Der wortkarge, einsame Wachmann Koistinen versieht Nacht für Nacht pedantisch seinen Dienst. Da lernt er die hübsche Blondine Mirja kennen. Aber die verführerische Frau will nicht Koistinen, sondern nur dessen Schlüsselbund, den sie ihm heimlich entwendet. Kurz darauf wird ein Juwelierladen, für den der Wachmann arbeitet, ausgeraubt. Der Verdacht fällt auf ihn, er wird verhaftet und landet im Gefängnis. Als Koistinen freikommt, hofft er auf ein besseres Leben. Doch er hat die Rechnung ohne Mirja und deren skrupellosen Boss gemacht. Mit seiner Loser-Ballade knüpft der finnische Altmeister Aki Kaurismäki an seine minimalistischen Meisterwerke der 80er Jahre an. Die Außenseiter-Story, gleichzeitig Abschluss seiner 'Trilogie der Verlierer', kommt mit wenigen Dialogen, tristen, Tableau-artigen Bildern sowie einem Soundtrack-Mix aus sentimentalem Tango und hartem Rock aus. Eine als Hommage an Chaplin angelegte Tragikomödie oder ein finnischer Film noir - beide Lesarten sind hier möglich, und beide garantieren höchsten Filmgenuss für Arthouse-Freunde.
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