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Franz Joseph im Fadenkreuz: Commissario Trons vierter Fall.
Ein charmanter, spannender und menschlicher Venedig-KrimiKaiser Franz Josef plant zur Steigerung seiner Popularität im Jahre 1865 ein fingiertes Attentat auf sich selbst. Leider unterläuft ein tragischer Fehler bei der Auswahl des vermeintlichen Attentäters - dieser will den Kaiser tatsächlich töten! Commissario Alvise Tron kommt der Verschwörung auf die Spur und versucht das Attentat zu verhindern, doch niemand in den eingeweihten Kreisen nimmt diesen merkwürdigen Venezianer mit seinem abgewetzten Gehrock Ernst.
Langweilig? Ganz im Gegenteil! Nicolas Remin versteht es vorzüglich in diesem vierten und bis dato besten Venedig-Krimi um Commissario Tron in drei parallelen Handlungssträngen die Neugier des Lesers immer mehr zu wecken und die Spannung auf das Kommende immer mehr ans Limit zu treiben. Wir sind genau wie der Attentäter dem Commissario immer eine Nasenlänge voraus; so lebt die Spannung auch von der Frage: Wie kommt Tron jetzt wohl da wieder dahinter?
Und wer kann sich schon dem einzigartigen Flair der Serenissima mit ihren unverwechselbaren Einwohnern, den Gerüchen dieser phantastischen Stadt und dem unvergleichlichen Charme entziehen, den Nicolas Remin ganz elegant und weich einfließen lässt.
Unser lieb gewonnener, allen menschlichen Genüssen mehr als zugeneigter Commissario darf wie immer überlegt und effektiv ans Werk gehen, tut dies aber süffisanter, bissiger und gelassener als bisher. So bekommt auch die menschliche Seite des symphatischen Alvise Tron ihren rechtmäßigen Platz.
Spannend, komisch, geistreichIch mußte das Buch in einem Zug durchlesen. Die Geschichte hat von Anfang bis zum spannend amüsanten Ende einen Sog und einen Charme, denen man sich schwer entziehen kann. Wer allerdings einen historischen Roman im Stil von Rebecca Gablé oder Iny Lorentz erwartet, wird kaum auf seine Kosten kommen. Und wer einen Kriminalroman im Stil von Mankell erwartet, wird ebenfalls enttäuscht sein. Remin schreibt auf einem völlig anderen Niveau, und er ist, das muß ausdrücklich betont werden, mindestens genauso spannend. "Die Masken von San Marco" unterscheiden sich außerdem von den gängigen Kriminalgeschichten durch eine wunderbare Situationskomik, spritzige Dialoge und durch Ironie. Fazit: ein aus dem üblichen Schema herausfallender Kriminalroman, und vielleicht der beste Tron, den Remin bisher geschrieben hat.
Auf dem Markt der Serien historischer Krimis eine der bestenDer 1948 geborene und lange in den Vereinigten Staaten als Synchronautor und Synchronregisseur tätige Nicoals Remin hat mit seinem Commissario Alvise Tron eine literarische und historische Figur erschaffen, mit der es ihm gelingt, nicht nur spannende Kriminalfälle zu schildern, sondern auch auf dem Hintergrund der politischen Situation um etwa 1860 herum dem interessierten Leser manche historische Information zu vermitteln. Dabei legt er immer wieder besonderen Wert auf die Darstellung der innenpolitischen Vorgänge im Vorfeld der italienischen Staatsbildung.
Venedig, der Arbeits- und Lebensort des Commissario Alvise Tron gehört noch zum österreichischen Kaiserreich. Doch die politischen Veränderungen sind schon allenthalben zu spüren. Da ist die Rede von den Rothemden Garibaldis und von Versuchen aus Piemont, dem Kaiser ans Leben zu gehen.
Und so handelt dieser vierte Fall des sympathischen Tron von einem geplanten Attentat auf den Kaiser. Zunächst von diesem selbst ausgeheckt, soll ein angeblicher Attentäter bei einem Staatsbesuch in Venedig auf ihn schießen, und der Kaiser, wohl informiert über diesen fingierten Anschlag, soll durch seine beherzte und souveräne Reaktion darauf bei der Bevölkerung Punkte sammeln.
Doch da gibt es noch einen anderen Mann, der tatsächlich plant , den Kaiser zu erschießen. Tron setzt sich auf seine Spur und findet mit seiner eigenen Methode bald erstaunliche historische Zusammenhänge und Hintergründe der geplanten Tat heraus.
Remin schildert mit einer frischen Sprache Szenen voller wunderbarer Situationskomik, er bietet dem begeisterten Leser, der das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen möchte, spritzige Dialoge seiner Hauptpersonen und spart nicht mit einer feinsinnigen Ironie auf allerlei Phänomene der damaligen Zeit und der damaligen Kultur.
Tron selbst, adliger Herkunft, und schon in früheren Büchern in die direkte Nähe der Kaiserin Elisabeth gekommen, nutzt auch in diesem Buch seine Beziehungen und verhilft ganz nebenbei seiner Verlobten noch zu erstaunlichen unternehmerischen Vorteilen.
Wo er sich politisch verorten soll in den heraufziehenden sich verändernden politischen Konstellationen in Venedig , ist noch recht unklar. Aber vielleicht verrät uns Nicolas Remin in den nächsten Bänden mehr davon.
Jedenfalls ist die Reihe der Bücher mit Commissario Tron unter den historischen Krimiserien auf dem Markt eine der besten. Allerbeste und spannende Unterhaltung auf hohem Niveau.
Wie immer: Tron ist vom Feinsten!Auch diesen Fall habe ich wieder mit Genuß verschlungen, obwohl ich erst vor wenigen Wochen auf Tron gestoßen bin. Ich habe mir sofort alle Bände zugelegt und hoffe, dass Herr Remin noch viele weitere schreibt. Als etwas enttäuschte Brunetti-Leserin (die Fälle von Donna Leon werden m.E. immer langatmiger) ist Tron für mich ein großartiger Ersatz. Remin schreibt flüssig und stets augenzwinkernd. Die politischen Rahmenbedingungen mit der Habsburger Monarchie runden die Krimis perfekt ab. Trons Vorgesetzter ist eine meiner Lieblingsfiguren - köstlich beschrieben! Seine Langzeitverlobte, die Principessa, hat Tron resolut, aber liebevoll im Griff.
Die Fälle, auch dieser hier, sind stets spannend bis zum Schluß und voller überraschender Wechsel.
Einen Sternabzug gibt es trotzdem: Herr Remin, ich finde es für die Handlungen überflüssig, dass in jedem Fall mindestens ein Tier gequält wird oder zu Tode kommt. Es war bislang eine Katze, Tauben usw. und hier sind es Ratten, die Sie "meucheln"..... Ich finde es überflüssig!
Krimi im Wiener KaffeehausstilCommissario Trons vierter Fall in Venedig ist verknüpft mit politischen Intrigen der z.Zt. in der Lagunenstadt regierenden Königsfamilie der österreichischen Monarchie. Dazu kommen noch Rebellen, die einen Anschlag planen.
Mit altem, schon etwas verblichenem Adel und wienerischem Charme versucht Tron, durch das gefährliche Fahrwasser von Politik, Verbrechen und den kleinen Abhängigkeiten, die er seiner Verlobten gegenüber hat, zu steuern. Es ist amüsant zu beobachten, wie es dem durchaus nicht ehrgeizigen Commissario trotz aller Widrigkeiten jedesmal gelingt, seinen Fall zu lösen.
Einen wunderbaren Genuß bieten auch die Nebenfiguren mit ihren speziellen Eigenheiten: z.B. die Mutter, eisern an Traditionen festhaltend, die ihre offensichtliche Armut in ihrem Palazzo mit robuster Eleganz überspielt, oder der ältliche Polizeichef, der Süßigkeiten ohne Ende futtert, eine jugendliche Freundin, aufgepeppte Klamotten und einen Hang zum Literarischen hat. Das alles wurde unaufdringlich zu sehr lesenswerter Unterhaltung verquickt, die viele Möglichkeiten zum Schmunzeln bietet und zugleich spannend ist.
Ein Buch für Freunde geschmackvoller Krimis, sehr empfehlenswert. Falls man es sich leisten kann, sollte man aber mit dem ersten Band, Schnee in Venedig, beginnen und dann der Reihe nach weiterlesen (2.: Venezianische Verlobung, 3.: Gondeln aus Glas).
Ebenfalls sind die Hörbücher dieser Reihe sehr zu empfehlen, da es hier gelungen ist, den richtigen Sprecher zu finden. Sehr apart klingt ein leichtes Wienerisch durch, aber nur wenn nötig, ansonsten wird gut gesprochen und betont, was an sich schon eine Seltenheit ist. Leider sind die Hörbücher gekürzt, wie so oft, aber trotzdem ein seltener Genuß.
Adelung-1793: Masken-Ball, der
Brockhaus-1837: Masken · San-Marino
Brockhaus-1911: San Nicolas · San Nicolas de los Arroyos · San Cristóbal [2] · San Cristóbal de los Llanos · San Daniele del Friuli · San Domingo · San Diego · San Cristóbal de la Habana · San Carlos de Ancud · San Carlos · San Cataldo · San Cristóbal · San Colombano al Lambro · San Domingo Comitán · San Fernando [3] · San Fernando [2] · San Francesco d'Albaro · San Fratello · San Francisco · San Fernando · San Fele · San Domingos · San Felipe · San Felíu de Guixols · San Felipe de Játiva · Ma-san-po · Kun-san · Geronimo de San Yuste · Monte San Nicola · Monte San Giuliano · Monte San Felice · Borgo San Donnino · Borgo San Dalmazzo · Alcázar de San Juan · Fu-san · Castel San Giovanni · Borgo San Sepolcro · Monte San Silvestro · San Bartolomeo de Honda · San Antonio de los Baños · San Antonio · San Bernardino · San Benedetto del Tronto · San Bartolommeo in Galdo · San · Quen-san · Pu-san-kai · San Andrés de Palomár · San Andrés
Meyers-1905: San Nicolás de los Arrōyos