Seminararbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Int. Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, einseitig bedruckt, Note: 1, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: PS Peacebuilding in post-conflict Gesellschaften, 26 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Als Gott die Welt erschuf, verteilte er die Reichtümer über alle Länder - nur eines vergass er. Als er dies bemerkte, schüttelte er den ganzen Rest (der sehr groß war) auf dieses Land. Ein Engel sagte: Aber Gott, ist das nicht ein bisschen viel für ein einziges Land? Da antwortete Gott: Es macht nichts, sie werden dafür büßen müssen.' (Angolanisches Märchen) Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, anhand des in der Vergangenheit periodisch eskalierenden innerstaatlichen Konflikts in Angola, sowie der Initiativen der Vereinten Nationen zur Lösung dieses, die Problemdimensionen des Prozesses der Friedenskonsolidierung zu erörtern. Für den Aufbau erwies sich folgende Gliederung der Arbeit als sinnvoll: Im ersten Theorieteil soll sich dem Thema Friedenskonsolidierung als neue Herausforderung der internationalen Gemeinschaft, welche sich im Zuge neuer Entwicklungen im Bereich gewaltsamer Konflikte und deren Lösungsversuche nach der 'Agenda for Peace' durch UN-Generalsekretät Boutros Boutros-Ghali herausgebildet hat, angenähert werden. Da der 27 Jahre andauernde post-koloniale Bürgerkrieg sowohl auf interne als auch auf externe Akteure bzw. Einflussnahmen zurückzuführen ist, wird im 3. Teil eine ausführliche Darstellung der Ursachen und des Verlaufs des angolanischen Konflikts erfolgen. Es folgt eine Präsentation der Formen der Kriegsbeendigung, sowie deren praktische Umsetzung durch vier Phasen von gescheiterten UN-Friedensmissionen in Angola. Da es erst nach dem Tod des Rebellenführers Jonas Savimbi im Jahre 2002 und dem daraufhin geschlossenen Frieden von Luena zu einer reellen post-conflict Phase gekommen ist, in der eine erfolgreiche Friedenskonsolidierung umgesetzt wurde, wird diesem Aspekt im fünften Kapitel besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Insgesamt soll anhand eines Vergleiches der Lösungsversuche in Angola mit einem als erfolgreich geltenden Modell von Determinanten für die positive Implementierung des Friedens evaluiert werden, aus welchen Gründen alle bis dahin vorgenommenen Initiativen der Friedenskonsolidierung im Lande letztlich scheiterten bzw. welche Faktoren für den positiven Verlauf des Abkommens von Luena ausschlaggebend waren. Aus dieser Zusammenfassung können wichtige Impulse für die Zukunft gewonnen werden, wenn es darum geht Erfolgsaussichten von Friedensmissionen zu beurteilen und gegebenen Bedingungen anzupassen.