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Kurzgeschichten im Pirincci-StilIch hatte dieses Buch auf meinem Nachtkästchen liegen und jeden Abend vor dem Einschlafen eine Geschichte gelesen.
Jede dieser Geschichten war auf ihre Art spannend und mitreißend und hat mir einiges an Grübelei beschert, die mich erst sehr spät einschlafen ließ.
Wer Pirinccis Bücher mag, wird nicht enttäuscht sein vom "letzten Weltuntergang"und sollte dieses Buch auf keinen Fall auslassen.
Der Autor ist schlichtweg ein Sprachakrobat!
Ich ziehe einen Stern ab, weil ich mir eine größere Anzahl an Storys gewünscht hätte und ich das Buch durchaus als sehr gut empfinde, jedoch andere Bücher von Pirincci ausgezeichnet sind und somit die 5 Sterne verdient haben.
Zwei Déjà vues und ein Meisterstück2007, im selben Jahr, in dem Akif Pirinccis 6. Katzenrimi ("Schandtat") bei Random House erschien, veröffentlichte er beim Hamburger Rotbuch-Verlag diesen kleinen Band mit Kurzgeschichten. Ein Jahr zuvor hatte er dort seinen Thriller untergebracht ("Der Eine ist stumm, der Andere ein Blinder"). Nun fragte Rotbuch an, ob der Autor etwas zur Krimi-Reihe beisteuern könne.
"Der letzte Weltuntergang" enthält Shortstorys, die bereits früher erschienen sind, Anfang der Neunziger. Die Geschichte "Mein Freund Bodo" zum Beispiel, ebenso der autobiographisch gefärbte Irrlauf eines Schriftstellers, der glaubt, eigenhändig den Verkauf seiner Bücher in den Buchhandlungen kontrollieren zu müssen. Diese beiden Storys sind ganz nett, jedoch harmlos, weil bekannt.
Prägnant, wenn auch leider sehr kurz ist die Geschichte vom Profikiller, gleich zu Beginn. Etwas dahin plätschert die surreale Erzählung über die guten 1970er Jahre. Eine Zeit, die auch Pirincci stark geprägt hat.
Einziges Meisterstück, was Idee und Ausführung betrifft, verdient jene Geschichte genannt zu werden, die eine Frau in den Vierzigern schildert. In einem zeitlich pervertierten Lebenslauf, altert sie nicht, sondern verjüngt sich zu Tode. Allein diese Glanzleistung ist der Kauf des Büchleins wert.
Kein überzeugendes DruckwerkFünf Kurzgeschichten auf 120 Seiten. Von jemandem geschrieben, dessen literarische Wandlungsfähigkeit wohl nicht mehr unter Beweis gestellt werden muss. Der Rumpf eine Satire mit Weltklasse, Yin ein Weltuntergangsepos, die Damalstür ein Horrorplot à la King, der eine ist stumm... ein Thriller und seine Katzenkrimis sind ohnehin ein eigenes Kapitel, wofür er eine Auszeichnung erhielt, aber diese Short stories konnten mich nicht mitreißen, obwohl ich dem Autor im Grunde sehr geneigt bin.
Ich würde diese Erzählungen auch nicht als Krimis bezeichnen, selbst wenn sie dieses Themengebiet durchaus streifen. Die Mehrheit seiner Anekdoten sind eher im Genre Phantasy und/oder Horror angesiedelt. Deswegen erhält dieses schmale Bändchen von mir auch nur eine bedingte Leseempfehlung...
Für Pirincci-Fans wahrscheinlich dennoch eine must-have.
Zu kurz!!!Wie immer für ein Pirincci -Fan ein Muß!!
Aber 127 Seiten sind an einem Abend ausgelesen,
da hätte der Meister doch bitte noch ein paar Kurzgeschichten hinzufügen können.
Schade,Schade!!