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Seminararbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: Sehr Gut, Paris Lodron Universität Salzburg (Institut für Kommunikationswissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Geschlechtsspezifika in der AV-Forschung und -Rezeption, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Warum empfinden Frauen Lust am Kino? Dieser Frage möchten wir in der vorliegenden Arbeit nachgehen. Obwohl die Fragestellung auf den ersten Blick wohl kaum alltagspraktischen Wert besitzt bzw. auf dieser Ebene kaum gestellt wird so hatte sie in der theoretischen Auseinandersetzung spätestens seit den 60er Jahren mit dem Aufkommen der Frauenbewegung einen hohen Stellenwert. Viele Vordenkerinnen der feministischen Filmtheorie wie Laura Mulvey, Theresa de Lauretis oder Gaylyn Studlar, aber auch deren männliche Kollegen untersuchten das Phänomen weiblicher Kinobesucherinnen im angeblich patriarchal dominierten Kino. So stellte Christian Metz schon 1975 die Frage: Warum gehen Frauen ins Männerkino? 341 KB , Abstract: Warum empfinden Frauen Lust am Kino? Dieser Frage möchten wir in der vorliegenden Arbeit nachgehen. Obwohl die Fragestellung auf den ersten Blick wohl kaum alltagspraktischen Wert besitzt bzw. auf dieser Ebene kaum gestellt wird so hatte sie in der theoretischen Auseinandersetzung spätestens seit den 60er Jahren mit dem Aufkommen der Frauenbewegung einen hohen Stellenwert. Viele Vordenkerinnen der feministischen Filmtheorie wie Laura Mulvey, Theresa de Lauretis oder Gaylyn Studlar, aber auch deren männliche Kollegen untersuchten das Phänomen weiblicher Kinobesucherinnen im angeblich patriarchal dominierten Kino. So stellte Christian Metz schon 1975 die Frage: Warum gehen Frauen ins Männerkino? Für uns persönlich wurde diese Frage vor allem im Laufe des Seminares Geschlechtsspezifika in der AV-Produktion und -Rezeption, in dessen Rahmen diese Seminar- bzw. Bakkalaureatsarbeit entstand, interessant, da oftmals darüber diskutiert wurde, ob es denn nun spezifisch weibliche Eigenschaften geben würde, die man einem sogenannten ,Frauenfilm' zuweisen könnte, ja ob es denn so etwas wie eine weibliche Ästhetik, einen weiblichen Blick der Kamera gäbe, vorausgesetzt, es gibt überhaupt so etwas wie einen männlichen Blick. Immer wieder machte es uns stutzig, wenn über bestimmte Vorlieben ,der Frauen' oder ,der Männer' bezüglich ihrer Rezeption gesprochen wurde. Obwohl wir immer der Meinung waren, es gäbe keine nennenswerten geschlechterspezifischen Unterschiede, weder in der Produktion, noch in der Rezeption, dies sei vielmehr eine Frage der gesellschaftlichen Sozialisation, der Bildung, der politischen Einstellung bzw. des gesellschaftlichen Status, so mussten bzw. durften wir im Seminar und besonders in Diskussionen mit vor allem weiblichen Studienkolleginnen doch gewisse Anzeichen für Unterschiede entdecken. Als begeisterte Kinogeher sowie als noch begeistertere Filmemacher wollten wir diesem Phänomen nachgehen. Wir wollten wissen, ob das Kino seit jeher ein patriarchal dominiertes System war, was verschiedene filmtheoretische Ansätze dazu sagen und ob es so etwas wie eine spezifisch weibliche Ästhetik wirklich gibt. Kurz gesagt, wir stellten uns die Frage, wenn das Kino doch nur männliche Bedürfnisse und Wünsche befriedigt, wieso gehen dann Frauen eigentlich ins Kino?