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Polen, im Frühling 2005: Juliette, Aktivistin in einer Umweltschutzgruppe, befreit Tiere aus einem Versuchslabor. Doch diese vermeintlich harmlose Aktion führt ins Herz eines Komplotts. Eine fanatische Umweltorganisation verfolgt einen mörderischen Plan. Ein Ex-CIA Agent heftet sich an ihre Fersen. Jetzt bleiben nur noch hundert Stunden, um die Welt zu retten. Und Juliette muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.Ein spannender, hochintelligenter und polemischer Thriller des Goncourt-Preisträgers und Bestsellerautors Rufin darüber, wie die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies und nach einem Leben in Einklang mit der Natur zu mörderischem Fanatismus führen.
Suboptimaler Wissenschaftsthriller, der durch optimalen Vortrag noch als ordentliches Hörbuchfresserfutter durchgeht.Hörbuch-Rezension: 100 STUNDEN von Jean-Christophe Rufin, gelesen von Wolfram Koch | autorisierte Lesefassung | Lesung | 6CDs im Muliti-Jewel-Case | 451 Minuten Laufzeit | erschienen bei ARGON
In Polen gibt es einen Einbruch in ein Labor. Versuchstiere werden freigelassen und die Einbrecherin namens Juliette, nimmt sich noch eine Phiole als Andenken mit - nein Quatsch, im Auftrag irgendwelcher unbekannter Hintermänner.
Paul, ein ehemaliger CIA Agent, wird mitten aus seinem neuen Leben als Arzt und Inhaber einer Klinik wieder als Agent angeheuert - na klar da läßt man einfach mal alles stehen und liegen ... der Auftraggeber bietet ja einen Haufen KOhle dafür - und seine ehemalige Partnerin Kerry wird gleich mit dazu verpflichtet. Von welcher Organisation (Geheimdienst?) die Agenten "in die Spur" geschickt" werden bleibt lange unklar, denn der Auftraggeber, ein gewisser Archie, scheint ein zwielichtiger Typ zu sein. (Spitzenmäßig interpretiert von Wolfram Koch!) Auftrag für Paul ist es jedenfalls den Einbruch in dem Labor in Polen aufzuklären und - oh hellseherischer Held! - als er den Tatort besichtigt hat er die spontane Eingebung, dass es sich um eine EinbrecherIN (!) gehandelt haben muss.
Das nur als Beispiel, wie unsubtil der Autor seine Story strickt. Auch ist es unglücklich, die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven zu schildern. Spätestens wenn man beim Zuhören nicht schnell genug merkt, wer jetzt grade wo am Erdball zugange ist - wird's happig. Ja, und dann ist da noch diese herrlich plakativ benamste Umweltschutz-Organisation namens NEW PREDATORS, die die (Um)Welt retten möchten - und zwar auf eine perfide Art und Weise, dass einem Angst und Bange wird. Vor allen Dingen, weil die Aktivisten vorhaben ... - ach, das darf man ja nicht verraten! *ups*
Vieles habe ich übrigens erst nach dem zweiten Durchgang (Anhören) herausgefunden, weil es schwierig ist einer Handlung zu folgen, bei der man nicht weiß, wie die Rollen verteilt sind und wer auf welcher Seite spielt. Das mag bei anderen Thrillern die Crux sein. 100 STUNDEN versagt in Sachen Hochspannung auf genau dieser Ebene. Zu unklar und verworren scheinen Motive; bzw. werden sie zu spät aufs Tapet gebracht, so dass man sich zu lange von der Frage gequält fühlt: 100 Stunden? Und worum geht's da eigentlich?
Bei Interesse würde ich raten: Anhören. Und ganz gut aufpassen. Bloß nie den Faden verlieren. Da kann Wolfram Koch noch so gut vorlesen, und das macht er auch!, wenn das Interesse einmal flöten ging ist's Schluss mit Spannung. Und versteifen Sie sich nicht auf den Titel. Die "100 Stunden" implizieren einen Countdown, den es so nicht gibt. Wohl aber ein perfides Szenario, das radikale Aktivisten sich ausgedacht haben und das aufzuhalten es gilt!
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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: ** | Sprecher: ***** | Hardware: ***(*) | Preis/ Leistung: ****
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auf meiner persönlichen Horchlatte: ***
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