Keim, Philipp

Die Wolgadeutschen von der Einwanderung bis zur Aufhebung des Kolonistenkontors

Die Wolgadeutschen von der Einwanderung bis zur Aufhebung des Kolonistenkontors
  • Verlag: GRIN Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2007-08
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 180
  • ISBN: 3638709124
  • EAN: 9783638709125
  • Amazon.de Verkaufsrang: 2.115.623
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Beschreibung von buecher.de

Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1,0, Paris Lodron Universität Salzburg (Institut für Geschichte), 38 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Ich möchte noch anmerken, dass für die Arbeit viele russischsprachigen Quellen verwendet wurden. , Abstract: Von besonderem Interesse sind die Ausführungen über die soziale Zusammensetzung und die Herkunftsgebiete der Auswanderer, aber auch auf die staatliche und private Anwerbung der Kolonisten wird dezidiert eingegangen. Im Hinblick auf die Alltagskultur sind in erster Linie die Kapitel über die Sammelplätze, die Schiffsreise, die Weiterreise nach Saratov, die Ankunft an der Wolga, sowie jene über die ersten Einrichtungsarbeiten der Kolonisten von Bedeutung. Da dem durch Mennoniten gegründetem Sarepta eine Sonderstellung unter den Kolonien zukommt, ist der Gründungsgeschichte dieser Stadt ein eigener Abschnitt gewidmet. Was die Planung und Anlegung der Kolonien betrifft, so werden vor allem die Namensgebung derselben und die archetektonischen Besonderheiten, welche in dieser Gegend zu Tage traten, erörtert. Sehr interessant sind auch jene Abschnitte, in denen - auch unter Einbeziehung zahlreicher Einzelschicksale - das schwere Los der Siedler, welches ihnen vor allem in der Gründungszeit die zahlreichen Überfälle der Kirgisen und die Einfälle der Banden des Aufständischen Pugatschjows verursachten, behandelt wird. Großes Gewicht wird ebenfalls auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage der Kolonien gelegt, wobei im Konkreten auf die Lage des Handwerks, der Landwirtschaft und die Probleme, die mit der Finanzierung des wolgadeutschen Kontors verbunden waren, geschildert wird. Berücksichtigt wird weiters das sittliche Leben, die immer wieder vorkommende Beamtenwillkür und das Verwaltungssystem, welchem die Kolonien unterworfen waren. Abgerundet wird die Arbeit durch einen Ausblick, in welchem nicht nur ein Blick auf die wichtigen historischen bzw. politischen Ereignisse und die Stellung, die der Kolonist während dieser schwierigen Zeiten inne hatte, geworfen wird, sondern auch auf seine Essgewohnheiten, sein Brauchtum und Festhalten an der deutschen Sprache eingegangen wird.

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