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Dieser Band ist Teil einer Reihe, die Lehrerinnen und Lehrern erprobt und an den Bedürfnissen der Schulpraxis orientierte Utnerrichtsmodelle zu ausgewählten Ganzschriften und weiteren relevanten Themen des Faches Deutsch bietet. Im Mittellpunkt der Modelle stehen Baustein, die jeweils thematische Schwerpunkte mit entprechenden Untergliederungen beinhalten. In übersichtlich gestalteter Form erhält der Benutzer zunächst einen Überblick zu den im Modell auführlich behandelten Bausteinen.
Eine gute Einführung, Vor- und NachbereitungDie insgesamt sehr gelungene Heftreihe "Einfach Deutsch" richtet sich v.a. an Lehrer und Schüler; dieses Heft zu Büchners "Dantons Tod" dürfte vor dem Hintergrund, dass Büchners Drama in einigen Bundesländern zu den obligatorisch zu lesenden Abitur-Stoffen gehört, auf viele Interessenten stoßen.
Im allgemeinen kann ich dieses Heft empfehlen; sei es Lehrern, die ihre Unterrichtsreihen und Klausuren planen wollen, sei es Schülern, die ihre Lektüre vertiefen oder sich auf die Abitur-Prüfungen vorbereiten wollen. Klar und gut strukturiert, werden verschiedene Aspekte in sog. "Bausteinen" eingehend behandelt: die französische Revolution in Ursache, Verlauf und Wirkungen, die Struktur des Dramas, seine sprachliche Gestaltung, die Hauptgestalten, die Rezeption und Wirkung des Dramas oder auch die Informationen und Materialien zur Person Georg Büchners.
Gut die zusammengestellten Arbeitstexte und Kopiervorlagen, die zu den einzelnen "Bausteinen" vorliegen und, da mit den Lösungen versehen, auch ein selbstorganisiertes Lernen der Schüler ermöglichen.
Kritisieren möchte ich zweierlei:
1. Die Hauptfiguren, v.a. Robespierre werden insgesamt recht wohlwollend betrachtet, der totalitäre Charakter dieses Mannes hätte aus meiner Sicht stärker herausgestellt werden müssen.
2. Die Darstellung Dantons als Epikureer ist irreführend. Aufgabenstellungen wie "Weisen Sie nach, dass Danton ein Epikureer ist!" sind nicht sinnvoll, da sie zum einen ein gewünschtes Ergebnis vorwegnehmen, zum anderen sachlich durchaus anfechtbar sind. Danton bedient sich allenfalls einiger Versatzstücke der Epikureischen Philosophie; ihren Kern hat er aber nicht erfasst oder gar verinnerlicht. Epikur fordert bekanntlich den Genuss "mit Freude", Dantons Genuss ist hingegen nur eine Reaktion auf die Erkenntnis der Determination des Menschen, ist also eher ein Ausdruck der Verzweiflung und des Bemühens, überhaupt so etwas wie ein individuelles Dasein führen zu können.
In diesem Zusammenhang verweise ich auf die exzellente Schrift von Michael Glebke, Die Philosophie Georg Büchners, Tectum-Verlag, Marburg 1995.
Mit diesen beiden Einschränkungen dennoch auf jeden Fall ein empfehlenswertes Begleitmaterial für den Deutschunterricht.
Brockhaus-1911: Buchner [2] · Büchner · Buchner
Herder-1854: Büchner · Buchner
Meyers-1905: Büchner · Buchner
Pagel-1901: Buchner, Ernst · Buchner, Max · Buchner, Ludwig Andreas · Buchner, Hans Ernst August · Büchner, Ludwig
Pataky-1898: Büchner, Luise · Büchner, Louise
Pierer-1857: Büchner · Buchner
Schmidt-1902: Büchner, Johann Carl Friedrich · Buchner, Carl Christian