrängt, mein Hirn ist wieder frei für wichtigere Dinge und Lessing wieder weiß auf blau auf dem Straßenschild.
Ein (Überraschung!) Schüler
ein Meilenstein der AufklärungLessing beschreibt in seinem politischen Drama von Intrigen des höfischen Adels und der Ehre des Bürgertums, das unabdingbare tragische Schicksal der jungen, bürgerlichen Emilia, welche von dem Prinzen von Guastalla begehrt wird, der sie um jeden Preis „besitzen" will.
Dieses grundlegende Beispiel für die Abschirmung des Bürgertums aus der politischen Öffentlichkeit und den Fanatismus sich der Pflege moralisch-religiöser Maximen hinzugeben beschreibt ein Paradebeispiel der Aufklärung. Lessings bestreben liegt hier einzig in der Belehrung des unaufgeklärten Menschen und ihn darauf aufmerksam zu machen, dass Unaufgeklärtheit und Abhängigkeit dem Adel ermöglichen das Bürgertum zu unterdrücken.
Wer hier ein poetisches Stück erwartet wird von Emilia Galotti enttäuscht sein, aber es ist ein unerlässlicher Meilenstein der Geschichte um das Thema Aufklärung zu verstehen, ein Klassiker, den jeder gelesen haben sollte, auch um andere nachfolgende Werke zu verstehen und sich geschichtlich und literarisch weiterzubilden. Man sollte allerdings kein revolutionäres Meisterwerk erwarten, denn Lessing bietet hier ansonsten den gewohnten Stil seiner Zeit, mit einem übersichtlichen Handlungsstrang und einem voraussehbaren Schluß.
Diese beliebte Schullektüre eignet sich hervorragend für eine Analyse des Dramas oder der Aufklärung, als Bettlektüre allerdings etwas zu schwerfällig.
Verstehen wir "Emilia Galotti" heute noch?Gotthold Ephraim Lessing, Emilia Galotti (1772)Lessings bürgerliches Trauerspiel "Emilia Galotti" ist ein bedeutendes Werk der Aufklärung. Aufklärerisch ist beispielsweise Lessings Kritik an der höfischen Gesellschaft, welche die von der Aufklärung abgelehnte absolutistische Staatsform verkörpert. Auch Emilias Natürlichkeit und Lessings Appell an den Verstand des Publikums sind aufklärerisch.
In "Emilia Galotti" findet der Leser die aristotelischen Einheiten Ort und Zeit streng eingehalten. Exposition und Entwicklung des Stückes finden im Stadtschloss des Prinzen und in der Stadtwohnung der Galottis statt. Im ausserhalb der Stadt gelegenen Lustschloss des Prinzen kommt es zur entscheidenden Zuspitzung der Handlung und zur Katastrophe. Die gesamte Handlung ist auf einen Tag zusammengedrängt.
Lessing greift in "Emilia Galotti" auf die vom Historiker Livius erzählte Legende von der Römerin Virginia zurück. Diese wird von ihrem Vater getötet, weil dies die einzige Möglichkeit ist, sie vor den Nachstellungen eines Herrschers zu bewahren. Virginias Tod ruft einen Volksaufstand hervor. Lessing weicht in einem wichtigen Punkt von dieser Vorlage ab: In "Emilia Galotti" ist Odoardos Tat nicht Anlass für einen Volksaufstand. Lessing möchte nämlich, wie er in einem Brief schreibt, "eine modernisierte, von allem Staatsinteresse befreite Virginia". Ursprünglich wollte Lessing deshalb nur das Schicksal der Virginia als Individuum darstellen. Der politische Teil der Legende interessierte ihn nicht, denn er glaubte, dass die Erziehung des Einzelnen zu einer tugendhaften und moralischen Person eher zu einer besseren und gerechteren Gesellschaft beitrage. Lessing ist später zum Teil von diesem unpolitischen Entwurf seines Stückes abgewichen und "Emilia Galotti" wurde eines der ersten politischen Dramen der neueren deutschen Literatur.
Der Prinz von Guastalla ist in die Bürgerstochter Emilia verliebt. Als er von ihrer bevorstehenden Hochzeit mit dem Grafen Appiani erfährt, beschliesst er diese zu verhindern. Fatalerweise erteilt er dem Kammerherrn Marinelli, seinem persönlichen Berater, dabei uneingeschränkte Handlungsvollmacht. Emilia in der Kirche aufzusuchen und ihr seine Liebe zu gestehen ist ein weiterer Fehler des Prinzen. Falsch ist auch seine Zustimmung zu Marinellis Vorschlag, Appiani als Gesandten fortzuschicken, damit der Prinz freie Bahn bei Emilias Verführung hat. Appiani lehnt ab und bezeichnet Marinelli als Affen. Appiani bietet dem beleidigten Marinelli zwar das Duell an, doch dieser lehnt aus Feigheit ab.
Daraufhin bereitet Marinelli einen Anschlag auf das Hochzeitspaar vor ohne den Prinzen zu informieren. Marinellis Bedienstete überfallen das Paar auf dem Weg zur Hochzeit und töten Appiani, wie es der in seiner Eitelkeit verletzte Marinelli forderte, um sich an Appiani zu rächen. Der Prinz gibt sich über diese Tat bestürzt. Emilias Mutter und die Gräfin Orsina, die frühere Geliebte des Prinzen, kennen das Liebesgeständnis des Prinzen, folglich wird der Prinz als Auftraggeber des Anschlags verdächtigt. Infolge eines weiteren Fehlers des Prinzen taucht die Gräfin Orsina im Lustschloss auf, wohin sich die Opfer des Anschlags retteten. Sie ist beleidigt, weil der Prinz sie wegen seiner Liebe zu Emilia vernachlässigt. Sie gibt dem waffenlosen Vater Emilias einen Dolch, damit er den Prinzen töte, doch Odoardo ersticht Emilia.
Auch Emilia begeht Fehler: Sie ist vom Auftauchen des Prinzen in der Kirche derartig verwirrt und verführt, dass sie ihm keine klare Absage auf sein Liebesgeständnis erteilt. Deshalb hofft dieser weiter, sie zu gewinnen. Ihr grösster Fehler ist Appiani die Begegnung mit dem Prinzen zu verschweigen.
Im fünften Aufzug häufen sich die Zufälle: Beispielsweise will Odoardo gerade gehen, als Emilia kommt. Beinahe hätte sie ihren Vater nicht mehr getroffen und dieser hätte seine grausame Aufgabe nicht durchführen müssen.
Weshalb stirbt Emilia? Das ist bis heute das grösste Interpretationsproblem des Stückes. Es gibt keine schlüssige Begründung. Wir finden, dass keiner der kleinen Fehler Emilias ihren Tod rechtfertigt. Schuld an ihrem Tod hat neben dem Prinzen und Marinelli auch ihr Vater, welcher sie in einer realitätsfernen Welt erzog. Diese Erziehungsmethode ist überhaupt nicht aufklärerisch. Da Emilia deshalb den richtigen und achtsamen Umgang mit den Nachstellungen von Männern nie gelernt hat und ihre eigenen Gefühle zu wenig kennt, befürchtet sie den Verführungen des Prinzen nicht widerstehen zu können und will deshalb sterben. Ausserdem will sie mit ihrem Tod ihre Familie vor Schande bewahren.
Das Stück ist - entgegen Lessings 1758 geäusserter Absicht - auch ein politisches Drama. Das ernsthaft Bürgerliche steht dem verspielt Höfischen des französischen Trauerspiels gegenüber. Das von den Galottis verkörperte Bürgertum steht für eine moralische und tugendhafte Lebensweise, die jedoch infolge seiner unklugen masslosen Ablehnung der Hofwelt realitätsfern, ungeschickt und nicht aufklärerisch ist. Emilia stellt aufgrund ihrer Natürlichkeit einen Gegensatz zur egoistischen, menschenverachtenden Hofgesellschaft dar. Der Prinz, welcher sie verkörpert, handelt wie ein absoluter Herrscher. Die gesellschaftlich-politische Kritik gilt einerseits der absolutistischen Staatsform, andererseits kritisiert Lessing, dass sich das Bürgertum stets von der Öffentlichkeit distanziert.
Die vielen Ausrufe- und Fragezeichen, Gedankenstriche, Folgen wörtlicher Wiederholungen und Wortspiele schränken den Lesegenuss ein. Die Handlung bewegt sich schnell vorwärts, trotzdem kommt nie wirkliche Spannung auf. Dies liegt unter anderem an der unnatürlichen Sprache sowie daran, dass der Handlungsverlauf häufig absehbar ist. Da das Stück mehr an den Verstand als an die Gefühle appelliert, können wir uns mit keiner Person identifizieren. Das Schicksal der Galottis ruft zwar Mitleid bei uns hervor, doch da dieses hilflosen Personen gilt, wirkt es lähmend.
Die moralische Aussage des Trauerspiels verstehen wir aus heutiger Sicht nicht mehr. Auch fragen wir uns, ob keine andere Lösung (beispielsweise eine Flucht) für Emilia möglich gewesen wäre. Der Ausgang der Tragödie überzeugt uns nicht.
Wir empfehlen dieses Buch all jenen, welche bereit sind sorgfältig zu lesen und Sekundärliteratur beizuziehen. Mit Hilfe verschiedener Interpretationen versteht man die Zusammenhänge und Hintergründe besser und nur so ist Lessings "Emilia Galotti" interessant und lesenswert. Das Stück ist nichts zum blossen Zeitvertreib.
Sehr umfassende und vielschichtige LiteraturhilfeDas Buch als solches sollte als Standardwerk der Aufklärungsliteratur ja ohnehin jedem bekannt sein.
Diese Literaturhilfe ist dabei eine gute Hilfe, das Buch tiefgründiger zu erarbeiten - sei es direkt nach dem Lesen oder vor anstehenden Ausarbeitungen oder Prüfungen. In mehrere Abschnitte gegliedert werden alle wichtigen Aspekte benannt. Informationen zum Autor und historische Einordnung werden benannt, bevor es zum eigentlichen Inhalt kommt. Dieser wird erst einmal noch präzise, aufs Wesentliche reduziert wiedergegeben, bevor sprachliche Mittel und Ansätze zur Interpretation gegeben werden. Diese geben einem durchaus neue Einblicke und sind dabei vielseitig geschrieben.
Etwas überflüssig sind aber viele Teile der Rezeptionsgeschichte. Diese hätten man verkürzen können, da sie doch sehr weitgehend sind und dabei auch zu schwer zu behalten, um das Wissen bei anstehenden Arbeiten sinnvoll einzusetzen.Im großen und ganzen aber eine sehr gute Hilfe!
Brockhaus-1809: Gotthold Ephraim Lessing · Johann August Ephraim Göze · Ephraim Gottlob Krüger · Ephraim Moses Kuh
Brockhaus-1911: Ephraïm · Lessing [3] · Lessing [2] · Lessing
DamenConvLex-1834: Lessing, Gotthold Ephraim · Lessing, Karoline
Eisler-1912: Lessing, Gotthold Ephraim · Lessing, Theodor
Herder-1854: Ephraim · Lessing [2] · Lessing [1]
Meyers-1905: Ephraim [2] · Ephraim [1] · Lessing [2] · Lessing [1]
Pagel-1901: Rupprecht, Paul Traugott Bernhard Ephraim