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Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten gehört zu den herausragenden Schriften der Philosophiegeschichte. Dieser einführende Kommentar richtet sich besonders an Studierende. Er ist bereits für Studienanfänger benutzbar und erschließt dennoch das Werk in seinem gesamten Umfang. Der besondere Wert des Kommentars für die Arbeit im Seminar liegt darin, dass er Kants Argumentation nah am Text erläutert und transparent macht. Knappe Kommentare verweisen auf die philosophischen Grundprobleme, die in einzelnen Passagen angesprochen werden. So bietet der Text Anknüpfungspunkte für die kritische Diskussion. Eine Auswahlbibliographie gibt Hinweise zur vertiefenden Lektüre.
Hilfreich!Schönecker und Wood legen hier eine vollständige Rekonstruktion der Grundlegung vor. Das erste Kapitel ist der 'Vorrede' und der Gesamtstruktur des Werkes gewidmet. Danach befasst sich jeweils ein Kapitel mit den drei Abschnitten der Grundlegung. In jedem Kapitel werden Gliederung und Argumentationsgang klar und verständlich nachvollzogen, was bei Kants zumutungsvollem Stil äußerst hilfreich ist. Darauf folgen Erörterungen zu den wesentlichen Begriffen und Argumenten des jeweiligen Abschnitts. Am Ende jedes Kapitels werden die Grundthesen zusammenfasst und kritikwürdige Punkte noch einmal herausgestellt.
Das Buch kann in wenigen Etappen gelesen werden, so klar und nachvollziehbar sind Stil und Struktur. Es empfiehlt sich als Einzellektüre ebenso wie als Begleitkommentar während des Lesens der Grundlegung. Den Autoren ist mit ihrem 'einführenden Kommentar' eine echte Glanzleistung gelungen, ohne die zumindest ich aus Kants Grundlegung höchstens halb so viel Nutzen gezogen hätte.
Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten"Dieter Schönecker ist Professor für Philosophie und im Bezug auf Kant ein echter Experte. In dieser Zeit wurden zwar schon zahlreiche Aufsätze und Bücher zu diesem Thema verfasst, aber nur wenige, die so einen kompakten Überlick bieten. Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" ist eines der ganz großen philosophischen Schriften der Philosophie. Und obwohl es so schmal ist, ist es keine leichte Lektüre. Wenn auch die ersten beiden Abschnitten der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten noch klar zu verstehen sind, so verbirgt der dritte Abschnitt komplexe Schlüsse, zum Beispiel die Analyzitätsthese. Diese wird in der Kantinterpretation oftmals falsch interpretiert. Für den Studierenden, vor allem für den Anfänger in dem Fach Philosophie, ist es daher ratsam, sich ein Kommentar zu dem Werk zu besorgen. Die Gründe liegen auf der Hand. Meistens können im Seminar nicht alle Abschnitte so ausführlich besprochen werden, dass die Unterschiede der jeweiligen Abschnitte für den Studenten einleuchtend sind. Kant schrieb manchmal Sätze, die für den Studenten von Heute nicht mehr ganz so einfach nachzuvollziehen sind. Manchmal fehlen auch Worte, oder bestimmte Worte in einem Satz Kants sind von besonderer Bedeutung, was dem Studenten nicht so einfach auffällt. Auf alle die Probleme geht Schönecker ein. Wenn auch auf den 206 Seiten manches unberücksichtigt bleibt, so geht er doch genügend auf Verständnisprobleme des Studenten ein. Auf diesen 206 Seiten findet man die wichtigsten Textstellen zu den jeweiligen Abschnitten. Die Stellen, die grammatikalisch schwierig sind, erklärt und erläutert Schönecker, indem er eine hervorragende philologische Arbeit leistet. Er ist eben so textnah wie möglich, und fordert zur Mitarbeit auf. Mitarbeit, die hiflreich ist und zu einem besseren Verständnis der Schrift dient. Man kann Kant neben sein Kommentar legen. Schönecker hat seine Aussagen mit unedlich vielen Zitaten aus der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten versehen. Mann kann so die Aussagen Kants mit dem Kommentar vergleichen. Dadurch ermöglicht es Schönecker auch dem Studenten, den Aufbau und die gegenseitige Bezieheung der Abschnitte I, II +III zu kapieren, was sonst immer eine Rumpelkammer geblieben wäre.