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Paula Modersohn-Becker (1876 - 1907) ist eine der bedeutendsten Malerinnen zu Beginn der Moderne. Und doch: Bis heute wurde vor allem der Aufbruch der Männer-Moderne wahrgenommen: Cezanne, Gauguin, van Gogh, Munch, Picasso, Rodin und andere. Doch ohne Paula Modersohn-Becker und einige andere Künstlerinnen sähe die Kunst des frühen zwanzigsten Jahrhunderts anders aus. Zum 100. Todestag der Künstlerin, am 20. November 2006, erscheint von der Kunsthistorikerin Renate Berger die Schilderung der prägendsten und aufregendsten Zeit der Künstlerin: die Pariser Jahre zwischen 1900 und 1907. Begleitet wird sie bei ihren zahlreichen Aufenthalten in der französischen Metropole von der Freundin und Malerin Clara Westhoff, der Ehefrau Rainer Maria Rilkes. Die Stadt an der Seine ist ein Abenteuer, eine Flucht aus der Enge der deutschen Provinz in eine Welt, in der die Sprache der Kunst neu erfunden wurde, und die Modersohn-Becker schließlich in Worpswede auf die ihr eigene Weise weiterentwickeln wird. Paris ist aber auch der Ort, an dem Paula Modersohn-Becker ganz zu sich findet und ihr Leben endgültig selbst in die Hand nimmt. So steht sie auch am Anfang einer sehr aktuellen, unaufgeregten und zugleich entschiedenen Selbstbefreiung der modernen Frau.
Renate Berger zeigt etwas von der wahren kunstgeschichtlichen Bedeutung des Lebens und des Werkes von Paula Modersohn-Becker aufAm 20. November 2007 hat sich zum einhundertsten Mal der Todestag von Paula Modersohn-Becker gejährt, eine der großen Pionierinnen der modernen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Renate Berger, ausgewiesene Spezialistin der Kunstgeschichte und als Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Universität der Künste in Berlin zeigt in ihrer empfehlenswerten und beeindruckenden Biographie, dass diese Künstlerin, neben anderen ihrer Zeit, über einen langen Zeitraum hinter den Lichtgestalten der männlichen Avantgarde wie Cezanne, Gauguin, van Gogh, Munch, Picasso oder Rodin zu Unrecht bisher kaum in ihrer wahren Größe und Bedeutung wahrgenommen wurde.
In ihrer vom Lübbe-Verlag ansprechend gestalteten und mit zahlreichen schwarz-weiß und Farbbildern ausgestatteten Biographie zeigt Renate Berger etwas von der wahren kunstgeschichtlichen Bedeutung des Lebens und des Werkes von Paula Modersohn-Becker auf. Sie beschränkt sich dabei auf einen bislang in seiner Bedeutung für die Künstlerin noch nicht richtig gewichteten Aufenthalt in Paris von 1900-1907. Diese Phase sollte die aufregendste und produktivste im Leben von Paula Modersohn-Becker werden.
Der Aufenthalt in der Stadt an der Seine mit seinen Szenen und Subkulturen erlaubte der aus der deutschen Provinz stammenden Frau nicht nur eine Menge Abenteuer und Experimente in jeder Hinsicht, sondern auch den Ausbruch aus der bisherigen provinziellen Enge ihres Lebens und Denkens.
Sie findet in Paris in der Begegnung und den Auseinandersetzungen mit den zeitgenössischen Künstlern, Literaten und Philosophen ihre ganz eigene Sprache und entwickelt sie später in Worpswede weiter. Paris wird so für Paula Modersohn-Becker nicht nur der Brennpunkt und Scheidepunkt ihrer Kunst, sondern auch die Wende in ihrem eigenen Leben.
So gesehen, und Renate Berger möchte es so gesehen wissen, ist Paula Modersohn-Becker einer der ersten Frauen, die sich auf den immer noch aktuellen und entschiedenen Weg der Selbstbefreiung gemacht haben.
Besonders beeindruckend geschildert, auch in literarischen Zeugnissen, ist die intensive Freundschaft der Künstlerin mit dem Dichter Rainer Maria Rilke, der ihr nach ihrem allzu frühen Tod ein Requiem widmet.
Eine sehr empfehlenswerte Biographie.
Künstlerischer Aufbruch und EmanzipationSchön, dass es sie jetzt gibt - diese Biografie von Renate Berger über Paula Modersohn-Becker. Zu lange schon stand diese außergewöhnliche Konstlerin im Schatten der Kunstgeschichte. Immerhin ist sie eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne - und eine außergewöhnliche Frau.
Mit viel Sachverstand und großem Einfühlungsvermögen schildert die Kunsthistorikerin Renate Berger Leben und Schaffen der Künstlerin. Vor allem die aufregende Phase ihre Lebens, die PMB zwischen 1900 und 1907 in Paris verbrachte: ein künstlerischer Aufbruch und der Beginn ihrer Emanzipation. Bisher erstmals veröffentlichte Briefe machen die Kämpfe und die persönliche Entwicklung der Künstlerin deutlich.
Wichtig in dieser Phase und in ihrem Leben überhaupt auch die Begegnung mit Clara Westhoff und Rainer Maria Rilke, mit Werner Sombart und Bernhard Hoetger und vielen anderen.
Ein großes (und sehr schönes) Buch über eine bedeutende Künstlerin und eine große Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt, die sich emanzipiert, sowohl künstlerisch als auch persönlich - und das zu einer Zeit, in der dies alles andere als üblich war.
Adelung-1793: Berger-Thran, der · Berger-Fisch, der · Bècker, der
Brockhaus-1809: Daniel Berger · Daniel Berger
Brockhaus-1911: Berger [2] · Berger · Berger [4] · Berger [3] · Becker [7] · Becker [6] · Becker [9] · Becker [8] · Becker [11] · Becker [12] · Becker · Becker [10] · Becker [4] · Becker [5] · Becker [2] · Becker [3]
Eisler-1912: Berger, Moritz · Berger, Joh. Erich von
Herder-1854: Berger [1] · Berger de Xivrey · Berger [3] · Berger [2] · Becker [3] · Becker [4] · Becker [1] · Becker [2] · Becker [9] · Becker [6] · Becker [5] · Becker [8] · Becker [7]
Pagel-1901: Berger, Albrecht Maria · Berger, Oskar · Berger, Paul · Becker, Franz Joseph · Becker, Ludwig · Becker, Otto
Pataky-1898: Berger, Therese · Berger, Marie · Berger, Johanna · Berger, Adele · Berger, Julie · Berger, Johanna · Berger, Ilse · Berger, Frau Ida · Berger, Adele · Berger, Adeline · Berger, E. · Becker, Frau Käthe · Becker, Frl. Johanna · Becker, Adeline · Becker, Elise · Becker, Auguste · Becker, Adeline · Becker, Frl. Marie · Becker, Frl. Anna
Pierer-1857: Berger [1] · Berger [2] · Berger de Xivrey · Becker [1] · Becker [2]
Schmidt-1902: Berger, Eduard · Berger-Levrault · Becker, Ernst · Becker, Rudolph Zacharias