Cook, Thomas H.

Das Gift des Zweifels

Das Gift des Zweifels
  • Verlag: Droemer/Knaur
  • Erscheinungsdatum: 2007-12-01
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 320
  • ISBN: 3426632918
  • EAN: 9783426632918
  • Amazon.de Verkaufsrang: 47.357
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Beschreibung von buecher.de

Eric Moore lebt mit seiner Familie ein Bilderbuchleben in einer amerikanischen Kleinstadt. Doch plötzlich gerät die Idylle aus den Fugen. Sein halbwüchsiger Sohn Keith wird gebeten, einen Abend auf die achtjährige Nachbarstochter Amy aufzupassen - und am nächsten Morgen ist das Mädchen spurlos verschwunden. Verzweifelt beteuert Keith seine Unschuld, aber Eric wird den quälenden Verdacht nicht los, dass sein Sohn ein Kindsmörder sein könnte ...

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Pseudonym fanden 12 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen 5 gerechtfertigte Sterne ...

... verdient das neue Werk vom Thomas H. Cook. Ich bin enttäuscht, dass amazon nur 1 Buch von diesem großartigen Autor direkt zum Verkauf anbietet. Es ist einfach nur schade, dass diese großartigen Bücher (hab bereits 3 andere gelesen -> verdienen ebenfalls 5 Sterne)dem breiten Publikum fast zur Gänze unbekannt sind. Jammerschade. Ich lese viel und gerne und Cooks Bücher hab ich immer im Rekordtempo ausgelesen. Cook versteht es wie kein anderer Autor, den Handlungsstrang so spannend zu gestalten, sodass man fast gezwungen ist, immer und immer weiter zu lesen. Eine weitere Besonderheit bei Cooks Büchern (speziell bei diesem) ist, dass die Handlung in der Ich Erzählweise geschrieben worden ist. Der Autor versetzt sich in die Person des Vaters, dessen Sohn der mutmaßliche Kindesentführer ist und beschreibt sehr detailliert die Gefühlswelt und die Denkvorgänge, welche diesen in dieser Ungewissheit belasten. Wars der Sohn, war ers nicht? Ist er schon früher aufgefallen? Lügt er? Was macht er den ganzen Tag allein in seinem Zimmer? Wer kommt sonst noch in Frage? etc. Man liest quasi die Gedanken, welche alle plausibel und nachvollziehbar sind. Ich war echt erstaunt beim lesen, denn ich würde wahrscheinlich ähnlich denken. Das Rätsel um das entführte und vermutlich getötete Mädchen wird am Schluss des Buches aufgelöst. Bevor diese Auflösung passiert, gibt es mehrere interessante Wendungen, welche immer wieder zu neuen Verdächtigungen und Tätervermutungen führen können. Das Ende ist wie in jedem Cook Buch wieder einmal sehr sehr erschreckend und am Schluss ist wieder alles anders als es einmal war. Der einzige Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist mit seinen 320 Seiten viel zu kurz :-(. Ich kann dieses Buch und diesen Autor wirklich jedermann wärmstens empfehlen. Lassen Sie sich überzeugen. Und noch ein Appell an amazon. Bitte bewerben Sie dieses großartige Buch intensiver, da dieser Autor wirklich tolle Bücher schreibt. Es sollen sich auch andere von Cook überzeugen können.

Diese Rezension von dieleseratz fanden 6 von 6 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Glaubhaft und intensiv

Ein Buch, mal wirklich anders...

Man erhält interessante Einblicke ins US-Bürgertum und wird Zeuge des schleichenden Verfalls einer doch so normalen amerikanischen bürgerlichen Familie. Sehr gut und intensiv erzählt.

Ein kurzer Dialog zwischen Vater und Sohn hat mich sehr nachdenklich werden lassen: Der Sohn beklagt sich beim Vater, daß dieser ihn nicht wirklich mag, denn er sei nicht "beliebt" in der Schule und hätte noch keine Freundin bzw keine Dates. Der Sohn ist gerade mal 15 Jahre alt.

Dies entspricht so total den Klischees über den "AMerican Way of Life" - du mußt als Jugendlicher beliebt sein, viele Dates haben, am besten auch noch supersportlich. Ansonsten bist du der Außenseiter ....

Ein etwas anderer Krimi - empfehlenswert.

Diese Rezension von Gabriele Ahl fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Anspruchsvolle Spannung

Es handelt sich um ein spannendes Buch, jedoch nicht um einen Thriller im herkömmlichen Sinn. Neben der Spannung macht das Buch auch sehr nachdenklich. Wie oft verurteilen wir Menschen, auch solche, die uns nahestehen zu schnell? Hier wird die zerstörerische Wirkung von Misstrauen sehr gut beschrieben. Das Buch lohnt sich auf alle Fälle zu lesen, toller Roman.

Diese Rezension von Dennis O. fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Das Gift der Langeweile

Eines vorweg: Ich möchte das Buch keinesfalls absichtlich schlecht reden, nur um mich von den Topbewertungen abzuheben.

Klar, das Buch ist äußerst anspruchsvoll geschrieben, der Schreibstil des Autors war auch letztlich der Grund, wieso ich es überhaupt zu Ende gelesen habe, an der Geschichte kann es definitiv nicht liegen.

Natürlich zeigt das Buch auch sehr deutlich, wozu Misstrauen im Stande ist, ganze Familien zu ruinieren usw.

NUR: Muss das alles in einem so derart zähen Tempo beschrieben werden, sodass man nach geschätzten 200 Seiten das Gefühl hat, die Ereignisse hätten sich auch innerhalb weniger Minuten zutragen können? Für 300 Seiten Lesestoff passiert überraschend wenig, auch das teils vorhersehbare Ende kann dieses Werk nicht mehr retten.

Weiters liegt hier offensichtlich eine Themenverfehlung vor, denn was vielversprechend beginnt, nämlich den Fokus voll und ganz auf das tragische Verschwinden von Amy zu richten, verblasst immer mehr und gerät im Laufe des Buchs immer mehr zur Nebensächlichkeit. Cook schweift nicht nur einmal völlig von der eigentlichen Grundgeschichte ab, am Ende weiß man als Leser mehr über Eric`s Kindheit und seine Beziehung zu Meredith und Keith, als über das eigentliche Verbrechen, was, wie und ob Amy etwas zugestoßen ist.

Für mich ist das Buch nicht als "Psychothriller" zu bezeichnen, denn Gänsehaut hatte ich nie.

"Das Gift des Zweifels" ist definitiv geeignet für Leute, die sich ernsthaft mit Familienproblemen und dem kleinen Wörtchen "Misstrauen" auseinandersetzen wollen. Wer einen Thriller erwartet, der temporeich und angsteinflößend erzählt wird, sollte hiervon die Finger lassen.

Keine Frage: Die Sprache, die diesem Werk zu grunde liegt, ist wunderschön und sehr anspruchsvoll. Und genau deshalb erhält "Das Gift des Zweifels" von mir den zweiten, überaus verdienten Bewertungspunkt.

Diese Rezension von Angie Bookheart fanden 3 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Wie der Titel verspricht...

Ein schönes, ergreifendes Buch, das trotzdem spannend ist. Einfühlsam erzählt der Autor eine Geschichte, die unaufhaltsam auf eine Katastrophe zusteuert.

Die Gedankengänge des Erzählers werden nachvollziehbar geschildert und beim Lesen erlebt man die Situation, als sei man selbst betroffen.

Ein Autor, den ich mir merke!

Das Gift des Zweifels

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