Zille, Heinrich

Pinselheinrich malt dir

Pinselheinrich malt dir
  • Verlag: Eulenspiegel
  • Erscheinungsdatum: 2007-09
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 158
  • ISBN: 3359016904
  • EAN: 9783359016908
  • Amazon.de Verkaufsrang: 99.002
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Zum 150. Geburstag des berlinischsten aller Berliner im Januar 2008 erscheint das kleinformatige, liebevoll ausgestattete, vierfarbige Bändchen neu.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Daggi fanden 4 von 5 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Etwas klein geraten

Dieses kleine Büchlein über den Grafiker, Zeichner und Fotograf Heinrich Zille finde ich ein wenig klein geraten, weshalb ich einen Punkt abziehe. Denn im Format 10 x 14,5 cm sind die auf 152 Seiten abgedruckten "Bilder aus Berlin" echte Miniaturausgaben. Dennoch kann man sich einen ganz guten Eindruck über das Werk Zilles machen, denn zu den Themen Arbeitsleben/ Straßenalltag - Kinderwelt - Tiefe Blicke ins Milieu - Künstlerdasein - Kneipen/ Feste und Vergnügen und Randberlin sind wirklich viele Zeichnungen in schwarz-weiß und teilweise auch in Farbe abgedruckt. Den Bildern ist meist ein Untertitel oder ein kleiner Witz hinzugefügt.

Heinrich Zille lebte von 1858-1929. Leben, Bewegung, Alltag, Straßentrubel sind Heinrich Zilles Inhalte - sein Thema war es, das "einfache Volk" auf den Straßen und Hinterhöfen von Berlin darzustellen. Die Zeichnungen entbehren dabei nicht einer gewissen Derbheit und Freizügigkeit: öfters findet man nur leicht bekleidete, dralle Frauen auf den Bildern. Das Schönheitsideal um die Jahrhundertwende scheint noch weit entfernt gewesen zu sein von heutigen Magerkeitsansprüchen. Von Obszönität ist Zille dabei dennoch weit entfernt, es geht ihm vielmehr um Situationskomik, karikierende Typenformung und Sozialkritik, wie in dem Nachwort von Manfred Flügge zu lesen ist.

Heinrich Zille ist fest verschweißt mit der Großstadt Berlin. Mit der Industrialisierung wurde Berlin zur Weltstadt, wurden Kleinbürger und Handwerker proletarisiert. Es entstanden in diesem Prozess Randgruppen, denen der soziale Boden entzogen war, die nichts mehr zu verlieren hatten. Die Wohnverhältnisse verschlechterten sich enorm, die Hygienebedingungen sind heute kaum mehr vorstellbar. Das alles stellt Heinrich Zille mit viel menschliche Wärme und einer höchst sensiblen Beobachtungsgabe dar. Max Liebermann sagt über Heinrich Zille: "Solcher Humor ist so selten wie ein weißer Rabe".

Ein paar Beispiele:

Auf dem Markt: "Det Fleesch will ick nich, det riecht ja schon!" - "Aba Frau - da müssen wir uns dran jewöhn', een Auto stinkt noch mehr."

Auf dem Standesamt: "Sie sind nun schon vier Jahre Wirtschafterin und haben fünf Kinder von dem Mann; warum heiraten Sie denn nicht?" - "Ja wissen Sie, er is mir nich sympathisch!"

Zuchthausinspektor: "Die Wolle ist schlecht gezupft!" - Sträfling: "Wenn Ihn' meine Arbeet nicht passt, dann kann ick ja jehen!"

Außer dem Nachwort von Manfred Flügge von 1987 bietet dieses Büchlein keine weiteren Hintergrundinformationen über Zille. Wer Interesse am Werk Zilles hat, ist sicher auch mit den fotostatischen Nachdrucken des Fackelträger-Verlags der 1914 erschienenen Erstauflage gut bedient: Kinder der Strasse: 100 Berliner Bilder und Mein Milljöh: Neue Bilder aus dem Berliner Leben.

Pinselheinrich malt dir



Empfehlungen

Zille, Heinrich
6,95 €

Zille, Heinrich
7,95 €

Zille, Heinrich
7,95 €

Kremming, Rolf
9,95 €


Zille, Heinrich
7,95 €

Zille, Heinrich
9,80 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google