Lakoff, George; Wehling, Eva E.

Auf leisen Sohlen ins Gehirn

Auf leisen Sohlen ins Gehirn
  • Verlag: Carl-Auer-Systeme
  • Erscheinungsdatum: 2008-03
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 184
  • ISBN: 3896706349
  • EAN: 9783896706348
  • Amazon.de Verkaufsrang: 11.732
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Beschreibung von buecher.de

80 Prozent unseres Denkens bleiben unbewusst und werden durch Metaphern und Deutungsrahmen geprägt. Unser vermeintlich freies Denken wird durch diejenigen beeinflusst, die bewusst bestimmte Metaphern in die öffentliche Diskussion einführen. Diesen'heimlichen Macht-Habern'sind George Lakoff und Eva Elisabeth Wehling auf der Spur: Welcher Sprache bedienen sich Politiker in öffentlichen Debatten, um in den Köpfen der Menschen die gewünschte'Wirklichkeit'entstehen zu lassen?
In lebhaften Gesprächen klären die beiden Wissenschaftler anhand von Sprachschöpfungen wie'Krieg gegen den Terror'oder'Achse des Bösen', wie Menschen denken, wie solche Denkstrukturen unser Gehirn auch physisch verändern und wie wir die Welt begreifen. Dabei werfen sie ein völlig neues Licht auf Fragen der politischen Identität, der Moral und religiöser Werte oder der Rolle von Medien und Berichterstattern.
Als Leser lernt man so die Mechanismen seines eigenen politischen Denkens, Sprechens und Handelns besser kennen. Man erfährt, wie stark und gleichzeitig subtil die eigenen politischen Einstellungen durch Metaphern bestimmt sind und was nötig ist, um sich davon zu befreien.'In lebendigem Gespräch gewähren uns George Lakoff und Elisabeth Wehling einen Blick in unser'politisches Gehirn'.'

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Jonas Edler fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein hervorragendes Buch

Ich bin ernsthaft beeindruckt und dankbar für ein wissenschaftliches Buch, welches an keiner Stelle angestrengt wirkt, gut zu lesen ist und trotz allem seinen hohen wissenschaftlichen Standard auf jeder Seite beibehält. Besonders interessant ist der wohl eher zufällige Zusammenhang zwischen dem aktuellen Vorwahlkampf der US Demokraten und dem von Herrn Lakoff und Elisabeth Wehling diskutierten Unvermögen der Demokraten, in den letzten Jahren eben einen solchen Wahlkampf zu führen. Man könnte fast meinen, Barack Obama hätte sich von Ihnen inspirieren lassen.

Auch die Diskussion über den War on Terror" bringt eine interessante Sichtweise, in eine von den Medien viel zu trivial geführte Debatte.

"Auf leisen Sohlen ins Gehirn" ist nicht nur als Fachliteratur für Linguisten oder Kommunikationswissenschaftler gut geeignet, sondern trägt ebenso gut zur Aufklärung von alltäglicher, politischer Verführung bei.

Diese Rezension von K. Beck-Ewerhardy fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Sehr wichtiger Beitrag zur politischen Bildung

Die beiden Autoren treten in diesem Buch als Gesprächspartner auf, die in ihrem Dialog die gedanklichen Rahmen und grundlegenden Metaphern konservativen und liberalen Denkens und Handelns in den USA in den letzen 30 Jahren einander vergleichend gegenüber stellen und dabei versuchen sie zu erklären, warum sich die konservativen Muster dabei allgemein als erfolgreicher erwiesen und so die Innen- und Außenpolitik der USA und damit auch das Gefüge der gesamten Welt mit beeinflussten.

In ihren Betrachtungen zeigen sie außerdem, wie Metaphern auf unser Denken wirken und warum wir überhaupt in einem so großen Maße Metaphern im Denken und Sprechen einsetzen.

Als mehr oder minder typische Vertreter der University of Berkeley scheinen die beiden Autoren eher der liberalen – oder wie sie es nennen „progressiven“ – Politik zugeneigt zu sein, was sie allerdings in ihren Ausführungen nicht sonderlich betonen und ihre eigenen Metaphern in diesem Zusammenhang lösen sie auch nicht wirklich auf. So wird das Buch zu einem Schaustück der Darstellung der Verwendung von Metaphern durch eine politische Richtung, während Leserinnen und Leser sich eigentlich auch aufgefordert fühlen müssten, die hier gezeigten Muster auch auf die liberale Seite anzuwenden. Dann ist es nämlich ein Erklärungs- und Übungsbuch und so verstanden ein durchaus wichtiger Beitrag zur politischen Bildung.

Diese Rezension von Anton Stolter fanden 1 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Blick hinter die US-Politik Kulisse

Ein sehr empfehlenswertes Buch. Liest sich flüssig und spannend. Inhaltlich eine Bereicherung für alle, die sich für amerikanische Denke interessieren und mal genauer hinsehen wollen, wie sich auch die USA und Deutschland in politischen Debatten unterscheiden. Die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung machen die Analysen sehr stichhaltig.

5 von 5 Sternen sanfter Einstieg

Das Buch ist ein guter und flüssig lesbarer Einstieg in das Thema des Framings, garniert mit einigen knackigen Fakten aus der Hirnforschung und Kommunikationstheorie. Das Buch hat mich angesprochen weil es viele Themengebiete schlüssig und beispielhaft miteinander verbindet.

Auf leisen Sohlen ins Gehirn

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