Schopenhauer, Arthur

Die Kunst Recht zu behalten

Die Kunst Recht zu behalten
  • Verlag: Rabaka-Publishing
  • Erscheinungsdatum: 2007-09
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 155
  • ISBN: 3940185035
  • EAN: 9783940185037
  • Amazon.de Verkaufsrang: 129.922
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Beschreibung von buecher.de

Diese Ausgabe der 'Kunst Recht zu behalten' enthält das berühmte Werk Arthur Schopenhauers im Original, ergänzt mit Erläuterungen und vielen praktischen und augenöffnenden Tipps und Beispielen rund um die Kunst, gut miteinander zu disputieren.
Die Komplexität unserer Welt steigt ständig und Meinungsverschiedenheiten nehmen unweigerlich zu. Selbst eigentlich vielversprechende Interaktionen enden schneller als man denkt im kommunikativen Tumult. Gute Rhetorikkenntnisse sind da für jeden ein faszinierendes Hilfsmittel, um Streitereien schnell zu beenden.
Gitta Peyn hat dem Schopenhauer'schen Werk ethische Überlegungen vorangestellt und die Kunstgriffe mit vielen praktischen Beispielen unterlegt. Mit diesen Tipps steht der Leser auf der sicheren Seite des Lebens: Er weiß, welches Handeln und Disputieren wann gut und sinnvoll ist und wann nicht. Und mit ein wenig Übung begreift er schnell, wie man Gespräche so lenken kann, dass sie sich zum Besten für die Beteiligten wenden.
Von einemsolchen Können profitiert man nicht nur im Beruf, sondern in allen alltäglichen Situationen, in denen es darauf ankommt, sich als geschickter Redner zu zeigen und Konflikte sprachlich elegant zu lösen. Nichts flößt mehr Respekt ein als die Fähigkeit, sich unter einer ethischen Maxime korrekt zu verhalten und dennoch freundliche und intelligente Autorität auszustrahlen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Astrid Birk fanden 21 von 23 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schopenhauer modernisiert

Das Einzigartige an Schopenhauers "Kunst Recht zu behalten" ist der für seine Zeit innovative Versuch, die Funktionsweise von Rhetorik mittels eines begrenzten Satzes prinzipieller Regeln zu beschreiben. Auf den Erkenntnissen der lateinischen und griechischen Klassiker aufbauend, läutet er den Beginn der modernen Rhetorik ein. Fraglich ist, ob ein begrenzter Satz an Regeln tatsächlich dazu in der Lage sein kann, die gesamte Vielfalt der Kunst der rhetorischen Anwendungen abzubilden. Keineswegs fraglich ist der didaktische und analytische Nutzen seines Versuchs: Es dürfte allgemeine Übereinstimmung in der Ansicht herrschen, dass es bei weitem einfacher ist, sich der Rhetorik über das Studium klarer, prinzipieller Einzelbausteine zu nähern als sein Wissen in der möglicherweise schmerzlichen praktischen Erfahrung der Gesamtvielfalt des Themenkomplexes erwerben zu müssen. Das erstaunliche und bemerkenswerte an diesem Buch ist aber nicht die Schopenhauersche Arbeit, sie macht auch nur knapp die Hälfte des gesamten Werkes aus. Das, was diesem Buch Wert verleiht, ist Gitta Peyn's umfangreiche Weiterführung des schopenhauerschen Ansatzes. Zuerst einmal gelingt ihr eine prägnante Verdichtung der schopenhauerschen Regeln. Nicht ihre Anzahl wird verringert, sondern ihr Inhalt wird auf den Punkt gebracht, was sie entschieden leichter erlernbar und erinnerbar macht. Und dann schafft sie, was schon so vielen Kopfzerbrechen bereitet hat: Sie demonstriert die praktische Anwendung der mitunter schwerverständlichen schopenhauerschen Formalismen in leicht erfassbaren, alltäglichen Beispielen. Darüber hinaus liefert Frau Peyn, in einem dem praktischen Werk vorangestellten Aufsatz, einen Rahmen zum Nachdenken und Diskutieren über die ethischen Aspekte der Anwendung von Kommunikation im Allgemeinen und Rhetorik im Besonderen. Fazit: Ein bemerkenswertes und äußerst lesenswertes Buch, das jedem Rhetorik lernenden und ausübenden, sprachphilosophisch und ethisch Interessierten wichtige Erkenntnisse zugänglich macht.

Diese Rezension von Stefanie Bergmann fanden 15 von 17 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schopenhauer für Jedermann

Man denkt immer, dass Philosophie so unheimlich schwer sein muss. Dieses Buch beweist mal wieder, dass das ein Irrtum ist.

Wer sich für Rhetorik interessiert, kommt an den SchopenhauerŽschen Kunstgriffen selten vorbei.

In diesem Buch sind die 38 Kunstgriffe in einem größeren Kontext eingebunden. Neben den Originalen von Schopenhauer gibt es eine Zusammenfassung der Tricks, die Anwendung der Tricks an einfachen Beispielen erklärt und einen - thematisch natürlich äußerst passenden - Diskurs über Ethik.

Alles in allem eine gelungene Komposition die über das Thema Rhetorik hinausreicht und den Leser über die richtige Verwendung der eigenen Argumentationsstärke nachdenken lässt.

Eigentlich war ich lediglich auf der Suche nach den 38 Kunstgriffen, habe mich aber auf Grund des wirklich witzigen Covers für die preisgünstige Variante vom RaBaKa-Verlag entschieden und bin dafür reichlich belohnt worden.

Wer mehr für sein Geld (und den Kopf) will, ist mit diesem Buch sehr gut beraten.

Diese Rezension von Athene fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Endlich was für die Praxis und für Jedermann

Den Rezensionen von Astrid Birk und Gila Walters kann ich eigentlich kaum noch etwas hinzufügen außer kompletter Zustimmung. Arthur Schopenhauer liest sich so schwierig, dass einige Passus auch nach mehrmaligem Lesen sinnentleert bleiben, vor allem wenn man kein studierter Rhetoriker ist. Dennoch kommt man ja um das Wissen um Rhetorik heutzutage nicht mehr herum, Rhetorik ist überall. Und um es mit einem der Kunstgriffe zu sagen: Vielleicht bin ich zu dumm, um Schopenhauer ohne Hilfe zu verstehen, aber das stört mich nicht. Bücher wie dieses sind eine wahre Bereicherung, weil sie Rücksicht darauf nehmen, dass nicht jeder gleich alle Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Das Vorwort fand ich großartig, weil es auf die moralischen Konsequenzen und Probleme eingeht, die man unweigerlich hat, wenn man anderen rhetorisch überlegen ist. Und die Beispiele hinten mit den in klaren normaldeutschen Worten nochmal aufgeführten Kunstgriffen sind mehr als hilfreich.

Diese Rezension von Alexandra Wiechmann fanden 9 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schopenhauer ist auch Lebenshilfe

Immer wieder kam ich in fachlichen Diskussionen an meine Grenzen. Obwohl ich mir inhaltlich sehr sicher war, gelang es meinem Gegenüber sich mittels Rhetorik durchzusetzen.

Nachdem ich dieses Erlebnis mehrfach hatte, entschied ich mich dafür, mehr über Rhetorik zu lernen.

Die Schopenhauer'schen Kunstgriffe habe viel Licht ins Dunkel gebracht und helfen mir seitdem meinen Gegenüber in Gesprächen besser einzuschätzen und mehr agieren zu können, anstatt nur zu reagieren. Dabei bin ich der Autorin dankbar, dass Schopenhauer nicht unkommentiert bleibt und durch sehr alltagstaugliche Kommentare illustriert wird. Das hat mir beim Verstehen und Erkennen der Tricks sehr geholfen.

Ich habe für mich beschlossen, die Kunstgriffe selbst nicht anwenden zu wollen. Dennoch ist es sehr hilfreich sie zu kennen und beim Gesprächspartner zu erkennen. Nun gehe ich entspannter in Diskussionen.

Diese Rezension von Gila Walter fanden 4 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein sehr interessantes dreigeteiltes Buch

Schopenhauer pur ist schwer zu verknüsen. Der Mann war halt kein Literat und in seiner Rhetorik auch ein wenig umständlich.

Dieses Buch bringt den Schopenhauer näher, macht ihn verständlicher, ohne dass er dabei verliert.

Das Buch besteht aus drei Teilen, alle gleichermaßen aufschlussreich.

Teil 1 beinhaltet eine äußerst interessante Einführung in Ethik auf der Grundlage der Kritik Schopenhauers Aussage, der Mensch sei von Natur aus böse. Dieses nivelliert, führt Teil 1 die wichtigste Frage überhaupt in die Rhetorik ein, nämlich die Frage der Ethik. Damit wird Schopenhauers Eristik vielleicht ein wenig das Korsett angelegt, nichtsdestotrotz muss darüber nachgedacht werden. Meiner Ansicht nach sogar zunehmend, wenn ich mir so anschaue, wie die Menschen heute oftmals miteinander umgehen.

Teil 2 ist dann das Schopenhauersche Original in all seiner ein wenig elitären Gespreiztheit. Nichtsdestotrotz ein Klassiker, wenn nicht gar die Grundlage aller Rhetorik der Neuzeit. Schopenhauers Kunstgriffe zu verstehen, ist gar nicht so leicht. Man windet sich manchmal geistig um zehn Ecken, um begreifen zu können, worin genau der Kunstgriff nun besteht und kommt dann zur Frage, wann man außerhalb von echten Rhetorikdebatten eigentlich dazu kommt, ihn anzuwenden.

Dazu kommt dann

Teil 3: Eine leichtere Übertragung der Kunstgriffe in Tricks für jedermann versetzt mit praktischen Beispielen. Dabei sind schon die Beschreibungen der Kunstgriffe "heruntergefahren", keinesfalls aber zu simplifiziert. Vielleicht geht die in Philosophiedebatten notwendige Tiefe hier ein wenig dafür verloren, dafür erhält man aber eine wunderbare (und manchmal wundersame) Einsicht in Alltagsgespräche und Diskussionen in Foren. Das Wort "Tricks" hat mir da besonders gut gefallen. Man könnte sagen, dass die Kunstgriffe von Schopenhauer zu Tricks werden, wenn sie ohne Nachdenken über Ethik oder einfach nur intuitiv trivial angewendet werden. Insofern finde ich Teil 3 ebenfalls durchaus gelungen. Meine Töchter lieben die Beispiele, und vermutlich werde ich künftig ein wenig auf der Hut sein müssen :D

Das "Rundum gut gelungen" gilt für ganze Buch. Es ist eine runde Sache, eine gute Mischung aus tiefgründiger und spritziger philosophischer Ethikanalyse, altdeutscher Rhetorik und moderner Anwendung. Die paar Euros sind dafür keineswegs verschwendet. Ich denke, man kann das Buch Philosophiestudenten genauso empfehlen wie dem "Mann von der Straße". Da ist für jeden was drin.

Die Kunst Recht zu behalten

Lexikalische Einträge zum Thema

Adelung-1793: Behalten · Recht · Recht, das · Majestäts-Recht, das · Kunst, die · Probier-Kunst, die · Radier-Kunst, die

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DamenConvLex-1834: Schopenhauer, Johanna · Griechenland (Kunst) · Italien Kunst) · Frankreich (Kunst) · Abbilden (Kunst) · Bildende Kunst · England (Kunst)

Eisler-1904: Recht · Recht · Natürliches Recht

Eisler-1912: Schopenhauer, Arthur

Herder-1854: Schopenhauer [1] · Schopenhauer [2] · Mosaisches Recht · Lübisches Recht · Römisches Recht · Recht · Kanonisches Recht · Deutsches Recht · Canonisches Recht · Antejustinianeisches Recht · Germanisches Recht · Gemeines Recht · Französisches Recht

Kirchner-Michaelis-1907: recht · Recht

Mauthner-1923: Schopenhauer (Wille) · Recht

Meyers-1905: Schopenhauer

Pataky-1898: Schopenhauer, Johanna · Schopenhauer, Adele

Pierer-1857: Schopenhauer



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