Kant, Immanuel

Kritik Der Reinen Vernunft

Kritik Der Reinen Vernunft
  • Verlag: Paperbackshop.Co.UK Ltd - Echo Library
  • Erscheinungsdatum: 2006-08-14
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 412
  • ISBN: 1406806269
  • EAN: 9781406806267
  • Amazon.de Verkaufsrang: 925.044
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Beschreibung von buecher.de

Kants Ausfuehrungen ueber die Grundsaetze der menschlischen Vernunft

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Erfolgsgeschichte der modernen Naturwissenschaften vor Augen, wollte Kant auch die Philosophie, insbesondere die Metaphysik auf den sicheren Weg einer Wissenschaft bringen. Das Ergebnis war jedoch die wohl wirkungsvollste und nachhaltigste Zerstörung metaphysischen Denkens in der neuzeitlichen Philosophie. Kant sprach von einer Kopernikanischen Wende. Sie sollte dadurch herbeigeführt werden, dass die philosophische Erkenntnis sich von den Gegenständen selbst auf die Möglichkeit der Erkenntnis derselben zurückwendet. Kritik der reinen Vernunft bedeutet daher vor allem Selbstprüfung des menschlichen Erkenntnisvermögens hinsichtlich seiner Grenzen und Erkenntnismöglichkeiten. Kants für die moderne Philosophie grundlegende Einsicht war, dass erfahrungsunabhängige, also metaphysische Erkenntnis nur in der Einschränkung auf die formalen Bedingungen möglicher Erfahrung beweisbar und damit alle traditionelle Metaphysik nichts als Scheinwissenschaft ist. Grundvoraussetzung für dieses Projekt ist die Rückführung aller gültigen Erkenntnis auf die im Subjekt angelegten Bedingungen. So wie Raum und Zeit keine Gegenstände, sondern reine, subjektive Anschauungsformen möglichen Gegebenseins von konkreten empirischen Erscheinungen sind, so sind auch die reinen Verstandesbegriffe bloß formale Bedingungen der Einheit möglicher Objekte. Wir erkennen nie die Dinge an sich selbst, sondern nur die Erscheinungen, das heißt die Gegenstände, wie sie uns durch die formalen Bedingungen unseres Erkenntnisvermögens gegeben sind. Vor allem Kants idealistische Erben wollten sich mit dieser Einschränkung der Erkenntnis auf die Erscheinungswelt nicht zufrieden geben und gingen daher über Kants kritischen Idealismus hinaus. Statt dessen versucht man in der sprachphilosophisch geläuterten, modernen Erkenntnistheorie (Putnam, McDowell) wieder an Kants Kritizismus Anschluss zu finden. --Jens Kertscher

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Nicolas van Bruenen fanden 50 von 53 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eines der wichtigsten Bücher überhaupt

Wer sich ernsthaft mit Philosophie beschäftigen will, kommt an Immanuel Kant nicht vorbei.

Wenn uns heute Philosophie und Naturwissenschaft als vereinbare Disziplinen erscheinen können, dann ist dies auch ein Verdienst des Königsberger Philosophen.

Die "Kritik der reinen Vernunft" (1781) ist das Hauptwerk des Begründers einer durch analytisches Denken geprägten Erkenntnistheorie.

Ganz verschiedene Strömungen der deutschen Philosphie etwa die Linien Fichte -> Schelling/Hegel oder Schopenhauer -> Nietzsche wären ohne Kant nicht denkbar.

Die oben genannten Philosophen haben sich zum Großteil bereits früh mit Kant beschäftigt und dies als DAS singuläre Ereignis ihrer Biographie betrachtet.

Schopenhauer zum Beispiel verlangt apodiktisch, dass man zuerst Kant studieren soll, bevor man sich mit seinem Werk beschäftigt.Ich habe die Kritik der reinen Vernunft während der Schulzeit gelesen und danach die Welt mit anderen Augen gesehen. Zur Lektüre (956 Seiten!) sollte man sich zwei bis drei Monate Zeit nehmen. Schopenhauer empfiehlt übrigens desweiteren, möglichst KEINE Sekundärliteratur zu konsultieren, sondern Kant UNMITTELBAR zu begegnen. Das handliche Reclam-Buch wird Sie dann zwei bis drei Monate begleiten; sein atemberaubender Inhalt - das Staunen über die Selbsttäuschung dessen, was Sie bisher als Ihre Wirklichkeit betrachten - wird Sie womöglich Jahrzehnte nicht mehr loslassen.

Dieses Buch beinhaltet die "Gefahr", dass seine Leser Philosophen werden!

Diese Rezension von Ina Burkert fanden 15 von 16 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Notwendig a priori

Bei dieser Ausgabe handelt es sich um die an der Universität empfohlene. Das Besondere daran ist, dass hier beide Kritiken, denn es gibt zwei Ausgaben der KrV, in einer, zu direktem Vergleich, enthalten sind. Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, ob die Welt einen Anfang hat oder dem Raum nach begrenzt ist, dann lohnt es sich, hier einen Blick zu riskieren. Sie werden erstaunt sein. An Kant kommt kein Philosoph vorbei und das aus gutem Grund. Wer sich erst in die KrV eingearbeitet hat und mit ihrer Terminologie perdu ist, der hat eine gute Voraussetzung geschaffen, die folgenden Werke, die die wichtigeren sind, leicht zu verstehen. Auf die Kritik der reinen Vernunft folgt die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, die jedem, der sich mit Zwischenmenschlichem auseinanderzusetzen gewillt ist, als Ratgeber zur Seite stehen kann. Dem man darüber hinaus nicht glauben muss, sondern der in der Lage ist, zu überzeugen. Suchen Sie sich Hilfe in der Volkshochschule oder der Sekundärliteratur, damit sie, wenn sie einmal nach Kant gegriffen haben, dranbleiben. Es ist keine Übertreibung, wenn hier von einer jahrelangen Beschäftigung die Rede ist. Dieses Buch wird ihr idealer Führer sein.

Diese Rezension von J. Gehrs fanden 25 von 31 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Dann lieber Meiner

Zum Inhalt will ich nichts sagen, denn der Kritik der reinen Vernunft kann man wohl kaum in einer Amazon-Rezension gerecht werden. Die Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von Reclam.

Diese Ausgabe von Reclam bietet die typischen Reclam-Mängel. Zu kleine Schrift und das Buch ist schnell kaputt. Außerdem ist es so dick, dass man es kaum lesen kann. Für 20 cent mehr kriegt man die Meiner-Ausgabe. Angenehme Schrift und besserer Einband. Wenn man das zum Beispiel mit der "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" vergleicht, dort kostet die Meiner-Ausgabe 10 €, die Reclam-Ausgabe aber 4 €, dann fragt man sich wirklich, wieso irgend jemand dieses Buch kaufen sollte.

Diese Rezension von writerj82 fanden 11 von 14 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Kritik der reinen Vernunft!

„Was kann ich wissen?", „Was darf ich tun?", „Was kann ich hoffen?": Das sind die drei Fragen, welche Kant zu klären versucht. In diesem Werk beschäftigt er sich hauptsächlich mit der Ersten der drei Fragen. Dieses Buch stellt eine Zäsur dar, nicht nur in der Philosophie, sondern in der Wissenschaft allgemein. 2004 wurde Kants 200. Todestag gefeiert und noch immer ist die Brisanz seiner Theorie allgegenwärtig. Kant lesen beansprucht Zeit und (viel) Geduld: Die Sätze sind teilweise über mehrere Zeilen verschachtelt und fordern so manche Hirnzelle, aber nach einigen Passagen ist man es gewöhnt. „Man sagt, die Nachtgeister erschrecken, wenn sie das Schwert eines Scharfrichters erblicken - wie müssen sie erst erschrecken, wenn man ihnen Kants Kritik der reinen Vernunft entgegenhält", so beschrieb schon Heinrich Heine das Werk des Philosophen. Und Heinrich von Kleist wählte aufgrund dieser kantischen Erkenntnistheorie den Freitod, auch wenn er sie missverstand, lässt sich die Tragweite dieses Buches kaum abschätzen. Sicher ist, dass die Kritik der reinen Vernunft mit ihrem Umfang, ihrem Aufbau und ihrer Wirkung einen Grundstein legt, der fast ohne Zweifel noch heute besteht, wenn auch Kants auf den Grundprinzipien der Kritik der reinen Vernunft aufgebaute Kartenhaus zusammengestürzt zu sein scheint. Philosophie beansprucht für sich die höchste Stufe des Wissens und die Kritik der reinen Vernunft beansprucht für sich die höchste Stufe in der Philosophie.

Diese Rezension von alexanderbraeunig fanden 27 von 36 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Kompaktes Werk

Diese Kompaktausgabe, die den beiden Auflagen der Kantischen Kritik der reinen Vernunft gerecht wird ist vom formalen Aufbau her geeignet für einen praktischen Umgang mit diesem Meilenstein der Erkenntnistheorie. Einer inhaltlichen Bewertung möchte ich mich Gründen einer gewissen Müßigkeit halber an dieser Stelle entziehen - wer jedoch nicht weiß, was auf ihn zukommt, sollte sich wohl zunächst nach einführender Literatur in die Philospohie Kants bzw. nach Begleitlektüren für die KdV umsehen. Zusammenfassend kann man sich mithin mit Sicherheit zu sagen trauen: Wer Kant studieren möchte, kann ohne Weiteres auf diese Ausgabe zurückgreifen.

Kritik Der Reinen Vernunft



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