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Ein wundersamer, unterhaltsam-nachdenklicher Roman, in dem Herbert Rosendorfer die komisch-poetische Predigt eines abgehalfterten Gottes liefert.
Was soll man dazu sagen?Ein echter Rosendorfer-Fan wird auch dieses neue Opus verschlingen und sich durch nichts davon abhalten lassen. Das ist prinzipiell auch gut so. Die reizvolle philosophische Grundidee, dass es Gott gibt, "weil es ihn nicht gibt", macht jedoch noch keinen guten Roman aus. Und die - leider ohnehin nur: sporadischen - Skurrilitäten, die wohl den eigentlichen Rosendorfer-Touch ausmachen, hat man anderswo schon viel besser gefunden.Die Geschichte ist zu dünn - und, frei nach einem bekannten Kalauer, zu kurz ist sie auch noch.Vom "Ruinenbaumeister" (der Vergleich drängt sich wohl unweigerlich auf) trennen diesen Roman - man muss es leider so sagen - Welten.
Nichts für Rosendorfer-AnfängerIm Februar 2006 war ich auf einer Dichterlesung Rosendorfers. Ich hatte einige Bücher zum Signieren durch den Autor dabei, u.a. "Kadon", das ich schon einmal angefangen hatte, aber nach zwanzig Seiten als "unlesbar" wieder weggelegt hatte. Zu meiner Überraschung sprach mich Rosendorfer an und sagte "Das ist mein wichtigstes Buch!" Jetzt wollte ich es natürlich wissen und ließ mich auf das Buch ein. Nach zwei Dritteln verstand ich die Bedeutung des Buchs für den Autor. Es ist eine kleine Philosophie über die Weltreligionen, insbesondere mit ironischen Seitenhieben auf den Katholizismus, über den Sinn des Lebens und über menschliche Hybris und Schwächen. Beim zweiten Durchgang - das Buch ist dünn genug, dass man einiges zweimal lesen kann - freundete ich mich mit ihm an. Man sollte dieses Buch nur in die Hand nehmen, wenn man Muße hat, wenn man die Eigenheiten des Rosendorferschen Stils kennt und wenn man seine skurrile Art zu erzählen mag. Dann ist es eine große Bereicherung.
Brockhaus-1911: Hier steh' ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir! Amen! · Mit Gott für König und Vaterland · Gott erhalte Franz den Kaiser · Gott mit uns
Eisler-1904: Gott, Gottesbeweise · Gott
Meyers-1905: Johann von Gott · Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen! · Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt · Mit Gott für König und Vaterland · Gott [2] · Gott erhalte Franz den Kaiser · Ein' feste Burg ist unser Gott · Gott [1] · Gott mit uns
Pierer-1857: Secte der Gott nicht Fürchtenden · Straf-mich-Gott-Bibel · Gott [2] · Friede mit Gott · Gott [1]