Dennhardt, Robert

Die Mannigfaltigkeit des Selben im Diskurs der Moderne

Die Mannigfaltigkeit des Selben im Diskurs der Moderne
  • Verlag: GRIN Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2007-09
  • Format: Broschiert
  • Umfang: 112
  • ISBN: 3638799646
  • EAN: 9783638799645
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Beschreibung von buecher.de

Magisterarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Kulturwissenschaft, Note: 1,1, Humboldt-Universität zu Berlin (Kulturwissenschaft), 103 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Auf die Frage 'Was ist ein Diskurs und was wollen uns die Dichter und Den­ker sagen?' kann mit vorliegender Arbeit nicht geantwortet werden. Meine Frage lautet 'Wie macht sich das Sagen zwischen Aussagen des geisteswis­senschaftlichen Diskurses und metaphorischen Konstellationen der Poesie bemerkbar?' Wie läßt es sich kulturwissenschaftlich denken und analysieren? Eines der wichtigsten Eingeständnisse der modernen Geisteswissen­schaften ist, daß epistemologische Zentren wie ein kognitives Selbst, zu ver­vollkommnende Erfahrung und das Suchen nach letzten Wahrheiten an Be­deutung verlieren. Ein literatur- und diskurstheoretisch reformuliertes Inter­esse am Text will also nicht Interpretieren und Dekonstruieren. (Vgl. Silverman 1994, 246 und 256.) Vielmehr will ein solches Interesse abendländische Denktraditionen perforieren, indem es diskursive Zentren zum einen identifiziert und zum anderen Formationen ähnlicher Aussagen ihrer Struktur nach differenziert und analysiert. Hierbei erweist sich der topologische Diskurs als sinnvolles epistemologisches Werk­zeug, das der Gefahr einer begrifflichen Beliebigkeit bzw. interpretativer Will­kür vorbeugt. Die Kapitel sind historisch geordnet nach Autoren der Sprach-, Kultur- und Literaturphilosophie des zwanzigsten Jahrhunderts. (Saussure, Wittgenstein, Heidegger, Derrida, Foucault, Deleuze, Serres, Eco, Bachelard, Blanchot, Jabès, Baudrillard). Eine zentrale Aussa­ge der verbalinspirierten Existenzphilosophie Heideggers lieferte hierzu die In­itiation. So unmöglich es ist, das Sein des Selben zu identifizieren, of­fenbaren sich dennoch erkennbare Strukturen der Wiederholung im diskursi­ven Spre­chen der Sprache, d. h. im Sagen des Denkens an sich. 'Darum sagen die wesentlichen Denker stets das Selbe. Das heißt aber nicht: das Gleiche. Freilich sagen sie dies nur dem, der sich darauf einläßt, ihnen nachzuden­ken. [...] In das Gleiche flüchten ist ungefährlich. Sich in die Zwietracht wagen, um das Selbe zu sagen, ist die Gefahr.' (Heidegger 1981, 53.) Topologische Begriffe wie Ort, relative Lage, Rand, Dimension, Faltung und Mannigfaltigkeit sowie Hier und Anderswo bilden die terminologische Grund­lage meiner Analyse. Die danach zu befragenden Begriffspaare sind beispiels­weise Aussage - Gedanke, das Selbe - das Andere, der Diskurs - das Diskur­sive und das Innen - das Außen.

Die Mannigfaltigkeit des Selben im Diskurs der Moderne



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