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Der dritte Band unserer Jules-Verne-Neuübersetzungen im Taschenbuch: Ein spannender und ironischer Abenteuerroman, der sich als äußerst visionär entpuppt.
Science Fiction aus dem 19. JahrhundertIn Jules Vernes Abenteuerroman "Von der Erde zum Mond" geht es, wir der Titel schon sagt, um das Vorhaben einer Mondreise. Mit diesem Buch machte sich Jules Verne selber zum Mitbegründer des Science-Fiction-Genres! Packend und dem wissenschaftlichen Kenntnisstand des 19. Jahrhunderts entsprechend beschreibt er die Planung der phantastischen Reise zum Erdtrabanten, welche erst 102 Jahre nach Erscheinen des Buches hat wahr werden sollen. Dabei versetz Jules Verne den Leser mit seinen Ideen in Erstaunen und man fragt sich während des Lesens zuweilen, ob Jules Verne bestimmte Details, wie den Startplatz Florida, wie so oft vorhergesagt hat, oder ob sich die moderne Raumfahrt vielleicht sogar von seinem Werk hat beeinflussen lassen! Dennoch möchte ich, ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten, anmerken, dass Jules Verne mit diesem Buch auch Kritik übt, und zwar an Vorhaben, denen Menschen nicht gewachsen sind. Obwohl ich persönlich der Meinung bin, dass dieses Buch nicht zu den besten Werken des Franzosen gehört, so empfehle ich trotzdem jedem, diesen Klassiker zu lesen, denn es ist gewiss eines der phantasievollsten Bücher Jules Vernes. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Astronomisch gutDass Jules Verne ein hervorragender Utopist und glänzender Erzähler war, ist hinlänglich bekannt. Doch er ist gleichzeitig auch ein hinreißender Satiriker. Das zeigt sich in "Von der Erde zum Mond" ganz besonders deutlich: Spott auf Militarismus und übertriebenes Nationalbewusstsein verpackt er in die Geschichte des Kanonenklubs, einer Vereinigung von Ballistikern während des amerikanischen Bürgerkriegs. Den alten Haudegen kommt der Friedensschluss gar nicht zupass, und um die Existenzkrise abzuschütteln, will ihr Präsident eine für damalige Verhältnisse unglaubliche Idee in die Tat umsetzen: Er will eine Kanone bauen und eine Kugel zum Mond schießen, woraus sich - ursprünglich nicht beabsichtigt - der erste bemannte Mondflug ergibt. Vernes Roman beschäftigt sich fast ausschließlich mit den Vorbereitungen der Mondreise und bietet viel Platz für technische Hintergründe, waghalsige Mutmaßungen, mathematische Spielereien und all den Zutaten, welche die später so bezeichnete Science-Fiction ausmachen. Der Roman liest sich wunderbar leicht nicht zuletzt dank seinem erfrischend ironischen Humor.
Eine verblüffende VisionAuf die Geschichte gehe ich hier nicht ein, die ist ja oben zusammengefasst.
Dieses Buch zeichnet sich aus, durch die erstaunliche Vorstellungskraft die Jules Verne besitzt. Der märchenhafte Text, der einfach zu lesen ist und sehr kurzweilig geschrieben ist, beschreibt die Vision einer Reise zum Mond, wie sie damals noch unvollsterbar gewesen sein muss. Das Buch erschien 1876 und muss faszinierend gewesen sein. Die teils sehr detaillierten Beschreibungen der Technik verkauft das gesamte Werk als sehr glaubwürdig und man kann sich vorstellen, dass es so funktioniert. Was aber für den heutigen Leser eher langweilig klingt, weil wir inzwischen ja auf dem Mond waren, macht das Buch ja nicht Lesenswert für den modernen Leser. Das stimmt teilweise auch, was aber das Buch sicher dennoch interessant erscheinen lässt ist, dass einige Teile des Buches, die Jules Verne überzeugend argumentier, dann auch tatsächlich so eingetreten sind, so etwas beschreibt, warum man die Raketenstartbasis in Flordia platzieren muss, also genau da wo sie heute steht.
Und dies ist nicht die einzige verblüffende Vision von Verne die dann auch so eingetreten ist.
Generell nicht schlecht; im Gegensatz zu seinen anderen Werken schon!Aus purer Langeweile hat der Vorsitzende des "Gun Club" aus Baltimore kurz nach dem Sezessionskrieg die Idee eine Kanone zu erschaffen, die dermaßen riesig und kräftig ist, dass sie ein Projektil auf den Mond befördern kann. Die Clubmitglieder, später ganz Amerika, sind sofort Feuer und Flamme für diese Kopfgeburt und machen sich sofort an die theoretischen, später dann praktischen Vorbereitungen.
Leider beschränkt das Buch sich auch genau darauf. Und hier bin ich schon bei dem Punkt, der erklärt, warum ich nur 3 Sterne vergebe. Die anderen Werke Vernes sind spannend, haben teilweise interessante Wendungen, sind in der Geschichte (im fiktiven Beiwerk quasi) einfach einfallsreicher. "Von der Erde zum Mond" ist zu 95% ein rein wissenschaftlicher Roman. Technische Neuerungen werden vorgestellt, verworfen oder weiterentwickelt, Geldgeber werden gesucht und recht schnell gefunden, natürlich wird akribisch aufgelistet welches Land wie viel Geld spendet, Staaten werden fast in einen neuen Krieg getrieben, als ein passender Startplatz gefunden werden muss. Das ist alles nicht gänzlich uninteressant, aber in anderen Romanen hat Jules Verne dies alles bzw. ähnliche Thematiken und Problematiken in eine spannende, fesselnde Geschichte verpackt. Davon habe ich hier nicht viel gefunden. Erst ab dem 18. Kapitel, als der Franzose Michel Ardan mit der Idee auftaucht, selbst in dem Projektil mitzufliegen, wird das Buch etwas lockerer und besser.
Aber ich darf die positiven Aspekte nicht vergessen, sonst hätte ich ja noch weniger Sterne verteilt: Es ist selbstverständlich bemerkenswert, was Verne sich hier hat einfallen lassen bzw. wie er Theorien ganz unbekümmert weiterdachte, damit die Reise zum Mond hier verwirklicht werden kann. Vor allem rückblickend mit unserem heutigen Wissen, denn vieles war ja gar nicht so abwegig von ihm erdacht. Es ist mir halt bloß zu viel. Desweiteren scheint Jules Verne mir hier etwas humorvoller als sonst, beispielsweise ist die satirische Darstellung der Amerikaner als schießwütiges, kriegsgeiles Volk sehr amüsant und bis heute ja aktuell :-). Geht es einem also nicht unbedingt um Jules Verne, sondern vielmehr darum, wie weit man mehr als 100 Jahre vor den ersten Schritten auf dem Mond war, dann wird man dem Roman wohl mehr als 3 Sterne geben. Es ist eben ein Für und Wider, was sich irgendwo im Mittelmaß einpendelt. Sollte wohl in keiner Verne-Sammlung fehlen, es gibt aber weitaus bessere Romane von ihm.
Auch noch interessant für den einen oder anderen Käufer ist vielleicht, dass sich in dieser Ausgabe ein gut 100 Seiten dicker Anhang befindet. Zuerst ein sehr ausführliches Glossar, gefolgt von einem Nachwort des Übersetzers und Herausgebers Volker Dehs. Danach findet man eine Zeittafel, die alle relevanten Daten von Verne und Nadar (Zeitgenosse Vernes, der mit spektakulären Ballonaufstiegen Aufsehen erregt und in diesem Buch durch Michel Ardant verkörpert wird) aufzeigt, in Verbindung mit Daten der Raumfahrt. Desweiteren findet man 3 kurze Artikel (einen von Nardan, 2 von Verne) über Ballonaufstiege und Edgar Allan Poe und zu guter Letzt einen kleinen Artkel zu den Illustrationen in diesem Buch.
Noch nach über 100 Jahren lesenswertJule Verne läßt seine Helden überallhin reisen - warum nicht auch zum Mond? Und in genialer Voraussicht läßt er dieses eigentlich unmögliche Vorhaben durch die Amerikaner verwirklichen, die es dann auch tatsächlich und auf nicht ganz unähnliche Weise umgesetzt haben. Das Lesevergnügen ergbit sich dabei aus der lebhaften und überspitzten Schilderung der Protagonisten, aus den natürlich überholten technischen Datails und dem erzählerischen Schwung der Geschichte.
Adelung-1793: Mond-Cirkel, der · Mond, der · Mond-Epacten, die · Porzellan-Erde, die · Glasur-Erde, die · Bolar-Erde, die · Bau-erde, die · Erde, die · Brenn-erde, die
Brockhaus-1809: Der Mond · Der Mond
Brockhaus-1911: Verne · Mond · Lemnische Erde · Rote Erde · Veroneser Erde · Tiroler Erde · Erde · Cyprische Erde · Blaue Erde · Kölnische Erde · Japanische Erde · Gay-Erde
DamenConvLex-1834: Mond · Janin, Jules · Erde · Abplattung der Erde · Bevölkerung der Erde · Bewegung der Erde
Eisler-1912: Barni, Jules · Simon, Jules François · Gaultier, A. Jules de · Compayré, Jules-Gabriel · Lachelier, Jules · Gaultier, Jules de · Pioger, Jules · Payot, Jules
Goetzinger-1885: Sonne und Mond · Himmel, Erde und Elemente
Heiligenlexikon-1858: Jules, St.
Herder-1854: Mond · Magnetismus der Erde · Abplattung der Erde · Erde
Lueger-1904: Höfe und Ringe um Sonne und Mond · Hallische Erde · Erde, Veroneser · Grüne Erde · Lemnische Erde · Römische Erde · Italienische Erde · Kölner Erde · Böhmische Erde · Cyprische Erde · Achsendrehung der Erde · Amberger Erde, Amberger Gelb · Erde, Erdmessung [2] · Erde, Erdmessung [3] · Erde, böhmische · Erde, Erdmessung [1]
Meyers-1905: Verne · Mann im Mond · Mond · Hallische Erde · Erde von Siena · Kölnische Erde · Japanische Erde · Amberger Erde · Blaue Erde · Aslarer Erde · Erde · Braune Erde von Siena · Spiegel zum Desenberg · Vom Fels zum Meer · Verleitung zum Verbrechen · Internationaler Verband zum Schutze des gewerblichen Eigentums · Frauen vom (zum) guten Hirten · Aufforderung zum Verbrechen · Beweis zum ewigen Gedächtnis
Pagel-1901: Rochard, Jules-Eugène · Tillaux, Jaul-Jules · Péan, Jules · Regnaud, Jules · Bergeron, Étiennes-Jules · Bucquoy, Marie-Edime-Jules · Worms, Jules · Baillarger, Jules-Gabriel-François · Parrot, Marie-Jules · Baillarger, Jules-Gabriel-François · Béclard, Jules · Åkerman, Jules Heribert · Arnould, Jules Hippolyte · Luys, Jules-Bernard · Marey, Etienne-Jules · Béhier, Louis-Jules · Gavarret, Jules
Pierer-1857: Halber Mond · Mann im Mond · Mond · Falscher Mond · Augustinische Chorfrauen u. Chorherren zum Heiligen Herzensorden · Zum Flug geschickt · Zum Heften schlagen · Zum Urtheil beschließen · Zum Zuge sein · Zum Hohenstein · Zum Loh thun · Zum Brunnen · Hof zum Bergen · Geschickt mit offenem Rachen zum Raube · Erstenberg zum Freyenthurm · Hutten zum Stolzenberg · Stein zum Altenstein · Stain zum Rechtenstein · Juritsch zum Strugg u. Alt-Guttenberg