Aubeck, Heinz J.

Die Philippinen

Die Philippinen
  • Verlag: Books on Demand
  • Erscheinungsdatum: 2008-01
  • Bindung: Broschiert
  • Seitenzahl: 288
  • ISBN: 3833489340
  • EAN: 9783833489341
  • Amazon.de Verkaufsrang: 861.370
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Beschreibung von buecher.de

Die Philippinen, ein exotisches Reich aus über 7100 Inseln sind zweifelsohne einzigartig in der Welt. Hier begegnet uns als Ergebnis eines Jahrhundertlangen kulturellen Verschmelzungsprozess von Orient und Okzident eine abenteuerliche Welt voller aufregender Gegensätze, eine faszinierende Mischung aller denkbaren Völker und Kulturen und eine vielseitige natürliche Verbindung von unberührter Wildnis, unruhigen Vulkanen, beeindruckenden Wasserfällen, dichten Regenwäldern und undurchdringlichen Dschungeln, Höhlen und Schluchten, Wäldern und Sümpfen mit fruchtbaren Tälern, idyllischen Sonnenstränden und Palmeninseln, belebt von wundersamer Flora und Fauna, eben die philippinischen Inseln zwischen dem südchinesischen Meer und dem pazifischen Ozean. Der Autor vermittelt in diesem Buch die interessante Geschichte und Kultur dieses bezaubernden Landes von seinen Anfängen bis zur Gegenwart.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Philippinus fanden 11 von 11 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Begrenzter Neuigkeitswert

Die Erstauflage dieses Buches erschien bereits 1993 als kleinere Broschüre. Jetzt hat der Autor eine wesentlich umfangreichere, stärker bebilderte Neuauflage vorgelegt, wobei er seinem früheren redaktionellen Konzept weitgehend treu blieb. Es handelt sich primär um einen Abriss der Geschichte der Philippinen (ca. 50 % Buchanteil), ergänzt um etwas unstrukturierte Ausführungen zur Geographie, Wirtschaft, Staatssystem, Religion und „den“ philippinischen Nationalcharakter.

Das Buch führt den Untertitel „Geschichte eines verloren gegangenen Paradieses“. Aubeck greift hier eine Formulierung von Jose Rizal auf. Wir können nur vermuten, dass der Verlust des „Paradieses“ mit den Kolonialmächten in Verbindung gebracht wird, explizit begründet wird der Untertitel jedoch nicht.

Die Ausführungen zur philippinischen Geschichte gehören mit zu den ausführlichsten in der deutschen Literatur zu den Philippinen und reichen von der Vor- und Frühgeschichte bis zu den politischen Vorgängen im Juni 2006. Der historische Abriss ist sachlich ausgewogen und beleuchtet auch die Hintergründe wichtiger politischer Ereignisse. Viel falsch kann man in diesem Zusammenhang nicht machen.

Etwas irritiert waren wir über die Feststellung: „Der erste Europäer, der die Philippinen erreichte, war der portugiesische Seemann Francisco Serrano (S. 42)“, gilt in der Literatur doch überwiegend Ferdinand Magellan als der Entdecker der Philippinen. Weitere Anmerkungen zu Serrano liefert Aubeck leider nicht.

Greifen wir noch eine zentrale Feststellung Aubecks zum spanischen Kolonialregime heraus: „Zwar bereicherten sich die spanischen Kolonialisten in privater Hinsicht, aber für das Mutterland Spanien blieb die Handelsbilanz mit den Philippinen stets defizitär … Vermutlich hätten die Spanier die philippinische Kolonie wegen der enormen finanziellen Verluste längst aufgegeben, wäre nicht der „Galeonenhandel“ mit Mexiko von außerordentlicher wirtschaftlicher Bedeutung gewesen (S. 51)“.

Bezüglich des Nationalcharakters der Filipinos lehnt sich stark an die klassischen Stereotype an – der Filipino ist „freundlich, loyal, duldsam, humorvoll, hilfsbereit, lebensbejahend, idealistisch … fröhlich, sensibel, selbst genügsam und zufrieden (S. 154)“. Aubeck leitet - in Ermangelung empirischer Daten - diese Wesenszüge vor allem aus den kulturellen Leitnormen ab.

Recht ausführlich gewürdigt werden bei ihm herausragende Filipinas, sei es in Gestalt später von den Spaniern erhängten Freiheitskämpferin Gabriele Silang oder zeitgenössischen Persönlichkeiten wie der Pop-Sängerin Regine Velasquez oder der jungen Schnellschachweltmeisterin Arianne Caolli.

Aubecks Ausführungen über die „Kulturhauptstadt Manila“ decken nur punktuell Neues auf. Das ist vielleicht auch ein Vorwurf, den Kenner der Philippinen-Literatur dem Buch generell machen können. Für Philippinen-Profis hält sich der Neuigkeitswert sehr in Grenzen.

Aber es soll ja noch eine nachwachsende Generation geben, die sich ihr Philippinen-Wissen neu erschließen muss.Insbesondere dieser Zielgruppe ist die Lektüre des Buches zu empfehlen.




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